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Sch einer nnner
des Comite'S der Mädchenschule des Ge«
werbevereinS. und bereicherte endlich die
Büchersammlungen deS Gewerbevereins,
des akademischen Lesevereins in Grah
und der dortigen Garnison, sowie das
Ioanneum in Grah und andere Samm«
lungen mit zahlreichen und werthvollen
Beiträgen. Für dieses vieljahrige ver-
dienstliche Wirken wurde S. mit ah.
Entschließung vom 28. Juni 1872 in
den erbländischen Adelstand mit dem
Ehrenworte „Edler von" erhoben. Zahl«
reiche gelehrte und gemeinnützige Ge«
sellschaften und Vereine würdigten S.'s
Verdienste durch Aufnahme in den
Echooß ihrer Mitglieder: so ward er
denn Ausschußmitglied des historischen
Vereins für Steiermark. Ehrenmitglied
des GeschichtsuereinS für Kärnthen. der
archäologischen Section des böhmischen
Museums und deS Vereins für nieder»
österreichische Landeskunde, correspondi-
rendes Mitglied der historischen Vereine
in Brunn, Laibach, Mainz. Regensburg
und Riga, des Alterthums'VereinS in
Wien, ordentliches Mitglied des Gelehr-
ten-AuSschufseg am germanischen Museum
in Nürnberg. deS steiermärkifchen Kunst»
Industrie« und deS dortigen Gewerbe-
Vereins.
A del stand s .Dip l om ääo. 29. August 1372.
— Oesterreichische Na tionfil.Encytlo»
pädie von Gräffer und Czikann (Wien
l83ü, Zo.) Bd. IV, S. 5l4. — Wappen. I n
einem rothen Schilde mit schmaler goldener
Einfassung ein pfahlweise gestürzter hölzerner,
eisenbespitzter Armbrustbolzen, zweifach um<
schlungen uon einer mit dem Kopfe linksge»
kehrten silbernen Schlange. Auf dem Schilde
ruht ein gekrönter Turnierhelm. von welchem
rothe, rechts mit Silber, links mit Gold un.
terlegte Decken herabhängen. Aus der Helm»
kröne wallen drei Straußenfedern, und zwar
eine rothe, rechts beseitet von einer silbernen.
linkS von einer goldenen.
Echeiner, Joseph (gelehrter Theo-
log, geb. zu Böhmisch.Leipa am 13. März 1798. gest. zu Wien am
12. August 1867). Dürfte derselben
Familie entstammen, welcher der in den
Quellen S. 172 erwähnte gleichnamige
Böhmisck-LeipaerBürgermeister Joseph
Scheiner angehört. Im I . 4813 bezog
S. die Prager Hochschule, an welcher
er bis 18l7 den Studien oblag, worauf
er in daS Priesterseminar zu Leitrneritz
eintrat und in demselben die theolo-
gischen Studien beendete. Mit besonde«
rer Vorliebe betrieb er die orientalischen
Sprachen. Am 24. August 1821 erlangte
er die Priesterweihe, und nun wurde er
in das Weltpriester-Bildungsinstitut zu
St. Augustin in Wien aufgenommen, in
welchem er bis 1824 verblieb. Alsdann
kehrte er in die Leitmeritzer Diöcese zu-
rück und wurde von Bischof Mi lde
»Bd. XVII I , S.301) mit der Lehrkanzel
des BibelsiudiumS A. T. und der orien-
talischen Sprachen an der Diöcesan«3ehr<
anstalt betraut. Im Jahre 1827 erfolgte
seine Ernennung zum k. k. Hofcaplan
in Wien. im Jahre 1831 erhielt er als
Nachfolger Ackermann's >M. I, S. 3)
deffen Professur an der Wiener Hochschule,
anfangs provisorisch, am 28. April 1333
definitiv. 24 Jahre war S. auf diesem
Posten thätig, bis er am 19. März 1853
zum Domherrn bei S. Stephan ernannt
wurde. Diese Stelle bekleidete er bis an
sein Lebensende, welches nach einer Rück»
kehr von der Visitation der Klosterschule
in Heiligenkreuz nach nur kurzer Krank«
heit im Alter von 69 Jahren erfolgte.
Im Jahre 1853 bekleidete S. die Würde
deS Rsotor maZliiüouL an der Wiener
Hochschule. Mit seiner lchramtlichen Thä«
tigkeit verband S. die schriftstellerische,
welche sich jedoch weniger in der Ver-
öffmtlichung selbstständiger Werke, als in
Redactionsarbeiten kundgab, obwohl
sein Nachlaß auch an ersteren ungcmem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Band 29
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sax-Schimpf
- Band
- 29
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1875
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 374
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon