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Schega Schega
Mar ia Iosepha Anna Augusta aus
dem Jahre 1753 mit dem Brustbild der
Prinzessin und im Revers: Der liegende
Rhein mit den Wappen Bayerns und
Badens. Nat3.VII.^UF.NI>00XXXIV.
nupta X. <5rüi NOOc^V.; — die
Vermälungsmedaille auf die Prinzessin
Mar ia Iosepha Walb'urga mit
dem Brustbilde der Braut: ^oLepKa
Koni. KsFina. Die Reversseite zeigt den
Hymeneus, der zu dem österreichischen
Wappen daS bayerische hangt. Die
Aversseite wurde noch zu zwei anderen
Medaillen verwendet; — eine silberne
Medaille mit dem Bildniß des Herzogs
Clemens Franz: Na^nus Orä. Kla-
xi8t6r VII . «Innii NO0OI.IX.V; — eine
zweite auf denselben Fürsten mit der Le-
gende: Oleiusns I^rano. Va,vari26 vux.
Zsv. ^nnÄ vux Zg.U3d. 016m. I^r. V. D.
Oon^ux. Mit Buckle zusammen vollen-
dete S. eine Medaille mit dem Brustbilde
deS Kaisers Kar l VII. und seiner Ge-
malin mit der Legende: Okiolus VI I .
et ^maiia. ^UFULti — OaroluL Itisoäo-
rüg reLtiwit. Schega'S Arbeiten zeich«
nen sich durch große Reinheit in der
Ausführung/besonders im Detail, ge-
schmackvollem Faltenwurf der Gewänder
und eine ganz besonders glückliche Manier
in Behandlung der Haare und des Pelz-
werkS aus. Schega starb im Alter von
77 Jahren. — Von seinen zwei Brü-
dern, welche beide in Wien lebten, übte
Johann Anton die Profession des Buch-
senmachers, wahrend der Jüngere,
KarthowmauSi sich bei seinem obigen
Bruder FranzAndreaszu einem ge»
schickten Siegelschneider ausbildete, der
um 1730 in Wien arbeitete, über dessen
Lehensgang und Arbeiten aber keine wei«
teren Nachrichten vorliegen. — Noch sei
bemerkt, daß ein anderer Krämer Na-
mens Bernhard Hrlbernik (oder Berger). nachmals Stempelschneider in
Neapel, ein Schüler und später Schrote»
gersohn des Franz Andreas Schega
war. Schega liegt in München begraben.
— Auch ist noch eines Bildhauers aus
Krain. des Zeitgenossen Joseph Schega
zu gedenken. Derselbe hat sich durch
die Restauration eines kostbaren Kunst»
werkes bekannt gemacht, welches unter
dem unscheinbaren Namen „Vogelhaus"
(slovenisch lkrlouz) im Besitze der Pfarr«
insassen von Möchling unweit der Eism«
bahnsiation Grafenstein in Kärnthen sich
befindet. Es betragt die Hohe von
7 Schuh 6 Zoll, die Länge von 6 Schuh
und die Breite von 2 Schuh 9 Zoll.
Man schätzt das Alter dieses Prachtwer.
kes auf 400 Jahre und hält es für die
Arbeit eines Admonter Mönches, der
zehn Jahre damit beschäftigt gewesen sein
soll. Anläßlich einer kirchlichen Visitation
fand der Fürstbischof Dr. Wiery im
Jahre 1868 das stark verstümmelte
Kunstwerk, und den hohen Werth des-
selben erkennend, ließ er es mit bedeu«
tenden Kosten durch den jungen Bild»
Hauer Joseph Schega restauriren, der
im Sommer 1869 mit der Arbeit fertig
wurde. Herausgeber dieses 3erikons macht
das österreichische Museum, wohin zu«
nächst dieses Kunstwerk gehört, darauf
aufmerksam.
Oberb airisch es Archiv für vaterländische
Geschichte. IX. Band. i. Heft: „Schega's
Biographie" von P. Baier la in. — Lai»
bacher Zeitung 4868, Nr. 154, im Feuille»
ton: „Ein berühmter krainischer Medailleur"
^in diesem Artikel werden zwei verschiedene
Geburtsdaten angegeben, u. z.: der i6. De-
cember I7it und der 16. Jänner I7il). —
(DeLuca) Das gelehrte Oesterreich. EinVer«
such (Wien 1778, v. Trattnern, 8«.) I . Bds.
2. Stück. S. 346 Daselbst heißt er statt
Franz Andreas —Franz Nugustin). — Bol.
zenthal, Skizzen zur Kunstgeschichte der
modernen Medaillenarbeit. — Lipowsky.
Bayerisches Künstler« Lwkon. — H'-utt^t,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Band 29
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sax-Schimpf
- Band
- 29
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1875
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 374
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon