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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 135 -
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Seite - 135 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schönborn 133 SchVnborn Stammtafel ersichtlich sind. — 4. Grwein Franz Damian Graf (geb. 7. April 1??6, gest, 3. December 184«), ein Sohn deö Gra> fen Hugo Damian Erwein (geb. l?38, liest, 1817) und Mar ia Anna's geb, Gräfin Stad ion (geb. 1746, gest. 181?) und ein Bruder des Grafen Franz Phi l ipp Io> seph sS, 140^ wird als ein Mann von gro» ßer Bildung des Geistes und Herzens und feiner Kunstkenner geschildert. Ein Freund der Wissenschaft, ein wohliiürerrichteter För> derer der Künste, widmete er seiner an Hand» schriften reichen Bibliothek zu Gaibach und den Gemäldesammlungen, welche er zu Pom» mersfelden und Neichardshausen im Rhein« gauc — deS Grafen Lieblingeaufenthalt in den letzten Jahren seines Lebens — besnß, große Sorgfalt. Neber die Sammlung a» !etz> tercm Orte berichten der Kunstforscher Braun im Stuttgarter „Kunst.Nlatt". Nr. 49 des Iahrg, 132», und die Allgem. Zeitung 18l!U, S, 21L7, 22l3, 2iLU) I8L7, S. 12l9, ,l2?L, 2084. Von der Gallerie zu Pommersfelden wurden 186? zu Pari« 234 Bilder «erkauft; der Nest uon über 4(10 Gemälden befindet sich noch im Schlosse, Graf Crwein ist es, der im Garten seines Schlosses das erste Schil> ler-Denkmal sehen ließ, für welches Dan> neck er seine kolossale Büste des Dichters wiederholen mußte,- auch ließ er im Garten seines Schlosses Gaibach zum Gedächtniß an die Verleihung der Verfassung Bayerns eine 90 Fuß hohe cannelirte dorische Säule errichten. Ueber deS Grafen Erwe in Nachkommenschaft aus seiner Ehe mit Ferdimnida Isüvcssn Gräfin U)esl!'ynl vergl. die Stammtafel, — ». Er- weil, Friedrich Karl Graf,' siehe: Schön« b orn-B uch beim, Franz Phi l ipp Io< seph Graf sS. 14<, im Texte). — 6. Gugen Franz Erwein Graf s.s. d, besond. Biographie S. 130^>. — 7. Franz Georg Graf Sch. (Erzbischof uon Trier, geb. l». Juni 1682, gest. 18 Jänner 1738), ei» Sohn Melchior Friedrich'S Grafen von Sch, aus dessen Ehe mit Mar ia Sophia Freiin vonBol). neburg. Von der Wiege zum geistlichen Stande bestimmt, erhielt er frühzeitig ein» trauliche Prabenden zu Cüln, Trier, Speyer, Worms, Münster und die Propstei St, Moriz in Augsburg. AIs Abgeordneter deS churfürst» lichen Collegiume ging er nach Barcelona, um dem Könige Kar l I I I . Nachricht von seiner Wahl zum römischen Könige zu über> bringen. Bei der Kaiserlrönung zu Frankfurt versah er die Stelle des abwesenden Reichs» Trbtammerers, wofür ihm Kaiser Karl VH. 17!2 den Kammerherrnschlüssel und bald darauf eineNeichshofsselle verlieh, l7i? wurde er k. k. geheimer Rath, am 3. October d. I . Domscholasticus zu Cöln, l722 Domdechant zu Speyer, i72I Dompropst zu Trier und am 2. Mai i<L9 ging er als Sieger über mächtige Nebenbuhler au« der Wahl als Erzbischof uon Trier hervor. Am l?. Juli 1722 wurde er noch zum Bischof von Worms erwählt. Im Jahre 1733, im Kriege um die polnische Königswahl, wurlle sein BiSthum Trier schwer heimgesucht. Da der Frzbischof in Frankreich verdächtigt ward, den Reichs» krien gegen Frankreich veranlaßt zu haben, erhielt ein in Saarlouis garnisoninndeS Huezarcn-Regimmt Befehl, den Churfürsten aufzuheben und todt oder lebendig nach Frank» reich zu bringe,!. ?!!3 er eines Tages auf der Jagd war, sollte dae Attentat gegen ihn ausgeführt werden. Ein Postbaltec, der die Huszaren belauscht, rettete den Churfürsten, der mit genauer Noth daS sichere Ehrenbrei» tenstein erreichte. Dafür, daß der Churfürst der Gefahr entgangen, mußte das Land schwer entgelten. Der „Nheiüische Antiquarius" ei> zählt im zweiten Bande der dritten Abthei» lung (das Nheinufer von Coblenz bis Nonn), S, 22L—236, die uon den Franzosen im Churfürstenthmne uerübte» Greuel, Franz Georg trug den Churhuc mit Würde und Hoheit, Trotz der schweren Drangsale, die ihn und sein Land heimsuchten, verlor er nie den Muth, half, wie und wo er helfen konnte und förderte die Interessen seines Landes mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln. Zum Münstttbaue in Sue>ier spendete er ansetzn» liche Summen. Das statiliche, schloßaclige Bauwerk, das sich längs des Rheins am Fuße des Threndreitensteins erhebt, der sogenannte Dikasterialbau, ist sein Werk, ferner erbaute er das Hätel in Trier, worin das Consisto» rium seine Sitzungen hielt, und daS poetisch gefeierte Lustschloß Schönbornslust. Vr starb im Alter uon 74 Jahren, nachdem er in letzter Zeit den Domdechnnt Johann Phi l ipp uon Waldcrndorf zum Coadjutor hatte nehmen müssen, mit dem aber das Verhält» niß wenig freundschaftlich sich gestaltete. — 8, Franz Phil ipp Joseph Graf s.s. b. bes. Biographie S. 14«). — 2. Franziska Gräfin Sch,, siehe: Schönborn.Vuch» heim, Franz Ph i l i pp Joseph Graf !^S, l4l, im Textes — l<>. Friedrich Kar l Graf Sch. (Bischof von Vamoerg, geb. zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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