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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
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Schenk 200 ' Schenk wohnte; im Jahre 1789 für daS alte Theater auf der Mieden die Oper: „Das unterwchrne Feewt"; 1790: „Vll3 Singspiel chne Mel", und 1791: „Nrr Grntekranz". auch diese beiden Opern für die vorge- nannte Bühne. I n den Jahren 1792 und 1793 schrieb S. zwei Symphonien und mehrere Concerte für Blasinstru« mente. Den Sommer über bis in den Spätherbst 1794 brachte S. auf den Herrschaften des Fürsten Karl Auers» perg zu. für deren Hausbühne er zwei Operetten componirte, deren Namen nicht bekannt sind. Im Jahre 1793 schrieb er für Freiherrn von Braun, der damals das Kärnthnerthor>Theater unter sich hatte, die Oper: „Zchmet und Älmanzine", welche am 17. August aufgeführt wurde; im folgenden die nachmals auf allen Bühnen Deutschlands so oft gegebene und so beliebt gewordene Operette: „Ner Zurfburbier", welche am 6. November g. I . zum ersten Male aufgeführt wurde. Im I I . Jahrgange des musikalischen, von Dr. August Schmidt herausgegebenen Albums „Orpheus" gibt Fr. Treitfchke in dem musikgeschichtlichen Aufsahe: „Die Zauberflöte, Der Dorfbarbier und Fi« delio" die Geschichte dieser Oper, welche bei ihrer ersten Aufführung vornehmlich durch We inmü l l e r ' s und Bau« m a n n's treffliche Darstellung einen glänzenden Erfolg feierte. Nach einem für den kaiserlichen Hof componirten Singspiele nebst Pantomime, welche am 18. October 1798 in Laxenburg zur Auf- führung kamen, schrieb S. noch im Jahre 1799 die zweiactige Oper: „Nie Jagd", Text vonWeiße, aufgeführt im Kärnth» nerthor.Theater; — „Ner VettclZtndent" und ,Nlr FllSZbindlr", diesen nach dem Texte eines alten französischen Singspiels. Mit dem «Faßbinder", dessen Manuscript in Trag's Musikalien-Katalog angeführt steht, schloß S. die Reihe seiner dramati< schen musikalischen Kompositionen. Nach einer langjährigen Pause trat er im Jahre 1819 mit zwei für die Gesellschaft der Musikfreunde componirten Kantaten: „Nie Huldigung" und „Nrr Mai" noch ein« mal vor das Publicum, beide wurden von der genannten Gesellschaft im k. k. großen Redoutensaale aufgeführt. Mit diesen Werken verschwindet der durch seine außerordentliche Bescheidenheit lie- benswürdige Componist. der wohl einen musikgeschichtlichen Essay verdiente. Im Leben war S. ein Mensch von seltener Bescheidenheit, dem seine Unabhängigkeit über Alles galt, daher er auch jede feste Anstellung. die zu erlangen ihm nicht schwer gefallen wäre, fast ängstlich ver- mied. Ein friedliches, stilles Privatleben erschien ihm das köstlichste; Zurückgezo» genheit aus dem geräuschvollen Welt» getümmcl. ein traulicher Umgang mit wenigen, aber gleichgesinnten Kunst« genoffen galt ihm als beneidenswerthestes Zoos, und so geschah es auch. daß dieser so beliebte, seiner Zeit viel genannte Componist, als er im hohen Alter von nahezu 77 Jahren starb, unbeachtet den Schauplatz der Welt verließ. Was Alles von S.'s Compositionen im Drucke er» schien. weiß ich nicht zu sagen; sein „Dorfbarbier" kam im Clavierauszuge gestochen im Jahre 1798 zu Hamburg bei Meyn, in neuerer Zeit bei PH. Reclam in Leipzig mit vollständigem Dialoge heraus; auch ein Rondo aus einer seiner Opern für Sopran mit Orchester» begleitung gab Andr6 in Offenbach heraus, und die Schik'sche, nachmals Witthauer'sche „Wiener Zeitschrift" brachte noch wenige Jahre vor seinem Tode, im Jahrgange 1831, mehrere Lie« der»Compositionen S.'s, darunter: „Das Rosenband", vonKlopstock, „Lied eines
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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