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Nößler 238 NMer
locht und die Erbfolge des Bauernstan-
des", und im VII I . Hefte. S. 79—132,
eine „Darstellung der vorbestandenen
nnd gegenwärtigen bürgerlichen Gerichts-
stellen uno der sogenannten Nebenrecdte
Prags". Dem Verein für Geschichte der
Deutschen in Vöhmen hatte er ein Jahr
vor seinem Tode einen großen Theil jei>
ner Bücker, Urkunden und Chroniken, im
tanzen 377Bände, darunter42Fascikel-
Maüuscripte, zum Geschenke gemacht.
N. war Mitglied der kön. böhmischen
Gesellschaft der Wissenschaften. Einige
Monate nach seinem Tode wurde auf
seinem Geburtshause in Brüx eine Ge»
denktafel angebracht mit der Inschrift:
„ In diesem Hause wurde Dr. Emil
Rößler, deutscher Rechtshistoriker und
Mterthumüsorscher, am 3. Juni 4816
geboren". Aus seiner Ehe hinterließ R.
einen Sohn. Die in das deutscde Par>
laments« Album geschriebenen Worte:
„Wahr und erprobt steht in allen Ver»
daltnisseii das altdeutsche Sprichwort
M : „Friede ernährt — Unfriede ver»
zehrt!" Frankfurt a. M. 24. Februar
4849", rühren jedoch nicht von ihm, son-
dem uon dem Gymnasiallehrer Adolph
N. her. der gleichfalls Abgeordneter des
Frankfurter Parlaments war. Unser
Uößler ist mit keinem Auiograph in
diesem Album vertreten.
Süddeutsche Zeitung (Frankfurt n. M.)
1864. Nr, 5. 7,9. im Feuilleton: „Neklolog"
von Wattendach. —Al lgemeine ö ste r»
reichi schc Gerichtszeitung (Wn'li, 4".)
imI^hrg. !t>64, uon Prüf. Dr. Wahlder^.
— Allgeli ieine Zei tung (Augsburg,
Cotta. 4«.) l8«4, Bcilage Nr. 25. — Mit»
thei lungen des Veruins für Geschichte
der Deutscheu in Vöhmen. Ncoi^irt von Ä.
Schmalfuß (Prag, gr, «".) I I . Iahrg, Fünf<
teS Hefc, S. l25: „Vio^raphische Skizze"
uon A. S(chmalfuß). — Wiener Abend»
pust (Abendblatt der amtl. Wiener Zeitung)
t«<)3, Nr. l4<), S. 367. — Spr inger (Änt.).
(beschichte Oesterreichs seit dem Wiener Fcie> den l809 (Leipzig 1864 u. 1863, Hirzel. gr. 80.)
Bd. I I , S. 6i)0. — Laube (Heinrich), Das
erste deutsche Parlament (Leipzig 1849, Weid«
mann). Bd. I I I , S. l9.
Rößler, Franz. siehe S. 262. in den
Quellen Nr. 1.
NMer, Franz Anton, siehe: Rößler,
Anton j^L. 230).
Rößler, Johann Gottfried Ritter
von (k. k. Regierungsrath und juri»
dischcr Schr ift steller, geb. zu Wien
24. Februar 1764, gest. ebenda 6. De»
ceniber 1823). Die unteren Schulen,
das Gymnasium, die philosophischen und
juridischen Studien beendete R. in Wien,
wo er auch an der dortigen Hochschule
im Jahre 1784 die juridische Doktor-
würde erlangte. Anfänglich widmete er
sich der Advocatur und dem Notariats«
geschäfte. trat aber im Jahre 1794 als
erster Fiscal-Adjunct und Unterthans«"
Advocat bei der k. k. Hof- und niedcröst.
Kammer-Procuratur in den Staats-
dienst. Im Jahre 1801 wurde R. kais.
Rath, 1812 Vicedirector, 1817Director
der juridischen Siudien an der Wiener
Hochfä^ile mit dem Charakter eines k. k.
Negierungsrathes, zuletzt Host'.'nnlner-
Procuralor, auf welchem letzteren Posten
er bis zu seinem im Alier von 71 Jah-
ren erfolgten Tode thälig war. Dr. R.
war auch Schriftsteller in seinem Fache
und hat außer seiner Inaugural-Disser-
tation: „Van dem Ztratrechtc im Ftande der
Nntnr und Zeinen Flllgrn im statte" (Wien
1784) noch folgende Schrift herausgege-
ben : „Nie Hmrcke GlirrrZieuZ bei BerbeZze»
nng der K."el>rlltt iler UrchtZuiiIsenZchlltt" (Wien
1810). Ferner hat er die zweite Austage
von Ferd. Eol. v. Hauer's Werk:
„Praktische Darstellung der in Oesterreich
unter der Eims für das Unterthansfach
bestehenden Gesetze" . 3 Theile (Wien
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon