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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 131 -
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Schanborn 131 wieder zugesprochen und eingeräumt. Graf Eugen Franz Erwein'hat zu Mun» käcs, wie unsere Quelle berichtet, „viele schöne und nützliche Anstalten befordert. Unter anderen befindet sich allhiei eine Strumpffabrik und eine ansehnliche Pferdestuterei. Ueber den schnellen La» torzafluß hat der Graf 1782 auf eigene Kosten eine Brücke von 14 Joch erbauen lassen, welche sowohl für'S Commerz» wesen, als für die militärischen Durch» züge überaus bequem ist. Ihre Länge beträgt 110. ihre Breite 6 Klafter". Die Glosse, welche der „Rheinische Antiqua» riuö" dazu macht, ist unverständlich. „Die gewöhnlichen Folgen solcher Verbefferun» gen", schreibt er, „find auch für Munkäcs nicht ausgeblieben. Die Herrschaft ertrug im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts 50.000 Rthlr. jährlich, in den 90ger< Jahren war dieses Einkommen auf 40.000 st. in Papier herabgekommen". Die national'ökonomischen Ansichten des Herrn von Stramberg erscheinen etwas nntiquirt. Graf Eugen Franz Erwein war zweimal vermalt, zuerst (seit 1781) mit Maiil lEIisabeth Fürstin Salm (gest. 1778), zum anderen Male (seit 1776) mitMarieThereseFürstinColloredo. Die zweite Ehe war kinderlos, aus der eisten entsprangen fünf Töchter und zwei Söhne, letztere: Wi lhelm Eugen und Marquard Wilhelm, starben beide im zarten Knabenalter, Ersterer von fünf, Letzterer von vier Jahren. So berichtigt sich die Angabe des „Rheinischen Ant!« quarius", welchem zufolge in dieser erste» Ehe nur Töchter geboren wurden. Ueber die Töchter vergleiche die Stammtafel Vermöge der Hauögesetze fielen die Gü ter, da kein männlicher Sproß diese Linie am Leben war, an die ältere ode fränkische Linie, deren Begründe- Graf Rudolph Franz Erwein war Schönborn Zur Vencalagie der Herren und Grafen vo« Schöulwrn. Eines der ältesten deutschen We, schlechter, das auZ dem Westerwalde stammt und seine Stammreihe bereits um das Jahr ll8a mit einem Ritter Gucharius uo» Schönborn beginnt, Freunde der Genealo« gie, welche sich über die nichts weniger als klargestellten Anfänge diesrö denkwürdigen Adelsgeschlechtes näher mtternchten wollen, verweisen wir auf den „Rheinischen Anti< quariu 6", diesen redseligen und wohl manch- mal etwas breitspurigen, immer aber interes« sanren „Nachforfcher in histonschen Dingen", der im zweiten Bande der dritten Abtheilung (Mittelrhein): „Das Rheinufer von Coblenz bis Bonn", Bd. I I , S. lZe u. f., die Schön« born abhandelt; dann auf Zedler'S „Uni» oersal.Lexikon«, Bd. XXXV, Sp. 737, und auf Ign. Ritter von Schönfeld'ö „Adels. Schematismus d«s österreichischen Kaiser« staates" (Wien l828, Schaumburg, kl. 3») I I . Iahrg, S, lL3 «. f. Unser Lerikon be» ginnt die genealogische Darstellung mir Georg rwn Schönborn und seiner Gema» lin Mari» Vül'Vnw uon der AM», welche in der zweiten Hälfte des 1l>. Jahrhunderts leb. ten und von denen die Stnmmesfolge ohne Lücke bis auf die Gegenwart sich fortführen läßt, wie dieß auch auf der angeschlossenen Stammtafel geschehen ist, Georg's Urenkel Unselm Franz und Vtudolph Franz <3r> wein stifteten in der zweiten Hälfte des l7. Jahrhunderts die zwei Linien deS Hauses, Ersterer die österreichische Linie zu Heissen. stein, Letzterer die srs»kische Linie zu Wie» sentheid. Erstere erlosch bereits mit dem Sohne des Stifters, dem Grafen Eugen Franz Erwein, der im Jahre 18»l starb und in elner zweimaligen Ehe nur mit seiner ersten Frau Nana Lliftlittl) Fürstin 2nlm sie- ben Kinder zeugte, uon denen die beiden Söhne Wilhelm Gugen und Marquard Wilhelm in der Kindheit starben, die Töch- ter aber theils Stiftödamen wurden, theils ansehnliche Heirathen mit Sftroßen aus den HäusernTarou cca, Czernin undStern< berg schlössen, wie dieß aus der Stamm« tafel ersichtlich. Die Besitzungen der österrei» chischen Linie gingen nun auf die fränkische Linie übcr. Des Stifters derselben, des Grn,» fen Nudolph Franz Ccwcin Enkel, Graf Hugo Daulian Crwein, hotte in seiner Ehe mit Nnrin Annn Gräfin 5tnbi°!i drei Töchter und fünf Söhne, van welch letzteren drei. die Grafen Franz Phil ipp Joseph, Grwein 95
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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