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Schonborn 540 Schönbortt
röchln Querbalken überzogener blauer, gol
«ekrönler und rechtsspringender Löwe (Poni
nietöftlden); S: in Guld ein schwarzer recht
schreitender Wolf (Wolfsthal). Auf de>
Schilde ruht eine goldene königliche Laubtron
auf welcher sich sieben gekrönte Turnierheln'
erheben. Auf der Krone des ersten (rechten
ruht der Polster mit dein Reichsapfel: de
zweite trägt eine goldene Korngarbe; de
du'lte eine wachsende, gekrönte, mit dr«
Pfauenfedern gezierte Jungfrau mit blonder
fliegenden Haar, von Silber und Noth ge
spalten« Kleidung, mit jedem Arm eine
natürlichen, auf den Kopf gestellten und den
Schweif in die Höhe werfenden Fisch umfas»
send; der vierte mittlere Helm trägt den gerad
vorwärts gekehrten, zwischen zwei von Roth
und Eilbec mit drei anSsw'genden Spitzen
quergetheilten Rüsseln, deren jeder nn de
Außenseite mit drei natürlichen Granatäpfeln
geziert ist, eingestellten goldenen Löwen des
WitlelMdre; au« der Krone de« fünften
erheben sich zwei dlau'e, mit den silbernen
Querbalken und den Rauten belegte, mit den
Oeffnungcn auswärts gekehrte Rüssel; die
Krone dei sechsten trägt den schwarzen ein
märts schreitenden Wolf und jene de« sieben
ten den blauen, mit zwei rothen Querbalken
belegten Löwen. Hclmdecken, Jene des
ersten, dritten und vierten Helms sind roth
mit Silber; des zweiten und sechsten schwarz
mit Gold; des fünften und siebenten blau
mit Silber unterlegt. Schildhalter: Zwei
goldene gekrönte oovpelschwänzige Löwen,
deren jeder ein mit goldene» Fransen und
Quasten reich verziertes Panier halt, wovon
das rechte goldene mit dem doppelten Re>chö<
ndler, das linke rothe mit dem
silbernen
öster»
leichischen Querbalken bezeichnet ist.
Schünborll'Nllchheim, Franz Phi-
lipp Joseph Graf (Kunstfreund und
Kunstfammler, geb. 14. September
H768, gest. 48. August 4844). Ein
Sohn des Grafen Hugo Damian
Glwein aus dessen Ehe mit Maria
Allna Gräfin Stadion (geb. 41. Juli
4746, gest. 48. Mai 4847). Der Vater,
Graf Hugo Damian Erwein, k. k. Kam.
merer und geheimer Nath, seit 4804
Negiments.Burgmann zu Friedberg, St.
Ioseph-OrdenSritter und Ehrenritter des Mlllteser>Ordeng, wurde von seinem Nef>
fen Friedlich Cajetan Fürsten Hatz.
feld im Zähre 4794 zum Erben ein-
gesetzt. Während der Graf in dem um
das Testament erhobenen Rechtsstreite
die Grafschaft Trachmbeig zu behaupten
nicht im Stande war, sind ihm doch
die Hahfeld'schen Allodialherrschaften
Dlaschkowitz und Unter.Lukciwecz in Böh.
men geblieben, ferner hatte er im I . 4784
das Gut Wichowitz im Klattauer Kreise
BöhmenS erkauft, endlich 4804 das auS>
gedehnte Besihthum der österreichischen
Linie seines Hauses geerbt. Diese aus
letzter Erbschaft ihm zugefallenen böhmi»
schen und ungarischen Herrschaften trat
der Vater gleich nach ihrem Anfalle sei.
nem Sohne, dem Grafen Franz Phi.
lipp Joseph ab. Dieser diente in der
kaiserlichen Armee und war zuletzt Oberst,
lieutenant in derselben. Ferner war er
Erbobergespan des Beregher EomitateS,
Oberst.Eiblruchseß des ErzherzogthumS
Oesterreich ob und unter der CnnS, k. k.
Kämmerer und geheimer Rath. Der Graf
war ein großer Freund der Wiffenschnft
und Kunst, und seine Bibliothek in Wien,
prachtvoll !n drei Gemächern im gcäf. '
lichen Palaste in der Renngasse (Nr. 458
It) aufgestellt, zahlte zu seiner Zeit
(4823) an 20.000 Bande und war na-
mentlich das Gebiet der Reisebeschreibun-
en glänzend vertreten, auch fehlten
verthvolle Incunabeln und seltene Ma>
uscripte nicht. Ferner war der Graf ein
Kenner und Sammler von Gemälden,
on denen er auserlesene Stücke, über
undert an der Zahl, gleichfalls in seinem
Palais am Rennplatz in mehreren Sälen
vereinigt hatte. Darunter befanden sich
stücke von Van Dyk, Dow, Hol»
ein, Guido Reni, Carlo Dolce,
Ostade, Rembrandt, RuySdaöl,
Mehu, Weenix, WynantS, Wo«.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon