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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 108 -
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Seite - 108 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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) Eduard 108 öN) Eduard höchsten Ziele der Musik kennen. Sin Specialität im Cngelsberger MuMebei war die um 1830 gegründete Liedertaf> WaS im Kreise der Literatur für Männer gesang Gutes bestand und was an Nov täten erschien, in Gngelsberg wurde e eifrig aufgenommen. Da nun Schön' Vater „den Grund, und Eckstein de Liedertafel", wied'Elvert schreibt, bil> dete, so fügte es sich von selbst, daß sein Sohn Eduard, ein fröhlicher Studio sus, frühzeitig und recht vom Grund aus auf dem Gebiete des Männergesan ges, wie er in Feld und Wald und bei frc,hem Mahle in aller Heiterkeit zu ertönen pflegt, heimisch wurde. Das Beste, was S. später geschaffen, nament lich der zwischen tiefem Ernste und feinem Scherze schwebende Humor vieler seiner musikalischen Kompositionen, läßt sich direct auf diese in seiner glücklichen Iu gendzeit empfangenen Eindrücke und An legungm zurückführen. Was die Theorie der Musik betrifft, so ist S. Autodidakt, er studirte zunächst die instructiven Lehr> bücher Reich a'g ^Bd. XXV, S. i . ^ und suchte sich alsdann durch Studium der großen Meister in der Musik und cm eigenen Versuchen und Arbeiten fort» zubilden; dabei begünstigte ihn der glück. liche Zufall, daß, während erBerl ioz' Instnimmtationslehre siudirte, ihm ein kleines, aber compsetes Orchester zur Ver> fügung stand. Nie beabsichtigend, in die OeffentUchkeit zu treten, versuchte er sich doch in fast allen musikalischen Formen, kehrte aber immer mit Vorliebe zum mehrstimmigen Chorgescmge zurück. Wäh- rend seiner Studienzeit in Olmütz,- in den Jahren i834^l84S, fand er nament» lich in dem Hause des reichen und frei- sinnigen I . C. Machanek. mit deffen Sohne C. Machanek (jetzt Advycat und Landtags-Abgeoidneter) S. sich be- freundete, in musikalischer Richtung maw nigfache Anregnng. Im Hause Macha« nek's wurde edle Musik, namentlich Schubert gepflegt, mancher berühmte Künstler fand sich in demselben ein und S. bildete sich in jener Zeit ftin „eigenes Streichquartett", worin er bald die erste Violine, bald das Violoncell traktiren mußte, und sein eigenes „Vocalquartett". Damals trat er auch zueist mit seinen eigenen Compositionen auf. Als er dan» behufs seiner juridischen Studien nach Wien übersiedelt?, lernte er 184<> in den Hörsälen der Wiener Aula Eduard Hanslick kennen, mit dcm ihn bald innige, heute noch, nach 30 Jahren, unge» schwächt fortdauernde Freundschaft ve» band. Als beredter Ausdruck dieses Freund» schaflöbündnifses mag wohl, die Wit>,< mung an Schön gelten, welche Hans» lick seiner „Geschichte des Concertwesens in Wien" voranschickt. NachS.'s eigenem Geständnisse will er das beste, was er im Gebiete der Musik weiß und kann, diesem einfühligen Musikkritiker, insbesondere die größere Fähigkeit, Selbstkritik zu üben, ihm verdanken. Im Jahre 1886 wurde G. in das Directorium der Ge> ellschaft der Musikfreunde in Wien ge« wählt und dort kam er mit Herbeck ). VI I I , S. 32!^, dessen Stern da» nalö gerade im Aufsteigen begriffen war, u Berührung. Die neuere Richtung im Concertwesen, welche Hans l i ck im Feuilleton der „Presse" vrotegirte, half S. mit mehreren Gesinnungsgenossen im Directorium, dem Concertdirector Her» eck, zum Durchbrüche zu bringen. In ieser Stellung, in welcher S. vielfache üniegung erhielt und manchen Blick in >ie Werkstätte der Kunst that. blieb S. ehn Jahre, bis 1866, thätig. Wie schon eikt, war S. bereits zu jener Zeit, Is er sein eigenes Streich» und Vocal-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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