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Schenk 20 l Schenk
Mädchens" (Nr. 73 u. 43t). Hinsicht-
lich der oberwahnten Generalbaßstunden.
welche S. Beethoven gab, erscheint
das Nachfolgende erwähnenswerth. Als
Beethoven im Jahre 1792 nach Wien
kam. empfahl ihnAbb6Gelinek^Bd.V,
S. 128^ an Schenk, da Haydn seiner
vielfachen Arbeiten wegen sich nicht allzu-
sehr (mit Beethoven) beschäftigen
konnte. Dieses Verhältniß Schenk's zu
Beethoven mußte aber, um Haydn
nicht zu beleidigen, geheim gehalten wer»
den, und so geschah es denn auch, daß
es lange Zeit ganz unbekannt geblieben
ist. Auch sei der Vollständigkeit halber
erwähnt, daß die beiden Operetten: „Die
Weinlese" und „Weihnacht auf dem
Lande" , womit S. seine musikalische
Laufbahn betrat, lange Zeit ohne seinen
Namen gegeben wurden.
Curiositäten« und Memorabilien« Lexikon
von Wien. Von Realis, herauSg. von Anton
Köhler (Wien 4846. gr. s°.) Bd. I I , S. 304
sonach diesem gest. 29. November 1836). —
Allgemeine Wiener Musik.Zeitung.
Von vi'. Aug. Schmidt (4°.) Jahrg. 1842.
S. 628. in den „Geschichtlichen Rückblicken",
und 1844, Nr. 40, im Artikel: „Der Dorf.
barbier", Anmerkung ^nach jenen gest. am
29. December <836 und nach der Anmerkung
gar schon am 29. Dec. l826). — Gerber
(Ernst Ludwig), Neues historisch>biographi<
sches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig l8l3,
A. Kühnel. gr. 8".) Bd. IV, Sp. 49. -
NeuesUniversal« Lexikon der Tonkunst.
Angefangen von Dr. Julius Sch lad ebach,
fortgesetzt von Ed. Bernsdorsf (Dresden,
Nob Schäfer, ar. 8°.) Vd. I I I , . S. 460. -
Meyer (I.), DaS große Conoersations.Leri«
kon für die gebildeten Stände (Hildburghaufen,
Bibliogr. Institut, gr. 8".) Zweite Adtheilg.
Bd. VII , S. 6li). Nr, 3.
Schenk, Karl (Arzt und Fach.
schriftsteller, geb. zu Hradisch in
Mähren 24. Jänner 4763, gest. zu
Baden nächst Wien im Jahre 4830).
Sein Vater war ein wohlhabender Kauf»
mann in Hradisch. Der Sohn beendete das Gymnasium, die humanistischen und
philosophischen Studien in Olmütz, wor»
auf er die Wiener Hochschule bezog, an
welcher er den medicinischen Studien
oblag und nach deren Vollendung die
Doctorwürde erlangte. Nun nahm er
in Baden nächst Wien seinen bleibenden
Ausenthalt, übte daselbst die Praxis aus,
erhielt das Landschaftsphysikat, die Auf«
sicht über die dortige WohlthatigkeitS-
anstatt, und nachdem er in den Jahren
1806. 1809 und 1810 bei den damals
herrschenden epidemischen Krankheiten
vortreffliche Dienste geleistet, in Aner«
kennung derselben den Charakter eines
k. k. Sanitätsrathes. Als er in den
Kriegen Oesterreichs mit Frankreich auch
den verwundeten französischen Soldaten
die angelegentlichste Sorgfalt und Pflege
hatte angedeihen lassen, ließ ihm Kaiser
Napoleon durch seinen ReichSmarschall.
den Herzog von Fr iau l . 300 Napo.
leonsd'or einhändigen. Schenk widmete
den Badner Quellen ein eindringliches
Studium und veröffentlichte über diesel»
ben, wie über die localen und klima»
tischen Verhältnisse dieses CurorteS meh.
rere Schriften, deren Titel sind: „Zlbhand-
lnng uan den Väilern der StM Vaüen, nebst
zmeijähriger Beobachtung nber ilie VurgeküMNenen
Arlltilcheiten der NabeMe" (Wien 179t.
neue und vermehrte Auftage 1799, später
1823. gr. 12«.); — „Kurze Beschreibung
der warmen Muellen und Niider tier Stadt Bullen,
sammt der Anleitung zll deren gehörigem Ge-
brauch" (ebd. 1794);— „Guschrnliuch tür
t>ie VadeMte Nadens, nebZt einer Beschreibung
der kataniZcheli Gewächse iler umliegenden Ge-
gmi," (ebd. 1804, mit 4 K. K. und
1 Karte, 8".); — „Anweisung zum inneren
Oebrunch des Nadnir schwefelMSsers" (ebd.
1824. 12".); — „Teber d°2 Vadner
ZchmeielmllL2er" (ebd. 1827). I n Gemein-
schaft mit dem bekannten Badner Arzt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Band 29
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sax-Schimpf
- Band
- 29
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1875
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 374
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon