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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 167 -
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Scheidele 167 Fcheidele historischer Gegenstände, namentlich von Pflanzen. Der berühmte Botaniker Ni< kolaus Joseph Freiherr v. Iacqu in sBd. X, S. 26) bediente sich seiner Kunst bei seinen botanischen Prachtwerken, ins« besondere bei dem in Folio herausgege« benen „Nortus ^otainous V5näodoQSn» sig" und bei den „lwutHy rariores Iiorti 8odöndrunn6NLi8". Nach Nag« ler verließ Scheidel — Nagler schreibt ihn Sche id l . Pa tuzz i v. Scheide! — im Jahre ^793 Wien. wohin er ging, meldet er nicht; da er aber nach Patuzzi in Wien gestorben, mußte er dahin zurückgekehrt sein. — Ein Jordan Scheidl (geb. 1728, gest. zu Wien 4. November 4780) war Historien« maler in Wien. Weiter ist'über ihn nichts bekannt. Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künst' ler.Lerikon (München i839, Fleischmann. 8«.) Bd. XV, S. i?0. — Patuzzi (Alerander). Geschichte Oesterreichs (Wien. A, Wenedikt, schm. 40.) Bd. I I , S. 3^2. — Katalog der MonatS «Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins (Wien. ll") t37l. Mai Nr. 569. Scheidele, Joseph (Doctor der Theologie, geb. zu Gratz 3. October 1735, gest. ebenda 23. April 1837). Nachdem er die Humanitätsclafsen in seiner Vaterstadt beendet, trat er im Jahre 1772 in den Orden der Gesell- schaft Jesu und nach dessen bald darauf erfolgter Auflösung in den Wcltpriester- stand über. I n demselben erlangte er die theologische Doktorwürde, versah die Seelsorge in seiner Vaterstadt als Cnrat und Vicar an der Hauptsiadtpfarre zum heil. Blute, wirkte als ausgezeichneter Prediger und Vorstand des Armemnstt- tuteS. Im Jahre 1792 wurde er Stadt- Pfarrer und Dechant zu RadkerSburg. anf welchem Posten er zwei Decermien durch seine Humanität, Wohlthätigkeit und seinen Patriotismus in segensvollster Weise thätig war. l8 l1 kam S. als Kreisdechant nach Straden. wurde 1812 Ehrendomherr und im Jahre 1843 wirk» licher Domherr deg Bisthums Seckau. Als solcher übernahm er die Zeitung deS Diöcesan-PriesterhauseS zu Grah. welche er bis 1823 versah. Im letztgenannten Jahre wurde er Dompfarrer und feierte am 17. August 1823 sein SOjährigeS Priesterjubiläum. Nachdem er noch im Jahre 1834 die Würde eineS Domcustos erlangt hatte, starb er im hohen Greisen- alter von 82 Jahren. Von feinen Vortreff, lichen Kirchenreden sind mehrere im Drucke erschienen, so die „Aebe bki dem leiblichen Nllnkteüje wegen i>eZ glücklichen Fartgang« der k. k. 3vllffrn"fGrab l789); —„Sllll Nlüln uün tirr Religion..." (ebd. 1789); — „Neüe um AllMlilbteste Naizer Frans II." (ebd. 1800); — „Ntde zur Aufmunterung patriotischer Gesinnungen" (ebd. 1891). I n feiner letztwilligen Anordnung errichtete er mehrere wohlthatige Stiftungen. Von seiner Wirksamkeit in RadkerSburg berich» tet ein Zeitgenosse: „Dort wirkte S. als Vermittler und Tröster zur Zeit der französischen Invasion, als gastlicher Hausherr, dem der jetzige schöne Pfarr« Hof sammt Garten seine Gestalt ver- dankt, als Gesellschafter und vielseitiger Hausfreund, als Hersteller der schönen Kirche, als thätiger Schulmann — wie dieß Alles in frommer Sage lebt und fortleben wird, bis die Generation er» löscht, welcher S. angehörte, deßwegen paßt auf ihn der biblische Spruch: »Daß sein Andenken in Frieden sein witd und seine Werke ihm nachfolgen werden". Sieiermärkische Zeitschrift. Redig, von Dr. G. F. Schreiner, Dr. Albert von Muchar, C. G. Ritter von Leitn er, A. Schrötter (Gräh, Damian u. Sorge, 8°.) Neue Folge. VII- Jahrgang (ts42). Heft !. S. 60. — Lebensbilder der Vergangen« hrit. Als Beitrag zu eineiit Ehrenspiegel der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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