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Savoyen 314 Savoyen
polit. Blatt) 4863, Nr. 96. in der „Kinnen
Chronik" ldie treffende Inschrift des Eugen,
Monumentes: „Prinz Eugen, der edle
Ritter", ist von keiner gelehrten Akade»
mie beantragt, sondern von Sr. Majestät
dem Kaiser dem Bildhauer Fern körn an-
gegeben worden). — Streff leur (Vmc.),
Oesterreichische militärische Zeitschrift (Wien.
gr. 8°.) VI . Jahrg. (4865). Bd. IV, S. 429:
„Das Monument Eugen's in Wien". —
Wald Heim's i l lustr irte Blat t er (Wien,
gr. 4«>.) 4863. Nr. 41. S. 325 smit Abbildung
des Denkmals im Holzschnittes. — Wiener
Zeitung 4865, Nr. 238. — Abbildung
desEugen<Denkmal«. Lith. Anstalt von
F. Koke in Wien (in der „Oesterreichischen
Revue"). — Statue. Im Erdgeschosse des
Belvedere, wo heute
sich die k. k. Bildergalerie
befindet, ist die Statue des Prinzen Eugen,
von dem Bildhauer Balthasar Permoser,
einem aus Kammer in Bayern gebürtigen,
zu Dresden 1732 gestorbenen Künstler, zu
sehen. Im Renaissancegeschmacke mit Bei»
werk überladen, ist es doch eines der besseren
Werke jener daran nicht überreichen Periode.
Der von Genien getragene Prinz zertritt
mit seinem Fuße den Neid. Mit der linken
Hand bemüht er sich, die Tuba zu schließen,
mit welcher die Figur der Fama seine Tha-
ten zu verkünden strebt. Es ist dadurch in
sinniger Weise allegorisch des Prinzen bekannte
Bescheidenheit versinnbildlicht.
VM. Medaillen. Das kaiserliche Münzcabinet in
Wien enthält 22 oder 23 Medaillen, welche
zu Ehren Eugen's geprägt worden sind,
oder aber sonst an seine Siege erinnern.
Ungern versagt es
sich
der Herausgeber dieses
Lerikons, deren Beschreibung herzusehen; aber
die Entfernung von Wien macht es ihm un»
möglich, sich dieser sonst dankenswerthen Auf«
gäbe zu unterziehen. Die bedeutendsten der
auf Eugen geprägten Denkmünzen sind jene
1) auf die Schlacht beiZentha (II.Sep.
tembec 1697), als den Schlüssel der Wieder,
eroberung Ungarns. Sie ist abgebildet in I .
H. Lochner's „Sammlung merkwürdiger
Medaillen", zweites Jahr. 1738, S. 183. —
2) Ferner jene auf die Gefangennahme des
Marschalls V i l l eroy in Cremona im Jahre
1702 mit der mehr possirlichen als künstle»
rischen Aversseite, welche unter Eugen's
Brustbild den mehrere Hahnen niederkämpfen-
den und in die Flucht schlagenden Adler zeigt.
— 3) Auf die Zusammentunft deö Prinzen
Eugen mit dem Herzoge von Marlbo« rough und den darauf erfolgten Sieg bei
Oudenarde (1l. Juli 1708), abgebildet und
beschrieben bei Iochner 1. 0. S. 40l u. f. —
4) Auf den Frieden bei Rastatt (6. März
1714), welche wohl als die beste aller auf
Eugen geprägten Medaillen anzusehen ist.
— 5) Die auf den Sieg bei Belgrad (16. Juli
1716), abgebildet und beschrieben bei Loch.
ner I. c, drittes Jahr, 1739, S. 249. Die
Beschreibung der unter 2, 4, S angeführten
Medaillen siehe in Ridlei's Fortsetzung deö
Horm ayr'schen Archivs (Ihrg. 1831, Nr. 122,
124, 115, 83). — 6) Die neueste, anläßlich
der Enthüllung des Eugen-Denkmals im
Jahre 1863 verfertigte Medaille ist ein Werk
Nadnitzky's und wurde in Gold, Silber
und Bronze geprägt. Der Avers zeigt das
Fernkorn'sche Reiterstandbild mit der Um«
schrift: „Kaiser Franz Joseph 1865.
Dem ruhmreichen Sieger über Oest er«
reichs Feinde, dem weisen Rathge«
ber dreier Kaiser". Der Revers stellt ein
nach den besten Bildnissen gearbeitetes Brust»
bild Eugen's dar mit den Worten: Pr inz
Eugen der edle Rit ter.— NnFsuius,
nuNmis Mustratng; Leben und Thaten des
Prinzen Eugeni i ; mit Kupfern (Nürnberg
1736. §o. 661 S.).
IX. Prinz Engen in der Dichtung (im Noman,
in der Novelle, im Gedichte). Mühlbach
(Luise), Prinz Eugen und seine Zeit. Histo«
rischer Roman. 4 Bände (Berlin, Ianke). —
Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung
(Wien, Fol.) 1863, Nr. 197. 198 u. 199, im
Feuilleton: „ I . Der kleine Kapuziner";
„ I I . Korporal John"; „ I I I . Ein kostbarer
Anzug" sdiese drei novellierten Anekdoten
aus dem Leben des Prinzen Eugen sind von
Moriz Bermann^. — Graffer (Franz),
Kleine Wiener Memoiren: Historische Novel«
len, Genrescenen u. s. w. (Wien 1845, Fr.
Beck, so.) Bd. I I I , S. l63 u. f.: „Eine Wie.
nerin dem Helden". — Frankfurter Kon»
uersationsblatt. Belletrist. Beilage zur
Obelpostamts.Zeitung (Frankfurt a. M., 4».)
1833, Nr. l28 u. 129: „Die Melonen des
Prinzen Eugen" d^iese von Mül le r
nach einer älteren Fassung neu bearbeitete
Novellette wurde in vielen Zeitschriften nach»
gedruckt). — Prinz Eugenius der edle
Ritter in den Kriegs- und Siegesliedern
seiner Zeit. Eine Festgabe zur feierlichen Ent,
hüllung des Prinz Eugen»Monumentes, von
Franz Haydinger (Wien 1865, 50,) ^nit
einem Vorwort von I . M. Wagner; in nur
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Saal-Sawiczewski, Band 28
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Saal-Sawiczewski
- Band
- 28
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 414
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon