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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 210 -
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Scherer 2t0 Schcrer die Theilnahme für den biS dahin wenig berücksichtigten Gegenstand allmalig zu wecken verstanden. Fitzinger steht nicht an, zusagen: „Scherer sei in gewisser Beziehung für Oesterreich das gewesen, was sein würdiges Vorbild Blumen« dach für Deutschland war". Scherer erreichte das seltene hohe Alter von 89 Jahren. Mehrere gelehrte Gesellschaf- ten hatten ihn in den Schooß ihrer Mit» glieder aufgenommen, und als im Jahre 1808 Kaiser Franz I. den Leopold- Orden stiftete, befand sich S. unter den Ersten, welche mit diesem Ehrenzeichen geschmückt wurden. Im Jahre 1811 erhielt S. für sich und seine beiden Brü- der Jose pH 15 d.Folg.^ und Andreas. Oberstlieutenant in der Armee, den erb» ländischen Ritterstand. Wiener Zeitung l844. Nr. 137- Nekrolog, von Fitzinger ^a:ick abgedruckt im „Nmen Nekrolog der Deutschen", XXII . Jahrgang (l844). S. 333. Nr. 109). — Oesterrei. chische National» Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 4835, 8».) Bd. IV, S. 524 sonach dieser geboren am 26. Juni 1736). — Poggendorff ( I . C.), Biographisch'literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der eracten Wissenschaften (Leipzig 4839. I . Ambr. Barth. gr. 8«.) Bd. I I , S. 787. — Porträt. Nobel x.. v. N ad m a n S. dorf lith. (Fol.). Echerer, Joseph Ritter von (Arzt und Anatom, geb. im Jahre 1750, gest. zu Wien 10. October 1844). Bru- der des Johann Bapt. Andreas Ritter von S. ^s. d. Vorigen^, widmete sich gleich diesem dem Studium der medi» cinischen Wissenschaften, schlug aber die militärarztliche Laufbahn ein, auf welcher er im Jahre 4806 die Professur der Phy. siologie und pathologischen Anatomie an der medicinisch.chirurgischen Josephs' Akademie erlangte. Zuletzt bekleidete er die Stelle eines k. k. Stabsfeldarztes, wurde k. k. Rath und Vicedirectoi der Iosephs'Akademie. Durch ein großartl- ges Werk, welches eine treue Beschrei« bung der berühmten Wachspraparaten« Sammlung des Iosephiniums enthalt, hat er sich in der wissenschaftlichen Welt ein bleibendes Andenken gestiftet. Der Titel dieses Werkes lautet: „Zlnatamische Originlll-Ollbrllrn, nach der Natnr nezeichnet, gemalt nnü grarömt nach ?>rr 2qZtemati5chrli Ginthrilnng tter MllchsprllMllten-SllMmlung der K. K. Jasephs-Akabemir in Mrn" , auch mit lateinischem Titel: 7-sa sto. etc.". 1. bis 3. Band u. 6. Band Suppc..Bd.. mit 302 Kupfertafeln, gest. von P. I . Weindl (mit latein. u. deut» schem Texte) (Wien 1817—182 l. Gerold Leipzig. Fr. Fleisches. Fol.. 470^ Rthlr.). Sckerer, dessen Wirken als Lehrer und Feldarzt Würdigung fand, ist zugleich mit seinen beiden Brüdern, dem schon genannten Johann Bapt. Andreas und Andreas S., damals Oberstlieutenant im k. k. Infanterie-Re« gimente Fürst Reuß«Plauen, in den erb« landischen Ritterstand erhoben worden. Meyer (I.) . Das große Conocrfations. Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburg» hausen. Bibliogr. Institut, gr. s".) Zweite Abtheilg. Bd. VII, S. 632, Nr. 4. Scherer, Wilhelm (deutscher Sprach, forscher, geb. zu Schön born in Niederösterreich um das Jahr 1840). Erhielt seine erste Ausbildung am <Wie- ner akademischen Gymnasium und zeigte schon als Zögling desselben vorherr« schende Anlage für historische und phi> lologische Studien. Indem er dann in den Jahren 1858-1860 die Vorträge an der Wiener philosophischen Facultat hörte, begab er sich im letztgenannten Jahre nach Berlin und erlangte darauf im Mai 1862 zu Wien die philosophische
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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