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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 183 -
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Seite - 183 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29

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Schelivskn 583 Schelivsky die damalige Finanzkrisis sein Vermögen verlor, von nun an für sich und feine zahlreiche Familie durch Unterricht in der französischen und italienischen Sprache seinen Erwerb suchen, den er bei seiner im Jahre 1822 erfolgten Uebersiedlung nach Wien auch fand. Kar l besuchte hier. nachdem er in Gaya bei den Pia> risten Unterricht genommen hatte, die Schulen zu St. Anna und der Technik. Unter sehr drückenden Verhältnissen wandte er sich dem Studium der Padago« gik zu und trat auch in die Zeichen.Akü. demie ein. Unter dem damals schr vor« S. 383^ machte er gleichzeitig in der Lithographie glückliche Fortschritte. I n dieser Zeit lithographirte er das Porträt des DomscholasticuS I . N. Ebnet er und ein Heft Schönschriftvorlagen, die er dem Letztgenannten widmete. Auch als Kalligraph leistete S. Ausgezeichne« tes. Dieß zog die Aufmerksamkeit maß» gebender Persönlichkeiten auf den jutigen Schulmann, so daß er in seinem 20. Jahre als Lchrer an der Psarrhauptschule am Hof eine Anstellung erhielt. Im Jahre 1837 berief ihn Dkector Drack in seine Privathauptschule am Bauernmarkt in Wien, welche zu den besten jener Zeit gehörte uild namentlich von der Jugend der angesehenen Familien Wiens bcsucht wurde. Drei Jahre spater wurde S., nachdem Diiector Drack plötzlich gestor« ben war, mit.der provisorischen Leitung dieser Schule betraut, wozu des jungen Pädagogen bisherige Leistungen und die uneingeschränkte Anerkennung seineS früheren Directors die gerechte Veran- laffung boten. Im Jahre 4843 wurde S. zum bleibenden Director ernannt, nachdem der Fortbestand dieser Schule wegen des „josephinischen" Geistes, in dem sie geleitet wurde, und angeblich wegen der „allzugroßen Jugend" des neuen Leiters, der unläugbar in die Fußstapfen seines Vorgängers trat, von Seite des Conststoriums durch zwei Jahre in Frage gestellt wurde. Dieser Kampf, den der junge Mann zu beste- hen hatte, war übrigens Ursache, daß bei der Zweifelhaftigkeit über die Fort» dauer dieser Schule in genanntmIahren in sämmtlichen Classen nur 36 Schüler gezählt wurden, wahrend sie in den fpa« teren Jahrgängen meist über 600 auS- wies. Dabei muß erwähnt werden, daß sich für die Aufrechthaltung dieser Schule damals die angesehensten Bürger und Notabilitäten Wiens lebhaft und durch Gesuche thatsächlich interesfirten. S. ging nun mit aller Rührigkeit und einem Organisationstalente, das vor keiner Schwierigkeit zurückschreckt, an eine gründliche Verbesserung und Erweiterung seines Institutes. Im Jahre 1849 erhielt er von Seite der Statthalters in Aner» kennung seiner pädagogischen Verdienste die Bewilligung zur Errichtung einer Unterrealschule, in dem damaligen Wien. außer jener bei St. Anna. die einzige der inneren Stadt. 1839 kam nock die Einführung einer Oberrealschule hinzu und ward dadurch das Institut in eine Haupt« und eine vollständige Realschule getrennt. Dadurch waren für das In» stitut, welches ursprünglich nur drei Lehr« zimmer besaß, die ausgedehnten Räum- lichkeiten des ganzen dreistöckigen Hauses am Bauernmarkt (neben dem heutigen Bellegardehofj nothwendig geworden. In dieser Schule wurden bereits Lauti« rungSmethode, Anschauungsunterricht, Turnübungen, Unterricht in fremden Sprachen u. s. w. eingeführt, Unter« richtsmomente, welche in anderen Schulen erst viele Jahre spater Berücksichtigung fanden. Mit dieser durch Lehrmittel
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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