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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 187 -
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Schelle 187 Schelle die neuen Ausgaben des 2. Theiles und 4. Bandes des praktisch-theologischen Religionshandbuches von Schwarz, hueber; auch enthalten die Jahrgänge 4788—1792 der „Oberteutschen Litera« tur-Zeitung" viele Recensionen aus S.'s Feder. Hübner. Beschreibung der Haupt« und Ncsi« denzstadt Salzburg l?93, Bd. 31, S. 603. — Meusel (Ioh. Georg). Das gelehrte Teutsch« land (Lemgo l?84. Meyer. 8«.) Bd. VI I , S. 92. und Bd. XI I , S. 377. — Zauner's Verzeichniß aller akademischen Professoren zu Salzburg vom I . l728 un (!813). S. ?ö u. f. — Fautts?', s^iHduL lisotoruin N«3ni5eo. i-urn IIniv6riiit2.ti8 6uU3dui'36N8i8, p. 20 ot s. — Neueste S ta ats anzeig e n, Bd. I I , Stück 1 l , S. l21: „Apologie des Universi. täts-Rcctols A. Schelle gegen einen Unge- nannten". Schelle, Karl Eduard (Schrift- steller, geb. zu Biesenthal, einer kleinen Stadt unweit von Berlin, am 31. Mai 1816). Der Vater war prote- stantischer Geistlicher in dem Orte und hatte den Sohn ebenfalls zur Theologie bestimmt. Von ihm erhielt dieser den ersten Unterricht in den Wissenschaften, im Clavierspiele, und zwar als Kind zunächst von der Mutter, dann später von dem Cantor und Organisten der Stadt, der ihn auch die Elemente der Harmonie lehrte und, nachdem eine ge» wisse Fertigkeit auf dem Clavier erlangt war. aus die Orgelbank setzte. Schon früh hatte sich bei dem Knaben eine cnt- schiedene Neigung zur Musik entwickelt, und zwar derart, daß sie häufig mit den Wünschen und Absichten der Eltern in Gegensatz kam. Dieselbe erhielt noch mehr Nahrung in Potsdam, wohin ihn die Eltern gesandt hatten, um sich am dortigen Gymnasium für die Universi- tät vorzubilden. Hier erweiterten sich unter den Einflüssen des MusikdirectorS Schartl ich seine Kenntnisse in der Mufik, und der damals dort bestehende Singverein, wo er häufig bei den Uebun» gen und Proben das Accompagnement am Clavier übernehmen mußte, bot ihm zugleich die Gelegenheit, im Partiturspiele sich zu üben und mit den hervorragenden Werken der classischen Kirchenmusik ver« traut zu werden. Einen tiefen, unauS« löschlichen Eindruck machte auf ihn daS Orgelspiel Friedrich Schneider'S, der aus Dessau zur Leitung eines Musikfestes herübergekommen war und sich bei die« fer Gelegenheit mehrmals hören ließ. Der schon srüher erfolgte Tod des Vaters und die Umstände nöthigten ihn, nach Berlin zu übersiedeln, wo er am Gym» nasium, genannt das „Graue Kloster", seine Gymnasialbildung vollendete. An diesem Gymnasium fand die Musik eine besonders liebevolle und sorgsame Pflege, und alljährlich fanden hier größere musi> kalische Aufführungen mit Orckefterbeglei» tung Statt, zu welchen meist Händel« sche Oratorien und die Motetten Bach'S gewählt wurden und an denen sich auch die ersten Künstler der Stadt betheiligten. In Folge dieser Eindrücke wurde in ihm der schon langst gehegte Wunsch, sich auS> schließlich der Musik zu widmen, zum festen Entschlüsse. Nach beendetem Gymnasium bezog er die Universität in Berlin, stu« dirte hier Philologie und Theologie und nahm zugleich mehrere Jahre hindurch Unterricht in der Composition bei dem damals als Muflktheoretiker so berühm» ten Professor Marx. Eine genaue Selbst- prüfung indeß überzeugte ihn bald, daß ihm die eigentlich schöpferische Kraft abgehe und so übernahm er nach vollen» deten Universitätsstudien eine Hauslch< rerstelle bei einer adeligen Familie nahe bei Berlin und gedachte, sich spater als Docent der Aesthetik und Musikgeschichte an der Berliner Universität zu habilitiren.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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