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Capitel im Jahre 4830 zusammentrat
und die Thaten seiner Helden sorgfältig
prüfte, wurde auch S. der höchsten
militärischen Auszeichnung würdig be«
funden. Die feierliche Verleihung fand
am 2. April g. I . öffentlich vor der ge-
sammten Garnison und den Zöglingen
der Ingenieur, und Neustädter Akademie
auf dem Glacis zwischen dem Burg-
und Schottenthvre statt und es kam der
interessante, bisher wohl einzige Fall
vor, daß am nämlichen Tage Vater und
Sohn dasselbe Ehrenzeichen aus den
Händen Sr. Majestät empfingen. Im
Juli 1833 rückte S. überdieß außer seinem
Range zum Rittmeister im 9. Uhlanen.
Regimente Fürst Liechtenstein vor. Im
Jahre 1860 trat Freiherr S. mit Ma-
jorS-Charakter in Pension und lebt der-
zeit in Prag. Er ist seit 46. Juni 1831
vermalt mit Maria Isabella Gräfin
Hartmann.Klarstein (geb. 23. No>
vember1823), aus welcher Ehe ein Sohn
Oswald (geb. 24. März 1838). der-
malen Zögling des TheresianumS, und
vier Töchter entstammen.
Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär«Maria The»
resien.Orden und seine Mitglieder (Wien 1857,
Staatsdruckerei. kl. 4«.) S. 1699 u. 1?ä4.
— Oesterreichischer Soldatenfreund
(Wien. 4».) IV. Jahrg. (1851). Beilage zu
Nr. 71: „Gedicht".
Echerjion von Kronenstern, Oswald
Freiherr (k. k. Oberst . Ritter des
Maria Thereflen-Ordens. geb. zu Gra»
diska in Friaul 12. November 1789,
gest. zu Prag 22. Mai 1864). Trat am
16. December 1806 als Gemeiner in da5
Infanterie - Regiment Nr. 26, damals
Erzh. Ferdinand Karl d'Este, aus wel-
chem er am 16. März 1807 in das 4. Ar-
üllerie» Regiment und aus diesem am
1. März 1809 in das Bombardiercorps
überseht wurde. I n diesen beiden Trup» penkörpern machte er die unteren Char<
gen durch und rückte am 16. December
1818 zum Unterlieutenant im 2. Feldar-
tillerie-Regimente vor. I n diesem wurde
er am 18. September 1822 Oberlieute.
nant, kam als solcher im Februar 1831
in das 4. und aus diesem am 11. Sep.
tember 1831 in das 2. Feldartillerie.
Regiment zurück. Am 16. September
1835 wurde S. Capitän'Lieutenant, am
1. November 1837 Hauptmann im
I.Feldartiuerie-Regimente; am 6. März
1848 Major im 3. Feldartillerie-Regi-
mente. am 28. September 1849 Oberst-
lieutenant im 2. und am 13. August 1830
Oberst im 1. Feldartillerie-Regimentc.
Zwei Jahre später wurde er nach 46jah«
riger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt.
I n diese Dienstzeit fallen mehrere Waf.
fenthaten. für welche der Held zu wieder»
holten Malen in ehrenvollster Weise
ausgezeichnet wurde. Im Feldzuge deS
Jahres 1809 und in den Befreiungs»
kriegen der Jahre 1813,1814 und 1813
zeichnete er sich im ersteren in allen
Gefechten bis NegenSburg, dann bei
Aspern am 21. und 22. Mai, und bei
Wagram am 3. und 6. Juli, in letzteren
bei Dresden am 26. und 27. Juli. bei
Kulm am 30. August und 17. Sep.
tember und bei Leipzig am 18. Octo«
bec 1813 aus. I n der Völkerschlacht
bei Leipzig, damals Feuerwerker im
Bombardiercorps, führte er auS eigenem
Antriebe im entscheidenden Augenblicke
eine Batterie gegen die Franzosen vor,
verlor das Pferd unter'm Leibe, erhielt
eine Kontusion am rechten Arm und Fuß
und blieb dennoch zu Fuß bei der Bat«
terie bis zur Beendigung der Schlacht.
Er erhielt damals für sein wackeres Ver«
halten am 20. October 1813 die silberne
Tapferkeitsmedaille. Wahrend der langen
darauffolgenden Friedensepoche diente er
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sax-Schimpf, Band 29
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sax-Schimpf
- Band
- 29
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1875
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 374
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon