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Schönau
Wrede, wie auch der bayerische. Gene-
ral-Major Graf Deioy ihn in einem
besonderen Zeugnisse deßhalb aiirühmten.
Johann Nepomuk rückte zuletzt zum
Oberstlieutenant vor und trat als solcher
in den Ruhestand über.
Freiherrnstands.Diplom für Johann
Ritter von Schönau äöo. Wien 27. Jänner
1819.
Zur Veneawgie »er /«iherren von Schö-
nnu. Die Freiherren uon Schön au — wohl
z» unterscheiden von der gleichfalls österrei'
chifcken zreihennfamiüe Schönau.Wehr
— sind ein altes böhmisches Geschlecht, das
leine StaumireMet bis zu Anfang des sechs»
zehnten Jahrhundert« zurückführt, in welchem
der Kämmerling Wenzel Vincenz von
Scönow im Iah« 1534 in der böhmischen
Abellmatiitel als Ritter aufgeführt wird.
Von da ab findet sich ein und der andere,
Schönau in den öffentlichen Urlunden; so
gibt in einer im Jahre N43 am Sonntag
nach Christi Himmelfahrt geschehenen Einlage
Wictorin Wikhart uon Schönau die
Lrllnrung, daß er sein Nut Kaleh, welches
seine Vorfahren seit 20l» Jahren im Besitze
halten, von seinem Bruder nbernomnien habe.
— Im Jahre 1583 wurde dem Georg uon
Schönau und seinen Drei Söhnen Johann»
Isaias und Nikolaus dns böhmische In,
colat verliehen. — Ernst Bernhard uon
Bsönow starb 20. Mai <585 und liegt in
der Pfautilche zu Meim'h im Snntzei Kreise,
einer ehemaligen Besihunn von ihm, begraben.
— «589 ist Ehristoph Ssen uon Ssen
auf Kosiomlet unter den Rittern und Ma>
diken zu finden. — Arnolf Schön von
Schönau brachte !L2U die schwarzen Kloster«
dörfer Auporz und Poradicz, sowie Georg
Wilhelm von Schöna » 12, December <6V«
das Gut Schönlied ini ehemaligen Vlbogener
Kreise käuflich an sich. — Den vermöge der
ljllnde«ordnung uon den höheren Ständen zu
leistenden Erbhuldigungs'liid haben geleistet:
Ghristian Erdmann und Wolf Jul ius
1L79, Adam Christoph lL80, Anton Wil.
Helm und Franz Joseph Kar! 171,, Wolf-
gang Julius <?4ü. — In den älteren Ahnen«
proben der Fnmilie erscheint zuerst Georg
Nilhelm Schön von Schönau, vermalt
mit Ev» 5al°me geb. uon Slejnsöolf. Ihm
folgen in gerader Linie: Christoph Franz
Lrdmann von Schön au, geb. 16««, vermalt Schönau
mit Aall)!!li»<> Ludinilla geb, uon
dessen Brüder waren Adam Christoph und
Wolfgang Julius und seine Kinder Anton
Wilhelm. Franz Joseph Karl und Ferdi-
nand Joseph E'dman». Dieser Letztere war
uecniält mlt Vonn Anna geb. Vrh v. wolia».
Ihm folgle lein Sohn Wolfgnng Iuliub
Johann (geb. <"!«), kml. böhmischer Guber»
ninllüth und ^'cümerihev Kreishnupimann,
dem seine Gattin Marin ÜInnn Kathnrina hom
non Vszelomitz den Sohn Johann Nepo--
wuk gebar, den Stammvater der heutigen
Freihrriei! uon Schünau, dessen Lebens»
stizze S. 112 mitgetheilt wurde.
Heuliger Familieilstlind der /rci<icrre>! vou
Ichöioln. Johann Nepomuk (»N»» Julius
Wenzel I ° hannÄe p. Ferdinand Wolfgang
Franz de Pnula) Freiherr von Schünau
(geb. am 21. April 1733, gest. zu Karlsbad
am <2. November <82l) war mit V«na An>
tonia geb, Frcim ocüner uo» ^pi!;enl>ng (geb.
27. September !74U, gcst. <!, Iu,n 182Ü) «er.
malt. Aus dieser Ehe enlsprnüge,!.- Wolf,
gang I»ln>z (neb, ll, September l7l>!l, g^st.),
zuletzt Kreiscooiniissär zu Saatz; — Theresia
(geb. 1784, gest. ül. Decembsr 1«4ü), ver<
malt (seit 7. Imuicr l«12) mit llinmiz Frei.
Herrn Zcsioer uon äpiWöülg, t, 5, Olielsclic».
tenant (gcst. 2. Februar »«»«)- — Franz
de Paula (geb, 2«. Qctuber !?«!>, gest,
L. März iU!w), t. l. Oubernial.Serretär; —
Johann Nep. s.siehe übcr denselben H. <l9
iin Terte der Biographie seines Vaters^! —
Antonia (nest, «. März 184»); — Marie
(gest,) und N5inc««z (geb, l7U«), Von dm
Söhnen bnben Frnnz dePnula und Bin»
cenz Nachlommenschaft. Frunz de Paula
war (seit 2L, September >«2») mit yconeXe
geb. Freu» Umikr von ^o>!M>o„l und Vr>
chamu (geb, l798, gest.) uermält und axs
dieser Vhe stammen: Tophie (grb, 28. Juni
^82l, gest. 8. Februar l«24): Mathilde
(geb. 7. Dec. 1822), z»r Zeit Süftsdaxie des
fceiweltllch adeligen Damcnstifteö „zu den,
heiligen Engeln" in Prag; Mar ie («eb.
23. Jänner 1824), Stislsdame de« adelig,
weltlichen Damenstiftes „Maria Schul" zu
Vrün»; Jul ius (geb. 3l. März !825), l, l.
Kämmerci und Major bei Graf Colomni»
Infanterie Nr. 8; Iaroslav Hugo (geb.
2l.Mürz l82ü), k, k. Kämmerer und Major
bei Graf Folliot de Ere>mev!lle>Infnn!ene
Nr. 7ö,- Nertha (gcb. 23. Mnrz 1828) und
Henriett« (geb, 9. Mai 1832), vermalt (seit
7. Juni i86ü) mit Aütt Alexander Freiherr«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon