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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 141 -
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Schönborn 141 Schönborn wermanns, TenierS. — DeS Gra» fen Gemalin Marie Sophie Antonie geb. Gräsin von der Leyen (geb. 23. Juli 1769, gest. 18. Immer 1834). ihm seit 1789 angetraut, hatte sich durch ihren Wohlthätigkeitssinn ein unvergängliches Andenken gestiftet. Als im Jahre 1811 die Gesellschaft adeliger Frauen zur Be> förderung deS Guten und Nützlichen in'S Leben trat, ward sie alsbald ein thätiges Mitglied derselben. Im Jahre 1824 durch einhellige Wahl der Ausschuß- damen zur Vorsteherin der Gesellschaft berufen, versah sie dieses Amt mit einer beispiellosen Umsicht und Sorgfalt, überall die Noth lindernd, wo sie solche vorfand. Aus der zahlreichen Nachkommenschaft deS Grafen Franz Phi l ipp Joseph und seiner Gemalin Marie Sophie Anto »ie pflanzte Graf Kar l Eduacd diese Linie fort, deren Chef gegenwärtig Graf Erwei» Friedrich Karl ist. k. k. Kämmerer und Erbobergespan. — Graf Grwein ist (seit 11. April 1864) ver> malt mit Franziska gebornen Prinzessin Traut tman sdo rff (geb. 28. Juni 1844), eine Dame, von welcher das „Wiener Salonblatt" meldet, „sowohl durch ihre Schönheit und Grazie, als hohe Bildung und Liebenswürdigkeit all» gemein gefeiert und viel bewundert. Die Armen verehren in der Gräsin eine ihrer größten Wohlthäterinen". Eine andere Quelle bemerkt, da sie von des Grafen großen Reichthümern und seinem mächti» gen Grundbesitze, namentlich in Ungarn, der den Umfang eineS kleinen deutschen Herzogthums erreicht, berichtet, „sie glaube nichtsdestoweniger kühn behaup» ten zu dürfen, daß des Grafen schönster und beneidenöwerthester Besitz die Gräsin Franziska (Fanny) sei". Jüngst erst, im Winter 1878, wirkte die Gräfin in den Wohlthätigkeits>Vorstellungen mit, welche im Palais Auersperg statt» fanden. Sie stellte in den Tableaur nach den Gemälden berühmter Meister die „Judith" nach Al lor i und die „Prin. zessin Maria Anna von Thurn und Taxis« nach Van Dyk vor, in welch beiden ihre imposante Gestalt, die An» muth und Schönheit ihrer Züge, die ganze Pracht ihrer Erscheinung zu vollem Ausdrucke kam. Man schildert die er» lauchte Dame als die Hauptträgerin der Gemüthlichkeit, welche der Linie deS in Wien so populären Fürsten Karl Liech» ten stein, ihreS Großvaters, nachge. rühmt wird. Die Gesellschaft, in welcher man die Gräsin am häufigsten sieht, ist die allerbeste: die nämlich ihrer Kinder, deren sie fünf hat: drei Töchter, Anna Ma> ria(geb. 1868). Franziska lgeb. 1866) und Mar ie Karuline (geb. 1867), und zwei Söhne, Friedrich (geb. 1869) und Nrwein (geb. 1871). ES liegen unS zwei Bildnisse dieser Dame vor. DaS eine brachte das obengenannte ^Wiener Salonblatt« 1872. Nr. 31, aus Hem< pel'S xylographischer Anstalt, worüber die dargestellte Dame wenig Freude em» Pfunden haben mag. Das zweite brachte daS Wiener Witzblatt: „Der Flch", Nr. 18 vom 11. April 1878, gezeichnet von C. v. Stur , in der Serie der Bil> der junger adeliger Damen, welche an den Wohlthätigkeits'Vorstellungen im' Palais Nuersperg mitgewirkt haben. Stur stellt die Gräfin als Maria Prin.» zessin von Thurn und Taxis dar und liefert ein ebenso schönes, als wohlge» troffeneS Bildniß. Das wohlgetroffene Porträt ihres GemalS, des Grafen Er- wein, brachte seiner Zeit (1364) Sie- phan Sarkädy's Buch „ t^nai«, d. i. daS Vaterland, in einer gelungenen Lithographie von Marastont mit der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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