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469 Schonnermark.
mann, 8".) Bd. XV, S. 4?S. — Meyer
(I) , Da« große ConuersationZ.Zeiikon u. s, w.
(Hildburghausen, gr, «",) Zweite Abtheilung,
Bd, VII, S. 1228. — Die Künstler aller
Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr.
Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klun-
zinger (Stuttgart <8L0, Ebner u. Seubert,
gr. 8°.) Vd.III, S. «2. — Kataloge der
Iahres'Ausstellungen in der k. k. Akademie
der bildenden Künste bei Tt. Anna, 1816,
S. 23, Nr. l36; 182«, S. 22, Nr. 2l2,- S. 24,
Rr. 2iü; 1822, S, 23, Nr. 212; 1828, S. 2t,
Nr, 227. 23«; 1838, S. <i. Nr tA2. — Der
Salon, Herausg. non Johannes Nord.
mann (Wien, gr. 8°) 18ü4, Veilage des
Kunstblatt Nr, ?, S. «3- „Aplil-Ausstellung".
Schonn, Alois, siehe: Schön ^S.W).
Schönnermark, Karl Ludwig Con°
stantin Freiherr (k. k. Oberst und Ritter
deS Maria Theresien-Ordens, geb. zu
Geldern in Preußen 1776, gest. zu
Bergamo 19. Jänner 1832). Erscheint
hie und da und auch in Hirtenfeld's
Werk über die Maria Theresien-Ordens'
ritter als Sch onemarck, was unrichtig
ist, da er sich selbst Schönnermark
schrieb und die alte Familie überhaupt
diesen Namen führt. sVergl. übrigens über
die Verschiedenheit der Schreibweise des
Namens die S. 170 u. 171 in denQuellen
dargestellte Genealogie.^ Kar l Ludwig
Constantin S. ist ein SohnAugustWi l.
Helm's von S., der in der kais. öster»
reichischen Armee diente, aus dessen Ehe
mitKarol ine von Weisse. Im Jahre
1794 trat er bei dem Gradiscaner Grenz»
Regimente als Cadet in die k. k. Armee.
Er rückte stufenweise vor, kam im Jahre
1863 zum General'Quartiermeisterstabe,
in welchem er 1818 zum Major vorrückte
und als solcher die Befreiungskriege
1813—1818 mitmachte; im Juli 1813
zum Oberstlieutenant ernannt, erhielt er
seine Eintheilung zu Erzherzog Rudolph»
Infanterie. Im März 1828 wurde er
zum Obersten und Commandanten dieses Regiments befordert, aber schon vier
Jahre später ereilte ihn der Tod im Alter
von erst 86 Iahrm. In dieser vierzig,
jährigen Dienstzeit zeichnete sich S. bei
mehreren Anlässen aus und erkämpfte
sich die höchste militärische Auszeichnung
des österreichischen Soldaten, das Maria
Theresienkreuz. Als im Jahre 1803 am
9. October der Feind bereits über die
Donaubrücke bei Günsburg vorgedrun»
gen war und sein mörderisches Feuer
unsere Truppen in völlige Unordnung
gebracht hatte, trat S. aus eigenem
Antriebe vor, sammelte die zerstreuten,
ordnungslosen, von panischem Schreck
ergr.iffenen Truppen, führte sie von
Neuem in den Kampf und warf den
überlegenen Feind über die Brücke zurück.
— In der Nacht vom 16. auf den
17. October griff er, ohne Befehl erhal-
ten zu haben, mit einem Bataillon von
Reuß > Greiz. Infanterie die feindliche
Avantgarde des mit Uebermacht vor-
rückenden Feindes bei Herbrechtingen an
und hielt sie so lange auf, bis unser
Reserve-Artilletie.Train, der sonst sicher
in die Gewalt deS Gegners gefallen
wäre, in Sicherheit gebracht und auch
unsere Arriöregarde auS ihrer nachtheiligen
Position ohne großen Verlust zurückgezo-
gen war; in dem Nachtgefechte am 17.
aber zwischen Nereäheim und Ummenheim
übernahm er gleichfalls freiwillig die Füh»
rung der von der feindlichen Kavallerie
umrungenen, an 2000 Mann zählenden
Reste der Brigade des Generals Grafen
Sinzendorf und rettete sie auS feind»
licher Gefangenschaft. — Im Feldzuge
des Jahres 1809 stellte S. am 18. April
beim Uebergange unserer Armee über die
Isar bei Landshut mit nur einer Com-
pagnie Pionniere die vom Feinde abge»
rissene Brücke unter dem heftigsten Ge>
schütz» und Kleingewehrfeuer des auf der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon