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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 121 -
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Schönauer von Atler und Iveagye, Herrn auf (gest. 13. August 187^). Stern, kreuz°Orden3dame; — Franz de Paula's Bruder Vincenz (geb. t?9A), Herr und Landstand in Oestefr.<Schlesien. k, l. Kämme. rer und GeneraüLandesbestellter zu Troppnu, ist mit Nana Aarolina geb. Freiin putz von AolZlma, Steinkreuz-Ordensdame, vermalt und stannuen au« dieser Ehe.- Mel i t ta (geb. l3. Dec, l83»), vermalt (seit ^3. Juni 1834) mit Arnold Höoesz von Aszob s« Harüa^, kais. Oberst bei GrafPÄffy.Huszaren Nr. l4, und Qsca« (geb. 29. Sept, ls43), k, k. Käm> merer und Oberlieutenant im Erzherzog Io> seph>Infantene>Regiment Nr. 37. Wappen. In Silber vier fünfblattrige, grünbespitzte, goldbesanmte. rothe Rosen (2 über 1,1). Auf dem Schilde ruht die Frei. Hennkrone, auf welcher ein in's Nisir gestell< tcr gekrönter Turnierhelm steht, auf dessen Krone ein einfacher silberner, mit den Rosen de« Schildes belegter Flug sich erhebt. Die Hel », de cke n sind roth, mit Silber belegt. SchöNllller, Johann (Sänger und Musikfreund, geb. zu Wien im März 4778, gest. zuBaden nächst Wien 21. März 1868). Schon als Kind musi. kalische Anlagen zeigend, erhielt er, da er eine gute Sopranstimme besaß, einen Platz als Sängerknabe im Stifte Kloster- neuburg. Kapellmeister Ign. Umlauf gewann ihn später für die kais. Hofcapelle, wo er unter Salieri Dd. XXVIII, S, 97) und Eybler l^Bd. IV, S. 120) sich mit den vorzüglichsten Werken der Kirchen, und Theatermusik vertraut machte. Da damals die Hofsängerknaben in den Sopran» und Altparthien des Chors in der Oper mitwirkten, so sang auch S. oft im Chor, lag aber unter Einem den Gymnasialstudien ob, nach deren Beendung er eine Anstellung in der Universitätskanzlei erhielt, in welcher er bis zum Pedellen vorrückte und als solcher 1831 pensionilt wurde. In den letzten Jahren, nachdem er 1830 seine Gattin durch den Tod verloren, zog er sich nach Baden zurück, wo er sich ein Slhönauer HauS gekauft, und, abgeschieden von der Welt, starb er daselbst im hohen Alter von fast 90 Jahren. Schönauer'S Gattin war Therese Giannatasia del R! o, eine Schwester jenes G! anna< tas io , in dessen Erziehungsanstalt Beethoven seinen Neffen Kar l unter» gebracht hatte. Dadurch entspann sich ein häufiger und freundlicher Verkehr zwischen dem großen TonheroS und Schön au er. Da S.'s Ehe kinderlos blieb, widmete er seine ganze freie Zeit seiner Lieblingsneigung, der Musik, und so legte er sich einen Schatz sorgfältig copnter Partituren an, versammelte öfter einen Kreis auserlesener, kunstgeübter Freunde um sich, unter denen sich auch Hofrath Kiese wett er befand, mit deren Mitwirkung seine musikalischen Schatze zur Ausführung gelangten. Schönauer's Bedeutung erwächst erst aus dem Ver» kehre desselben mit Berühmtheiten und aus seinen künstlerischen Erlebnissen. So kam er, als er noch ein Knabe war, mit Mozar t öfter in Berührung, sang auch in dessen „Don Giovanni" und anderen Opern desselben im Chor mit,' er traf mir ihm zusammen bei den musikalischen Aufführungen, welche Baron Swieten theils in seinem Hause, theils im Saale der k. k. Hofbibliothek veranstaltete, wo Mozar t unter Anderem die von ihm instrumentirten Händel'schen Oratorien dirigirtei er hatte an den ersten Auffüh» rungen von Haydn's „Schöpfung" und „Jahreszeiten" theilgenommen, durch viele Jahre bei allen von der Gesellschaft der Musikfreunde veranstalteten Concer» ten für dieWitwen» und Waisen>Pensions. Gesellschaft der Tonkünstler mitgewirkt, sich an den musikalischen Unterhaltungen, welche der berühmte Arzt und Musik, freund Johann Peter Frank M . IV, S. 320) in seinem Hause veranstaltete
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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