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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 205 -
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Scherak 203 Hcherer erliintrrten allgemeinen Mrichtsarünnng" (ebd. i 783. 8".); — „ Gllänterte Insti^instrurtilln" ftbd. 1788. 8».); — „Vollständiges iße- setzleiikan iilier die allgemeine cßerichtsuril- nung nnd IuZti^nZtructilln, welche seit tier Ke- gitrnng weil. Kaiser Joseph II. . . . ergangen sind" (Prag und Wien 1792. Schön- feld. 8o.). und gemeinschaftlich mit Or. Ambrozi gab er in neuer Bearbeitung mit verschiedenen Declaratorien und No» vellen vermehrt heraus: „Ner rüm. k. auch n^ Hnngarn und Nähmen K. Majestät Ferdinand! de°l andern urrnenerte Ullndesardnnng deroselden Orbköuigreichs Näheim . . . Nebst der Nergwerkuergleichung im Königreich Nüheim. Nessgleichen St. Wenzels Vertrag. Ohril 1" (Prag 1796, Mangold, 8".). Bei seinem im Alter von 63 Jahren erfolgten Ab- leben hinterließ er mit letztwilliger Ver- fügung sein Vermögen zum Besten einer Spitalstiftung in seiner Vaterstadt Kla. dräu im Pilsner Kreise, und wurde das aus seinen Mitteln neuerbaute Bürger« spital im Jahre 1833 eröffnet. Oesterreichische Nat ion al»Encyklopä« die von Gräffer und Czikann (Wien ll>3ü, 8°.) Bd. IV, S. 324. Scherak, Eduard (Steinschneider und Elfenbeinschnitzer). Zeitgenoß. Arbeitete zu Anbeginn derVierziger.Iahre in Wien, wo er auf der Laimgrube 45 sein Atelier hatte. Im Jahre 1842 waren in der Iahres'Ausstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna von seiner Hand zu sehen: „Pal- nische Handelsleute" , in Kehlheimer Stein geschnitten; — „Nacchns nnd Satyr", — „Ohristns" und eine „Madonna", die letzten drei sämmtlich in Elfenbein geschnitzt. Ueber Lebens» und Bildungsgang dieses Künstlers liegen keine Nachrichten vor, und weder Nagler im „Allgemeinen Künsüer-Lcrikon", noch Tschischka. Schlager, Dlabacz, Patuzzi u.A. kennen seinen Namen, der auch in kcinem andern Kunstkataloge mehr aufgesührt erscheint. Katalog der Iahres'Ausstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (so.) l842, S. 22, Nr. t l ; S. 23, Nr. 22. 23, 24. Scherer, auch Echerrer, Anton (Componift. geb. in Niederöster« reich, Geburtsort und Jahr und Todesjahr unbekannt). Lebte in der ersten Hälfte des laufenden Iahrhun« derts. I n seiner Jugend dem Lehrfache sick widmend, erwarb er stch zugleich musikalische Kenntnisse, und sein Musik« talent ermöglichte es ihm, nicht nur die Streichinsirumente. sondern auch die Blasinstrumente correct zu spielen. Um sich noch weiter auszubilden, begab er sich nach Wien. wo er bei Förster Dd. IV, S. 273) Unterricht im Gene- ralbafse nahm, zugleich aber suchte er eine Anstellung im Staatsdienste zu er» langen, welche ihm auch in einem der Kanzleiamter der damaligen vereinigten Hofkanzlei — heute Ministerium des In» nern — zu Theil wurde. I n der Folge mußte er aus pecuniaren Rücksichten, oa ihn seine aufopfernde und hingebende Kunstliebe zu Auslagen verleitet hatte, welche seine Kräfte weit überstiegen, einen Diensttausch — nach St. Polten — ein» gehen, wo er, wie sein Freund u.nd Bio« graph Dr. August Schmidt berichtet, wahrscheinlich unterging, da sein Name im Verlaufe der letzten dreißig Jahre nicht mehr genannt wurde. Sein vorerwähn» ter Biograph schildert S. als ein söge» nanntes Universalgenie, daS wie Wenige es verstand, mit dcr Zeit hauszuhalten. In seinen berufsfreien Stunden widmete er sich der Kunst, gab Unterricht in der Musik, machte die Geschäfte der ver> schisdenen Vereine ab, deren Leiter oder
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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