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Schönauer
von Atler und Iveagye, Herrn auf
(gest. 13. August 187^). Stern,
kreuz°Orden3dame; — Franz de Paula's
Bruder Vincenz (geb. t?9A), Herr und
Landstand in Oestefr.<Schlesien. k, l. Kämme.
rer und GeneraüLandesbestellter zu Troppnu,
ist mit Nana Aarolina geb. Freiin putz von
AolZlma, Steinkreuz-Ordensdame, vermalt
und stannuen au« dieser Ehe.- Mel i t ta (geb.
l3. Dec, l83»), vermalt (seit ^3. Juni 1834)
mit Arnold Höoesz von Aszob s« Harüa^,
kais. Oberst bei GrafPÄffy.Huszaren Nr. l4,
und Qsca« (geb. 29. Sept, ls43), k, k. Käm>
merer und Oberlieutenant im Erzherzog Io>
seph>Infantene>Regiment Nr. 37.
Wappen. In Silber vier fünfblattrige,
grünbespitzte, goldbesanmte. rothe Rosen
(2 über 1,1). Auf dem Schilde ruht die Frei.
Hennkrone, auf welcher ein in's Nisir gestell<
tcr gekrönter Turnierhelm steht, auf dessen
Krone ein einfacher silberner, mit den Rosen
de« Schildes belegter Flug sich erhebt. Die
Hel », de
cke
n sind roth, mit Silber belegt.
SchöNllller, Johann (Sänger und
Musikfreund, geb. zu Wien im
März 4778, gest. zuBaden nächst Wien
21. März 1868). Schon als Kind musi.
kalische Anlagen zeigend, erhielt er, da
er eine gute Sopranstimme besaß, einen
Platz als Sängerknabe im Stifte Kloster-
neuburg. Kapellmeister Ign. Umlauf
gewann ihn später für die kais. Hofcapelle,
wo er unter Salieri Dd. XXVIII,
S, 97) und Eybler l^Bd. IV, S. 120)
sich mit den vorzüglichsten Werken der
Kirchen, und Theatermusik vertraut
machte. Da damals die Hofsängerknaben
in den Sopran» und Altparthien des
Chors in der Oper mitwirkten, so sang
auch S. oft im Chor, lag aber unter
Einem den Gymnasialstudien ob, nach
deren Beendung er eine Anstellung in
der Universitätskanzlei erhielt, in welcher
er bis zum Pedellen vorrückte und als
solcher 1831 pensionilt wurde. In den
letzten Jahren, nachdem er 1830 seine
Gattin durch den Tod verloren, zog er
sich nach Baden zurück, wo er
sich
ein Slhönauer
HauS gekauft, und, abgeschieden von
der Welt, starb er daselbst im hohen Alter
von fast 90 Jahren. Schönauer'S
Gattin war Therese Giannatasia
del R! o, eine Schwester jenes G! anna<
tas io , in dessen Erziehungsanstalt
Beethoven seinen Neffen Kar l unter»
gebracht hatte. Dadurch entspann sich
ein häufiger und freundlicher Verkehr
zwischen dem großen TonheroS und
Schön au er. Da S.'s Ehe kinderlos
blieb, widmete er seine ganze freie Zeit
seiner Lieblingsneigung, der Musik, und
so legte er sich einen Schatz sorgfältig
copnter Partituren an, versammelte öfter
einen Kreis auserlesener, kunstgeübter
Freunde um sich, unter denen sich auch
Hofrath Kiese wett er befand, mit deren
Mitwirkung seine musikalischen Schatze zur
Ausführung gelangten. Schönauer's
Bedeutung erwächst erst aus dem Ver»
kehre desselben mit Berühmtheiten und
aus seinen künstlerischen Erlebnissen. So
kam er, als er noch ein Knabe war, mit
Mozar t öfter in Berührung, sang auch
in dessen „Don Giovanni" und anderen
Opern desselben im Chor mit,' er traf
mir ihm zusammen bei den musikalischen
Aufführungen, welche Baron Swieten
theils in seinem Hause, theils im Saale
der k. k. Hofbibliothek veranstaltete, wo
Mozar t unter Anderem die von ihm
instrumentirten Händel'schen Oratorien
dirigirtei er hatte an den ersten Auffüh»
rungen von Haydn's „Schöpfung" und
„Jahreszeiten" theilgenommen, durch
viele Jahre bei allen von der Gesellschaft
der Musikfreunde veranstalteten Concer»
ten für dieWitwen» und Waisen>Pensions.
Gesellschaft der Tonkünstler mitgewirkt,
sich an den musikalischen Unterhaltungen,
welche der berühmte Arzt und Musik,
freund Johann Peter Frank M . IV,
S. 320) in seinem Hause veranstaltete
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon