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Schönburg 143 Schönburg
der Monats-Ausstellung des österreichi«
schen KunstvereinS 186l im April zu
sehen: ,,H«?e,ato?' W««<Hl" (200
st.)
und
in der Iahres-Ausstellung bei St. Anna
1864 ein Carton: „Nn Mölisähligl Iezn«
l". — Illsep!) S. (geb. zu Wien
1830) ist der Sohn eines Wiener Zim-
mermalerö und trat im Jahre 1844,
damals 14 Jahre alt, in die Akademie
der bildenden Künste, wo er sich vor»
nehmlich für die ornamentale Richtung
ausbildete. Nachdem er früher schon den
ornamentalen Theil des Vorhangs im
neuen Operntheater, dessen Figuren Fer.
dinand Laufberger gemalt, auSge»
führt hatte, wurde ihm im April 1866
die deeorative Ausschmückung des Kaiser»
salonö im neuen Operntheater übertragen.
Oesterreich ische Zeitung (Wiener polit.
Vlatt, Fol) 586t, Nr, ta«, im Feuilleton.
— Zellner'S Blätter für Theater, Musik
u, s. w. (Wien, ll. Fol.) X. Jahrg. (!8Li),
Nr. 42, — Wolny, Kirchliche Topographie
uon Mähren (Brunn, gr. 8°.) Olmützer Diö>
cese. Bd. I I I , S> ta. — Die Künstler
aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof.
Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klun.
zinger (Stuttgart 18L0, Ebner u. Seubert,
gr. «".) Bd. I I I , S. 480. — Kataloge
der IahreslAusstellungen in der k. k. Akade>
mie der bildenden Künste bei St, Anna in
Wien (8°.) 1852, S, t, Nr. 8; 1858. S. l0,
Nr. 140; 185», S. lo, Nr. 139; 18N4. S, L,
Nr, N3. — Monats'Verzeichnisse deö
östeneichischen Kunstoereins in Wien, 18L1,
Mai Nr, 42; 18L4, Februar Nr. 88; 1865,
Mai Nr, 4», 4l.
Schönburg'Wllldenlmrg, Otto Victor
Fürst (k.k. Rittmeister, zuletzt preu-
ßischer Genera l .Major , geb. auf
Schloß Waldenburg 1. März 1783.
gest. zu Leipzig 16. Februar 1859).
Der zweitälteste Sohn — der älteste,
Otto Alexander, starb im KindeS»
alter — des Fürsten Otto Kar l Fried»
rich aus dessen Ehe mit Henriette
Prinzessin Reuß»P lauen. Nach einer sorgfältigen, von seinem Vater selbst
überwachten und den zwei tüchtigen Pä>
dagogen Garmann und Hasse —
Letzteier später Professor der Geschichte
zu Leipzig — geleiteten Erziehung bezog
der Prinz in den Jahren 1802—1808
die Universitäten Leipzig und Göttingen,
wo er sich dem Studium der Rechts.
Wissenschaften widmete, worauf er eine
größere Reise durch Deutschland und die
Schweiz unternahm, wo er sich
mit dem
Kronprinzen, nachmaligen König Lud«
wig I. von Bayern, befreundete. Bei
Ausbruch deS Krieges zwischen Oesterreich
und Frankreich im Jahre 1808 trat er
bei Klenau-ChevaullegeiS Nr. 3 als
Oberlieutenant ein, machte den ganzen
Feldzug in Deutschland und die Schlacht
bei Ulm am 14. October 1803 mit. Der
Prinz befand sich in letzterer bei jener
Abtheilung, welcher es gelang, nach der
unglücklichen Schlacht sich nach Vorarl-
berg zurückzuziehen und sich dann im
Rücken der französischen Armee nach
Böhmen kühn und glücklich durchzu»
schlagen. Für sein tapferes Verhalten
im Felde rückte S. zum Rittmeister bei
Kaiser'HuZznren vor, wurde aber auf
sein Ansuchen in gleicher Eigenschaft zu
Klenau-Chevaurlegers zurückversetzt. Als,
1808 Sachsen dem Rheinbunde beitrat,
konnte S. als sächsischer Angehöriger
nicht im Heere eines mit dem Rheinbunde
und Frankreich im Kriege befindlichen
Staates fortdimm; der Fürst mußte also
den österreichischen Dienst verlassen und
erhielt am 30. October 1L08 dm ehren»
vollsten Abschied. Im Jahre 1310 be»
fand sich der Fürst in Paris und wohnte
der unseligen Katastrophe im Palaste
des österreichischen Botschafters Fürsten
Schwarzenberg bei, wo er an der
Rettung der von dem Brande schwer be»
drohten Ballaäste den thätigsten Antheil
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon