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Schönburg
«eiblichen Nachkommen die R e i
ch s fü r st ° n.
«ürde verliehen. - D i e ehelichen Ver.
biniungen des Hause« «" der fürstlichen
'mie find seit Anbeginn des 18. Jahrhunderts
au« der Stammtafel S, 14S ersichtlich: was
die gräfliche Linie, und zwar den Zweig
Schönburg.Glauchau anbelangt, so ist
ein Sohn des gegenwärtigen Chef« der Linie,
des Grafen Heinrich, nämlich der Erbgraf
Friedrich (geb. 22. Mai 1823). vermalt mit
Gabriele geb. Prinzessin Winiisch-Grätz (geb.
23. Juli 1»24), einer Tochter des in der
Schlacht °m Mincio (Solftrino) 24. Juni
18öS gefallenen l. k. Obersten und Comman.
dantcn des Infanterie.Regiments Graf Khe.
venhüller Nr. 33, Karl Vmcenz Verland
Fürsten Windifch.Grätz; - der Bruder
dl« gegenwärtigen obgenannten Chef« Grafen
Heinrich, der Graf Hermann (gest. am
14. Mai 1841) war mit 5?plM Freiin von
Wr«de (geb. am 22. November 181l), einer
Tochter des t. k. Feldmarlchall.Lieutcnants
Georg Freihlirn von Wiede. vermalt, und
veren Tochter Gräfin Mathilde (geb. 4, Oc>
iobcr 1833) ist (seit 24. October 18«l>) Gc>
malm des t. t. Obersten Auhülpl) Grafen
^46 Schänburg
838, I, Perthrs, ll. Fol.) S. 162 u.
üore
)
tiiirLi^^ öe°wr»t» (Dcutsch'Altenburg l<578).
— Kieysig, Beiträge zur Historie der süch'
fischen Lande, Vo. I I I , S, UU-W - „Schön,
burgisches Lwmm'Äegister, ans den, Schön.
burg'Archio, guten Historicis und in eigenen
Wissenschaften uon »3« bis l««3 zusa,„!!ien.
getragen", von I . Vogel. — Weisse, Mu,
seum für die sächsisch« Geschichte, I I . Theil,
2. Stück, S. 143-i?<5: „Anzeige einiger
Materialien zur historilch'stntistisch.ftublicisti,
schen Kenntniß des Hauses Schönburg". —
Großes vollständiges (sogenanntes Zed<
icr'sches) Nniuelsal.Iet ikon (Halle uno
Leipzig. Ioh, H. Zedler, kl. Fol,) No. XXXV,
S, 766 u. f. — Stöckhardt, Nachrichlen
»on den Grafen von Schönburg (Nalden.
bmg i?«8-1?7i), !i Hefte, — Orühner
(A,), Monographie über das Haus Schönburg
lLeipzig 1«47, 8°.). — Mit thei lungen
2eS Könial. Sächsischen Vereins zur Erfor.
!ch!lng vaterländischer Alterthümer (Dresden
^3«), Heft I , S. 3l u. f.: „Zur Vewoll.
ständigung dcZ Schönourg'schen Stammbau»
mes", uon A. Schiffner, — Hopf (Karl
Dr,), Historisch-genealogischer Atlas, Seit
Ehrisli Geburt dis a»f unsm Zeit (Gotha Tafel 28l.^
Noch sind folgende Sproßen der Familie
Schönburg bemerlenswerth.- !. Fürst Io>
seph Ale^ande« Heinrich Sch, >Harten>
stein (geb. 6. März <826). der lange Zeit
im k. k. diplomatischen Dienste thätig gewe>
sen und bereits im Alter uon 29 Jahren (am
13. Mai 4833) zum außerordentlichen Ge>
sandten und bevollmächtigten Minister am
Hofe zu Karlsruhe ernnnnt wurde. Im Jahre
l838 zum Gesandten in München ernannt,
blieb er bis t868 auf diesem Posten, worauf
er in Disponibilität trat. Fürst Alelander
ist (seit 3. Juni 1«t>5) mit Miolma 5?pljm
Prinzessin ciechlensi«,! (geb. 27. Februar l83«),
Sternkreuz.Ordenö' und Palastdame Ihrer
Majestät der Kaiserin El isabeth, vermalt
und Schwager des regierenden Fürsten von
Liechtenstein. Nach dem Tode seine« Vater«,
des Fürsten Cduard, trat er als erbliches
Mitglied in das Herrenhaus deö österreichi»
schen Neichsrathes. — 2. Fürst Eduard
Sch, »Harten stein (geb. il.Qctober t787),
ei» Bruder des Fürsten Ot to Victor s,s, o.
S. NU) und Vater deS Fürsten Alexander
s,s, d. Vorigen), wurde durch den Anlauf
mehre, er Herrschaften in Nühmen und Mähren
österreichischer Oioßgrundbesitzer, im Jahre
t83l! l, k, wirklicher geheimer Rath und uon
Sr. Majestät am lu. April l««l zum erl>.
lichen Mitgliede des Herrenhauses des öfter»
reichischen Nmchörntheü eninnnt. I»i Inh«
28<!7 erhielt der Fürst de» Orden deö gol>
den°!! Aliesie«, Im März l«S? wählte» die
verfassungstreuen Grußgrunducsitzer Böhmen«
den damals bem'ta ««jährigen Fürsten in den
böhmischen ^nndlcig. Aus seiner zweiten Ehe
mit Uoijw Prinzessin Ichwnrzenlierii stammt der
vorerwähnte nnzine Sohn Fürst A lerander.
In erster Ehe war der Fürst mit der Schwe»
ster seiner zweiten Gemalin, der Prinzessin
püiisi!!!! üclMM'zettlk'rl! (gest. i«. Mai <«2l),
vermalt, — !t. (kiu Friedrich uon Sch. war
Kämmerer bei König Johann uon Vöhmm
und wurde l328 in Prag ermordet. In sei',
ner Ehe mit Agnes geb. uon Mllitz erzeugte
er einen Sohn Ve i t , mit dem dieser Zweig
deö Hauses erlosch, — 4. Ein anderer Fried-
rich, ein Sohn Vei t 's au« dessen zweiter
Ehe mit Vütt« VmMläfi» uon l.WnW,
wurde im Jahre l43« bei Aussig in Vöhmen
erschlagen. — ». Ein Johann (Vl.) uon
Sch ünburn — ob er der Fürstenfamüie
Schönburg angchürt, ist aus den Stamm»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon