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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
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Scheibe 460 Scheibe Diotionuali's äs» klonoFräinine^ — Srl)ega's Grabdenkmal. Dasselbe befindet sich in der Frauenkirche in München. Es besteht in einem Denkstein mit einer lateinischen Inschrift, welche in deutscher Uebersehung lautet: „Dem ewigen Andenken des Franz Andreas Schega, Krämers aus Neustadtl (Neäpo. Ii2), des ausgezeichnetesten Steinschneiders, der durch die herrlichsten Werke der Kunst sich selbst ein Denkmal, dauernder als Erz, gesetzt, setzte dieses kleine Denkmal der hoch. sten Achtung der Baiern Johann Carl Ri t ter von Lippert. Geboren 16. De. cember 4711, gestorben 6. December 1787. mäusdnnt. Scheibe, Theodor (Schriftsteller, geb. zu Znaim in Mähren 18. August 1820). Sein Vater war ursprünglich kaiserlicher Ofsicier, trat aber dann in den Civilstaatsdienst über. Der Sohn besuchte die unteren Schulen und das Gymnasium in seiner Vaterstadt Znaim. Schon damals zeigte sich in dem Knaben ein reger Sinn für Romantik und dichte« risches Schaffen. Er schrieb als Gymna« sialschüler bereits Theaterstücke, die von seinen Schulcollegen dargestellt wurden. Seine ungezügelten, muthwilligen Saty« ren, wozu dem lebhaften Jungen die Bewohner eines Provinzstädtchens reiches Material boten, machten ihn ebenso ge. haßt als gefürchtet. Nach beendeten Gymnasialclaffen bezog S. die Wiener Hochschule, an welcher er zuerst die juri> dischen Vorlesungen besuchte, diese doch bald gegen jene der Medicin vertauschte, welche er aber auch schon in einiger Zeit aufgab, worauf er sich ausschließlich mit schriftstellerischen Arbeiten beschäftigte und bis zur Stunde in dieser Richtung in ungemein fruchtbarer Weise thätig geblieben ist. I n der vormärzlichen Zeit erschienen seine ersten Arbeiten in den verschiedenen belletristischen Blättern Wiens, und zwar in dem von M. G. Saphir redigirten „Humoristen" und in der Witthauer'schen „Wiener Zeit» schrift", worunter seine Novelle: „Der Dorfkomödiant" in ersterem und die Erzählung: „Die Tochter des Rebellen" in letzterer eine recht freundliche Auf« nähme fanden und ein frisches, vielver- sprechendes Erzählertalent bekundeten. An der Belbegung, von welcher im denk« würdigen 43ger«Iahre auch die Wiener Presse mitgerissen wurde, nahm S. gleichfalls Theil; außer mehreren Flug» schuften und Libellen, wie sie eben der Tag brachte, redigirte er damals die Zeitschrift: „Der Mann des Volkes", Alles Umstände, die es ihm gerathen erscheinen ließen, nach der Katastrophe der October'Revolution aus Wien zu fliehen, um sich der ersten Wuth der soldatischen Nemesis, der so manche über« flüssige Opfer gefallen, zu entziehen. Glücklicher Weise kam S. nur mit der Angst davon. Als er nach Wien zurück« gekehrt, blieb er unangefochten und wirkte als Mitarbeiter des Witzblattes „Punsch" für die Zwerchfellerschütterung der Wie- ner, die diese nach der blutigen Kata- strophe nur zu nöthig hatten. Als dann auch dieses Blatt verboten wurde, schrieb er theils allein, theils in Gemeinschaft mit Karl Si t ter , dem Hauptmitarbeiter des noch heute die politischen Auswüchse der Gegenwart in jocosefter Weise..rasirenden" „Figaro", verschiedene Possen und Volks« stücke für die WienerVorstadtbühnen, unter denen beispielsweise die im Iosephstädter Theater gegebenen „Aapk und Braut". — „Zoilllnniie und Vater Ahein", — vPagll- tel", in welchem Fräulein Marie G ei> stinger als P a g a t e l zum ersten Male in Wien auftrat, — „Schneider und Mmerg" und das im Carl-Theater auf« geführte „Mädchen uns dem Fremdenblatt" erwähnt seien. Um die nämliche Zeit be« gann er aber auch Romane zu schrei.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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