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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 161 -
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Schönherr 161 Schönherr 1839 und 4866 zu Statten. S. selbst wirkte in den genannten Jahren als Kreis» und Iandes'Defensions>Commifsär und war bei den damit verbundenen kostspieligen Bereisungen zur Bildung von Schützen»Compagmen immer unent» geltlich thätig. Während der zwanzig Jahre seiner Wirksamkeit als Schützen- meister des k. k. Landes-Hauptschießstan» deS veranstaltete S. und brachten iüs» besondere seine Bemühungen die großen Schützenfeste in Tirol zu Stande, von denen einige auch eine größere politische Bedeutung erwarben, wie z. B. das im Jahre 1883 zur Feier der Rettung Sr. Majestät veranstaltete allgemeine Landes» schießen, 'dessen für, Lord Pcilmerston eben wenig schmeichelhafte Scheibensprüche ihren Weg sogar in die englischen Blätter fanden und eine diplomatische Note nach Wien zur Folge hatten; ferner das groß» artige Schützenfest zu Innsbruck, wel> chem der Kaiser und Erzherzog Kar l Ludwig beiwohnten, und an dem 3490 Schützen mitgeschoffen haben, eine Schützenzahl, wie eine ähnliche bisher kein Festschießen im In> und im Aus» lande aufzuweisen hatte; endlich die Tiroler Schützenzüge nach Frankfurt im Jahre 1862 und nach Wien im Jahre 1868. Seine publicistische Beschäftigung, wie auch seine zeitweise sehr anstrengende Thätigkeit als Echühenmeistcr hinderten S. nicht, als ordentlicher Hörer die Vor> lesungen der rechts» und staatswifsen» schaftlichen Facultät der Innsbruck« Hochschule zu besuchen, und mit dem ersten, mit gutem Erfolge bestandenen Rigorosum beschloß er seine juridische Laufbahn, aber nicht seine öffentliche Thätigkeit, denn seit 1887 wirkte S. als Curator und Fachdirector des Landes» museumS (Ferdinandeums), seit 1864 als Korrespondent deS österreichischen v. Wurzbach, biogr. Leiilon, XXXI. sGed Museums für Kunst und Industrie in Wien. und als vom Landtage bestellter Beirath des Landes.Oberstschschenmeisters, ferner als Mitglied verschiedener Comitös in Bewaffnungs» und Landeavertheid!» gungg-Angelegenheiten. Durch die mili» tärische Organistrung der Landesschützen (Tiroler Landwehr) hatte daS alte Tiro» ler Schützenwesen seine Aufgabe erfüllt; 1871 legte S. die Stelle deS Ober»' schützenmeisters des Lcmdes'Hauptschieß- standes nieder. Ist schon aus Vorstehen- dem ersichtlich, daß S. mit seinem Amte nicht blos die Würde, sondern auch die Bürde trug. so ist noch zu bemerken, daß er auch als Schütze seinen Mann stellte. I n Frankfurt, beim Schützenfeste des Jahres 1862, hatte er innerhalb drei Stunden 212 Puncte geschossen und zehn» mal hintereinander schoß er die Manns» figui auf der Feld» (Weit») Scheibe mitten durch die Brust, Schützenleistungen, die in Schü henkreisen Aufsehen erregten. Ende 1872 gab S.dieRedaction der „Schützen» Zeitung" auf. I n Folge der politischen Wendung der Dinge und gegenüber den zwei schroff gegen einander stehenden Parteien, zwischen denen die „Schützen» Zeitung" als Organ der Mittelpartei stand und welcher durch den Tod Schu» ler's und den politischen Unfall W il» d aue r's die Hauptstützen entzogen wor» den waren, hatte das Blatt auch seine frühere Bedeutung verloren. S. wendete sich nun ausschließlich der historischen Forschung zu,' für die er durch den steten Umgang mit Historikern schon längst Alles Interesse gewonnen hatte. Von einigen Freunden, die auf gleichem Ge> biete thätig waren, wie Dur ig , Alf< Hub er u. A., wurde S. in seinem Vor» haben ermuntert und das Innsbruckei Statlhalterei-Archiu diente ihm hierbei als die reichste Fundgrube. Im Jahre !. 20, Non.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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