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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 159 -
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Schega Schega Mar ia Iosepha Anna Augusta aus dem Jahre 1753 mit dem Brustbild der Prinzessin und im Revers: Der liegende Rhein mit den Wappen Bayerns und Badens. Nat3.VII.^UF.NI>00XXXIV. nupta X. <5rüi NOOc^V.; — die Vermälungsmedaille auf die Prinzessin Mar ia Iosepha Walb'urga mit dem Brustbilde der Braut: ^oLepKa Koni. KsFina. Die Reversseite zeigt den Hymeneus, der zu dem österreichischen Wappen daS bayerische hangt. Die Aversseite wurde noch zu zwei anderen Medaillen verwendet; — eine silberne Medaille mit dem Bildniß des Herzogs Clemens Franz: Na^nus Orä. Kla- xi8t6r VII . «Innii NO0OI.IX.V; — eine zweite auf denselben Fürsten mit der Le- gende: Oleiusns I^rano. Va,vari26 vux. Zsv. ^nnÄ vux Zg.U3d. 016m. I^r. V. D. Oon^ux. Mit Buckle zusammen vollen- dete S. eine Medaille mit dem Brustbilde deS Kaisers Kar l VII. und seiner Ge- malin mit der Legende: Okiolus VI I . et ^maiia. ^UFULti — OaroluL Itisoäo- rüg reLtiwit. Schega'S Arbeiten zeich« nen sich durch große Reinheit in der Ausführung/besonders im Detail, ge- schmackvollem Faltenwurf der Gewänder und eine ganz besonders glückliche Manier in Behandlung der Haare und des Pelz- werkS aus. Schega starb im Alter von 77 Jahren. — Von seinen zwei Brü- dern, welche beide in Wien lebten, übte Johann Anton die Profession des Buch- senmachers, wahrend der Jüngere, KarthowmauSi sich bei seinem obigen Bruder FranzAndreaszu einem ge» schickten Siegelschneider ausbildete, der um 1730 in Wien arbeitete, über dessen Lehensgang und Arbeiten aber keine wei« teren Nachrichten vorliegen. — Noch sei bemerkt, daß ein anderer Krämer Na- mens Bernhard Hrlbernik (oder Berger). nachmals Stempelschneider in Neapel, ein Schüler und später Schrote» gersohn des Franz Andreas Schega war. Schega liegt in München begraben. — Auch ist noch eines Bildhauers aus Krain. des Zeitgenossen Joseph Schega zu gedenken. Derselbe hat sich durch die Restauration eines kostbaren Kunst» werkes bekannt gemacht, welches unter dem unscheinbaren Namen „Vogelhaus" (slovenisch lkrlouz) im Besitze der Pfarr« insassen von Möchling unweit der Eism« bahnsiation Grafenstein in Kärnthen sich befindet. Es betragt die Hohe von 7 Schuh 6 Zoll, die Länge von 6 Schuh und die Breite von 2 Schuh 9 Zoll. Man schätzt das Alter dieses Prachtwer. kes auf 400 Jahre und hält es für die Arbeit eines Admonter Mönches, der zehn Jahre damit beschäftigt gewesen sein soll. Anläßlich einer kirchlichen Visitation fand der Fürstbischof Dr. Wiery im Jahre 1868 das stark verstümmelte Kunstwerk, und den hohen Werth des- selben erkennend, ließ er es mit bedeu« tenden Kosten durch den jungen Bild» Hauer Joseph Schega restauriren, der im Sommer 1869 mit der Arbeit fertig wurde. Herausgeber dieses 3erikons macht das österreichische Museum, wohin zu« nächst dieses Kunstwerk gehört, darauf aufmerksam. Oberb airisch es Archiv für vaterländische Geschichte. IX. Band. i. Heft: „Schega's Biographie" von P. Baier la in. — Lai» bacher Zeitung 4868, Nr. 154, im Feuille» ton: „Ein berühmter krainischer Medailleur" ^in diesem Artikel werden zwei verschiedene Geburtsdaten angegeben, u. z.: der i6. De- cember I7it und der 16. Jänner I7il). — (DeLuca) Das gelehrte Oesterreich. EinVer« such (Wien 1778, v. Trattnern, 8«.) I . Bds. 2. Stück. S. 346 Daselbst heißt er statt Franz Andreas —Franz Nugustin). — Bol. zenthal, Skizzen zur Kunstgeschichte der modernen Medaillenarbeit. — Lipowsky. Bayerisches Künstler« Lwkon. — H'-utt^t,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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