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Schönach 118 Schömu
nach einem Gemälde »°n Donato Mas ca.
gni, bekannt unter dem Namen Fra Arse>
nio, „Simson und D°llla" uocstellend, den
ersten auswärtigen Preis (goldene IN Duca
ten schwere Medaille) und das Accessit zu
diesem Preise mit 23 Gulden erhalten habe.
sT schi sch la (Franz), Kunst und Alterthum in
dem österreichischen Kaiserstaale (Wien 1838,
Neck, gr, 8°,) S, 39?.^> — 4. Iorenz Schön,
Maler und Radirer der Gegenwart, von dem
einzelne Arbeiten, Oelbilder und Radirungen
aus den jährlichen Kunstausstellungen bei
St. Anna und aus einigen Privatsammlun.
gen bekannt sind, so z. V. aus der Jahres»
Ausstellung bei St, Anna 1847: „Waldge-
gend" (60 fl.); — „Augegend" (60 fl,); —
1848: „Landschaft bei Abendbeleuchtung"
(73 f!.)i — „Landschaft bei Moigenbeleuch.
tung" (80 fl.),' — 1820.- „Am Plattensee":
— „Nächst dem Lusthause im Pratec" und
drei Landschaften nach der Natur, letztere
drei sämmtlich Radirungen. Von anderen
Arbeiten dieses geschickten, die Rabirnadel
mit großer Meisterschaft behandelnden Kunst,
lers find mir bekannt: „Parthie aus dem
Plllter zur Zeit der Ueberfchwemmunn im
Jahre 1843; — „Ansicht bei Nußdorf" i —
„Ansicht bei Waaram"; — „Landschaft bei
Erobern", drei radirte Blätter (in Qu. i°,);
— „Parthk bei Rothneusiedel" (kl. Qu, F°l.);
— „Gegend bei Lichteneck",- — „Gegend bei
Fllrchtenstein" (kl. Qu. Fol); — „Ideale
Landschaft", nach C. Wörndle. Radirung
für da« Wiener Künstler-Album: — 2? Bläl.
. ter „landschaftliche Radirunge»", welche in
der deutschen allgemeinen und historischen
Ausstellung zu München <m Jahre 1838 zu
sehen waren. Ueber diesen Künstler, der doch
seit etwa zwei Decennien arbeitet, dessen Nll>
dirungen einen feinen landschaftlichen Sinn
und eine höchst glückliche Hand in Behand-
lung der Radirnadel bekunden, schweigen son>
derbarer Weise sämmtliche Kunstlexila und
^.sonstigen Werke, welche österreichische Künstler
näher würdigen, ^Kataloge der Ial)reS<AuZ>
stellunZen in der l, l. Akademie der bildenden
Künste bei St. Anna in Wien (8°,) 18<7,
S, 16, Nr 224; S, 17, Nr. 231; 1848, S, 17,
Nr. 232 u. 26L; 185», S, 4. Nr. 19, 20 28-
S. 5, Nr, 3l>.)
Schönach. In dieser Schreibart er.
scheint irrig im Feuilleton der „Presse"
(Wiener polit. Blatt) 1863, Nr. 60, im Artikel: „Bilder aus der Provinz. Inns»
brück und die Innsbrucker. I I I .", von
H. A. H., der philosophische Schriftstel-
ler Georg Schenach, dessen Lebens»
skizze bereits im XXIX. Bande, S. t97,
mitgetheilt wurde. Der Feuilletonist der
„Presse" schreibt: „Schönach (sW), der
zugleich Philosoph und katholischer Prie»
ster sein wollte, verscholl nachträglich als
Professor und Leibphilosoph Thun's zu
Wien". Schenach ist bereits 1839 ge>
storben. — Ein Alois S
ch önach ist ein
geschickter Orgelbauer, der zu Anfang der
Sechziger>Iahre zu Rankweil in Vorarl»
berg seßhaft war und im Jahre 186l>
eine Orgel in Ischgl, Gericht Landeck,
von neunzehn Registern, die schon dem
Verfalle nahe war, vollständig und
musterhaft hergestellt hat.
Bote für Tirol und Vorarlberg (Innsbruck)
186l, Nr, »», in der Rubrik: „Kunst".
Schiiiillll, Johann (Schauspieler
und Fachschriftsteller, geb. zuWien
um das Jahr 1818). Beendete in Wien
die philosophischen und juridischen Gtu-
dien und arbeitete dann in der Kanzlei
eines Advocaten. Da es ihm in dieser
Stellung nicht behagte, ging er zm
Bühne und begann seine theatralische
Laufbahn im komischen Fache im Hiehin>
ger Theater. Von da begab er sich nach
Preßburg und im Jahre 1840 gastirte er
im Theater in der Veopoldstadt als Knie»
riem inNestroy'ö „Lumpacivagaoun«
duö", ein Wagniß, so lange der uner-
reichte Darsteller dieser Rolle, Nestroy,
lebte und sie selbst spielte, daS nicht zu
S.'s Vortheil ausschwg. Von 1844 bis
1880 war S. an der Gcatzer Bühne
thätig und als Darsteller von Charakter»
rollen ein beliebtes Mitglied. Von Gratz
kam S. in das von Megerle dirigirte
Iosephstädter Theater in Wien, wo er
wohl über hundert Male in dem damali»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon