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Schonmann 467 nonmann
Sicherhejt handhabt, verschwindet die
Sprödigkeit des Stoffes, und vornehm»
lich seine Holzarbeiten gehören zu dem
Gelungensten, was in dieser Art zur Zeit
geleistet wird. In der Iahres-AuSstellung
4830 in der Akademie der bildenden
Künste zu St. Anna in Wien erscheint
unter den Bildhauerarbeiten eine Gyps>
statue: ein „st. selmgtiiin, an einen Mum
zeknnden, van Pfeilen durchschossen", von
Friedrich Schönlaub. Der Taufname
Friedrich dürfte hier wohl ein Fehler
und der Verfertiger dieses St. Sebastian
auch unser Fidel is Sch önlaub sein.
Meyer (I.), DaS große Conversations'Lerikon
für die gebildeten Stände (Hildburnhausen,
Biblioar. Institut, gr. 8«.) Zweite Abtheiln.
Bd. VII, S, 1227. — Die Künstler all«
Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr.
Müller, fortgesetzt von Or. Karl Klunzin»
ger (Stuttgart l8«o, Ebner u. Seubert, 8°,)
Vd. I I I , S.-is!. — Nagler (G, K. Dr.),
Neues allgemeine« Künstler>Leriton (München
t839. Fleischmann, 8°) Vd, XV, S. 478. —
Z ellner'S Blätter für Musik, Theater u. s, w
(Wien. kl. Fol.) l««7, Nr. 6». — Porträt.
Unterschrift- Facsimile oe« Namens F Schön,
taub. Joseph Bauer (lith.), Wien. Septbr.
j«Z?. Gedc, bei Ios. StoufS, Wien (Fol).
Schönmann, oder Schoenmann, Io .
seph (Historienmaler, geb. zu Wien
am 19. April 1799). Sohn mittelloser
Tltem, besuchte aber, fast noch ein Kind,
bereits die Landschafts.Zeichnungsschule
des Professors Mößmer sBd. XVI I I ,
S. 43 l^ an der k. k. Akademie der bil»
denden Künste in Wien, wo sich sein her»
vorragendes Malertalent mit jedem Tage
mehr kundgab. 18l2. damals erst
13 Jahre alt, erhielt er bereits den ersten
Preis für die Zeichnung des besten
Kopfes, im folgenden Jahre jenen für
Figurenzeichnung, 4816 den Preis für
eine Zeichnung nach der Antike und 1820
den zweiten Preis für Malerei. Von die>
ser Zeit an lieferte der noch junge Kunst» ler mehrere historische Composiiiomn,
welche ebenso seinen Fortschritt in der
Kunst, wie sein besonderes Geschick in
der eingeschlagenen Richtung an den Tag
legten. Von seinen Arbeiten aus dieser
Zeit sind hervorzuheben mehrere große
Oelbilder, u. a. ein „Inpitn", dann „Ja-
Hunne« der «Täufer in t>rr Wnck" und eine
„H. Famiüe", welch letztere in der Jahres»
Ausstellung bei St. Anna l8t6 zu sehen
war. Zugleich malle er in dieser Zeit,
angeregt durch die von Hormayr ein>
geleitete und belebte Richtung für Vater»
ländische Geschichte, in welcher Karl Ruß
sBd. XXVII , S. 277^ so Außergewöhn- ,
liches geleistet, einige Darstellungen aus
der vaterländischen Geschichte und that
sich auch als tüchtiger Porträtmaler her»
vor. Im Jahre 1832 begab sich der
Künstler als Pensionär der k.k.Akademie
nach Rom, wo er viele Jahre weilte und
manche treffliche Arbeit zu Tage förderte.
S. bedürfte nur eines kunstsinnigen
Mäcens, der das Talent erkannte, um
es in einer seinem Können entsprechenden
Weise zu beschäftigen, und O.'s Name
wäre gewiß neben dem besten jener Tage
genannt worden. Aber der Mäcen fehlte,
und wenn S. sich dessenungeachtet empor»
gearbeitet, so verdankt er dieß seiner
eigenen Kraft, seinem unablässigen Rin»
gen. Wann S. nach Wien zurückgekehrt,
ist nicht bekannt. Im Jahre 1844 be»
fand er sich noch in Rom, wo er bereits
im Jahre 1838 von der ^.oo2.ä.6un2, äsi
VirwyLi als Ehrenmitglied aufgenom»
mm wurde. Zehn Jahre später nahm
ihn die k. k. Akademie der bildenden
Künste in Wien unter ihre Mitglieder
auf. Außer in Künstlerkreisen war der
Name des Künstlers, dessen Leben ganz
in seinen Arbeiten aufging, wenig be»
kannt, erst als die Fresken d^r neuen
Kirche in Altlerchenfeld die Aufmerksam»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon