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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 148 -
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Seite - 148 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schönerer 448 Schonerer in praktische Verwendung. Seit dieser Zeit immer beim Eisenbahnbaue thätig und die neuesten Verbesserungen und Er- findungen sorgfältig studirend. wurde er bald ebenso selbst eine Celebrität im Fache des Eisenbahnbaues und Betrie bes, wie deren mehrere auS seiner Schule hervorgegangen sind. Unter, seiner Lei tung wurden folgende Eisenbahnen er baut: in den Jahren 1829-1332 die Pferdebahn von der böhmischen Grenze bis Linz; — in den Jahren 1834 und 1838 die Pferdebahn von Linz nach Gmunden; — in den Jahren 1840 und 4841 die Locomotivbahn von Wien nach Gloggnitz-, — im Jahre 1845 die Loco- motivbahn von Mödling nach Laien» huig -. — im Jahre 1846 die Locomotiv» bahn von Wien nach Brück a.d. Leitha; — im Jahre 1847 die Locomotivbahn von Wiemr-Neustadt nach Oedenburg und im Jahre 1884/68 die Locomotiu» bahn von Brück a. o. Leitha nach Neu» Szöny. Nach auf seinen Reisen in Eng« land und Amerika gesammelten Erfah« rungen errichtete S. im Jahre 1839 die erste österreichische Locomotiv- und Eisen» bahnwageN'Fabrik am Wiener StationS- platze der Gloggnitzer Bahn; diese, die größte und tüchtigste Oesterreichs, diente allen spater entstandenen als Muster und beschränkte wesentlich die Einfuhr aus- ländischer Locomotiuen und Eisenbahn» wagen zum Nutzen der österreichischen Monarchie. Um die Einrichtung deS Be» triebes und die Oberleitung desselben auf den obecwähnten Eisenbahnen machte sich S. gleichfalls verdient, und im Hin» blicke auf die in der neueren Zeit so häu» figen Unglücksfalle auf österreichischen, deutschen und ausländischen Bahnen muß es förmlich als ein Curiosum angeführt werden: daß während der 12jährigen Wirksamkeit (1841—1833) Schone- rei's als Betriebsdirector der Wien- Gloggnitzer Bahn, dieser am meist be» fahrenen und in den Sommermonaten auf den Stationsplähen geradezu im Be» lagerungsstand befindlichen Bahn, auf welcher in der benannten Zeit über 18 Millionen Paffagiere befördert wor. den, keinem derselben ein Unfall zuge» stoßen ist. Mit gleicher Umsicht und tadel. losem Erfolge leitete S. in den Jahren 1848 und 1849 während der Kriege in Italien und Ungarn die massenhaften Militär'TranSporte. Während der Jahre 1844—1881 führte S. zugleich die Ober. leitung des Pachtbetriebeg auf der süd» lichen Staatseisenbahn von Mürzzuschlag bis Laibach; in den Jahren 1886—1860 wirkte er alS technischer Verwaltungsrath der Kaiserin Elisabeth Bahn und sind eine Menge wichtiger Eonstructionen und Bauten nach seinen Angaben ausgeführt wurden. Da Schönerer's Thätigkeit bereitü im Jahre 1824 bei der ersten österreichischen Eisenbahn in Böhmen be. ginnt, welche die erste des europäischen Kontinents ist, so muß S. auch unter die eigentlichen Gründer und Organisatoren des Gisenbahnbaues und der Maschinen» fabriken auf dem Continente gezählt werden. Bei Gelegenheit der Eröffnung der Kaiserin EIisabelh»Bahn von Wlen nach Salzburg wurde G. mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe auSgezelch» net, worauf ihm statutenmäßig der R!t> terstand verliehen wurde. Aber bereits im Jahre 1846, als er noch Baudirector der Wien-Gloggliitzer Bahn war, ist ihm von dem ihm untergebenen Personale ein silberner Pokal in Anerkennung seiner Verdienste überreicht worden. Ritt erstand«. Diplom ö,äo. 46. Dec, 18L0. — Die neuen Väter d« Großcommun« Wien, hervorgegangen aus der freim Wahl und dem Vertrauen ihrer Mitbürger im Jahre t8«1. Von Monz Bermann und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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