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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 132 -
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Seite - 132 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schönborn 432 'Schönborn Franz Vamian und Friedrich Kar l I°> seph. drei neue Aeste Meten, welcke zur Mund« in ansehnlicher Nachkommenschaft forlblühen. und zwar °l« Schönborn. Vuchhci»,. a>« Schonborn.Wiesen, theib undols böhmischer Ast, von denen ersterer die sämmtlichen österreichischen und ungarischen Herrschaften, der zweite sammt, liche in den voenmliaen Reichslanden gelrge. nen Besitzungen und der letzte die böhmischen Güler inne hat. Nebenbei sei hier be< merkt, daß die Darstellung der österreichischen Linie in Ignaz R'tter uon Schönfeld's „Oesterreich, Adels-Schematismus", Vd. I I , S, 1«« u. 167, ganz irrig ist, — Was die Adelkstufen und sonstigen Würden und Erbämter dieses Hauses betrifft, so erlangte Phil ipp Grwein von seinem Vruder I o - hnnn Phil ipp ÜS. 126, Nr. 12^, dem Main. zer Churfürsten, das ErOscheukenlimt des Churfürstenthums Mainz, das Erbtruch. sejsenamt des Fürstenthum« Würzb'uig und mit der Herrschaft Reichelsberg das darauf haftende Stimwrecht bei dem frank!» schen Kreise; ferner mit Diplom äilo. Wien N. Februar lL63 oon Kaiser Leopold I. den Riichsfreiherin sta nd und mit kais, Rescript ääa, 27. September <6?l Sitz und Stimme im fränkischen Neichsgrafen-Colle. zium. Phi l ipp Erwein's Sohn Mel - chior Friedrich erlangte mit kais, Diplom äüa. iU. December 1L8i die Bewilligung, Nnmen und Wappen der annerwandten er< loschenen Familie derer uon Heppenheim, genannt Sani (Feld 2) anzunehmen und mit Diplom 6äo. Wien 3. August 17«! mit seinen Vsüdern Johann Grwein und Jo- hann Phil ipp oe» Reichsara fensta no, und sein Sodn, der Fürstbischof oo» Vam> berg und Würzburg und Reichs.Vicekanzler Friedrich Kar l , erhielt mit Diplom clä«. Wien 19. Februar 17N das ihm und seiner Familie von Franz Anlon Grafen uon Puch, heim, Bischof zu Neusladt, !°ut kais. Will» bciese« vom l0. Oclober I69S erblich über< lragene OberstecI, la » d > Tru ck se ssen» amt des ErzherzogthumZ ob und unter der Enns und die damit Uerbundenen Lehen nebst Bewilligung, Namen und Wappen derer uon Puchheim (Feld 4) zu führen und 1711 die nach Abgang der alten Grafen uon Wol f s tha l erledigten Reichöherrschaften Wolfsthal (Feld 6) u»d Pariberg in der Pfalz. Von dem Aste Schönborn»Wie. sentheid ist der jeoeSmalige Chef der Fa> milie erbliches Mitglied der kön. bayerischen Kammer der Reichsräthe, wie vordem der Herrenbant des Herzogthums Nassau, Des Grafen AnselmFranz Sohn, GrafNugen Franz Crwein, erlangte mit Diplom ällo. Wien 29. Jänner <?L9 da« Intz iaenat de« Königreichs Ungarn, cläo. Larenburg 4. Iän. ner 173l die dem Franz Rat6czy con> siscirte Herrschaft Munkäcs und Szent.Miklos im Neregher Comitate Ungarns und ääo. 8. Juli 1740 die Erblichkeit der Oberge, spanswürde dieses Comitaks für sich und seine Nachkommen j^etzt Schönb orn > BUch, heim (Puchheim)), Schließlich erhielt Graf Grwein, der gegenwärtige Chef des böhmi, schen Astes, mit i8. April 186! die Würde eines erblichen Mitgliedes im Herrenhause des österreichischen Neichörathes. — Wenn wir, in dieser Familie große Heerführer und Krieg«. Helden vermissen, so lieferten ibre Sproßen ein um so größeres Contingrnt der Kirche und in den Annalen der rheinischen Bislhüm« und Erzbislhümer uon Vamberg, Speyer, Trier, Norms, Würzburg erscheint der Name der Sä, ön vorn in seltenem Glänze, Zwei Schönborn, Johann Phi l ipp sM, N^> und Franz Georg s.S. l»ü, Nr. ?^, trugen den Churhut, Ersterer jenen uon Mainz. Letzlenr jenen uon Trier, drei Schönborn waren Vif^öfe uon Worms, zwei Bischöfe uon Bamdern, zwei Bischöfe von Würzburg und einer Vischof uon Sperier, und wenn in jüngster Zeit ein deutscher Professor in >:iner Festrede im Hinblicke anf die Würzburger Hochschule allen Glanz derselben für die bähe« rische Krone in Anspruch nimmt und der großen Verdienste, welche die Bischöfe um dieselbe sich erworben, nicht mit einem Worte gedenkt, so richtet sich solche Speichelleckerei uon selbst oder läßt die Gelehrsamkeit des gelehrten Professors sehr windi» erscheinen; denn schon nur ein einfacher Einblick in die Urkunden des Hauses Schünborn mußte den Festredner eines Besseren belehren. Zwei Sproßen des Hauses, die Grafr» Nudolph Franz lS. 133, Nr. l«) und Eugen Franz Crwein l^S. l«a^, Onkel und Neffe, trugen die Kette des goloenen Vließes. — Was dic Schönbor» für die Kirche, Wissenschaft und Kunst, durch Kirchen, und Schulbauien, durch Stiftung, Errichtung und Dotinma uon Schulen und Lehrkanzeln, durch Vau und Ausschmückung ihrer Residenzen, Schlösser und Negierungsbauten — leitete doch ein Schönborn, der Reichs>Vicekanz!er Fl ie°>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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