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Scheibler 166 Scheide!
in diesem Gefechte zwei Hiebe und eme
Stichwunde erhalten. Im Vorstehenden
ist nur sin flüchtigster Abriß der Kämpfe
dieses merkwürdigen Parteigängers, des'
sen Leben eine eingehende Schilderung
von berufener Feder verdiente, gegeben.
In den Feldzügen der Jahre 4799 bis
1843 hatte er zusammen 4770 Feinde
aller Waffengattungen zu Gefangenen.
980 Pseide Beute gemacht, mehrere
feindliche Kanonen erobert und zwei un«
serer vom Feinde genommenen Kanonen
zurückerobert, mehr als vierthalbtausend
österreichische oder Soldaten unserer Al»
liirten, die in feindlicher Gefangenschaft
sich befanden, befreit, die vielen Todten
und Verwundeten nicht zu rechnen.
Scheibler wurde im Jahre 1814 den
Statuten des Maria Theresien-Ordens
gemäß in den Freiherrnstand erhoben.
FreiherrnftaudS. D ip lom ääo. 19. Octo»
ber18i4. — Hirtenfeld (I.). Der Militär.
Maria Theresien«Orden und feine Mitglieder
(Wien 1857. Staatsdruckerei, kl. 4".) S. 689.
u. f.. l?43. — (Tdürheim. Andreas Gf.)
Die Reiterregimenter der k. k. österreichi'
schen Armee (Wien <862, gr. 5<>.) i . Band:
Die Kürassiere und Dragoner, S. 363, 39l;
I I I . Band: Die Uhlanen. S. 13-18. —
Porträt. Das ungemein seltene Porträt dieses
Helden hat Lütgendorf Vater 1820 ge<
stochen. Eö stellt S. im Profil vor, das
Octavblatt ist mit Lütgendorf 's Mono.
aramm: 18^.20 bezeichnet. — Wappen.
Ein in Silber und Gold senkrecht getheilter
Schild mit blauem einwärts gebogenen Spi«
kel. Im rechten silbernen Fclde ein roth
gekleideter Arm. dessen Hand ein blankes
Schwert hält. Im linken goldenen Felde ein
blauer aufspringender Widder. Im Spikel
stcht eine Burg mit schwarzen Mauerstrichen.
drei gezinnten Thürmen und offenem Thore.
Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf
welcher drei gekrönte Turnierhelme sich erhe»
ben. Der rechte Helm trägt einen blauen,
mit der Burg des Spikels belegten Flug;
aus der Krone des linken Helms wächst der
Widder des goldenen Feldes; die Krone des
mittleren Helms trägt den aufgerichteten roth
gelleidrten Arm mit Tchwert des silbernen Feldes. Die Helmdecken des mittleren
Helms sind roth mit Silber, jene des linken
und rechten blau mit Gold unterlegt.
Devise. Unter dem Schilde auffliegendem
Bande die Worte: Vii-Ws »Ita xstit.
Z>nr Venealogie der Freiherren von Scheid-
ler. Die Scheibler sind eine hessische Ge,
lehrtenfamilie, welche zur Stunde in zwei
Linien blüht, der preußischen und der öster»
reichischen. Uebel- die preußische vergleiche das
„Gothaische genealogische Taschenbuch der
freiherrlichen Häuser". 23. Iahrg (1873),
S. 693. Der Gründer der österreichischen
Linie ist eben unser Maria Theresien<Or<
densritter Kar l Freiherr von Scheibler,
der ein Großohkim des gegenwärtigen Chefs
des preußischen Hauses, des von König Wi l -
helm I. ääo. Berlin 12. Februar i87<> ba-
ronisirten kön. preußischen Landratdes Bern-
hard Edlen von Scheibler ist. Kar l Frei.
Herr von Scheibler war (feit 3. December
1803) mit Naria Aoollonia geb. Gräfin Wra»
lislaw von Wilrowitz (geb. 20. März 1783,
gest. 27. April 18ö3) vrrmält und stammt
aus dieser Ehe: Maria Theresia (geb. am
12. August l8l4). uermält (seit 9. Februar
1831) mit Franz Fauer Adolph Grafen von
Auersoerg. Der Familienstand des preußischen
Hauses ist aus dem oberwähnten genealogi-
schen Taschenbuche ersichtlich.
Echeidberger, siehe: Schaitberger,
Joseph l^S. 90 dies. Bds.).
Scheidet, auch Scheidl. Die Namen
dreier Künstler. eineS Bildhauers, Alu«
men« und Historienmalers, über deren
BildungS- und Lebcnsgang und über deren
Werke alle näheren Nachrichten fehlen.
Nagler kennt nur Einen von ihnen: dm
Blumenmaler; Tschischka auch diesen
nicht. Johann Baptist Scheidl, Bildhauer,
stammt aus Salzburg, scheint ein noch
junger Künstler der Gegenwart zu sein; in
der Mai-Ausstellung 487! im österreichi.
schen Kunstverein war eine Gypsstatuette
seiner Hand. das „Pllrträt einer Frau Johanna
Weber" vorstellend, zu sehen. — Franz
Anton von Scheidel (geb. 173i. gest.
zu Wien 14. Jänner 1801) war ein sehr
geschickter Künstler in Darstellung natur»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Band 29
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sax-Schimpf
- Band
- 29
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1875
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 374
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon