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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 175 -
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Schöpf, A. 175 Schöpf, Albin Nachlasse befand sich eine Geschichte der ungarischen Universität. Oesterreichische Nat iona l ° Encyklo- pädie von Gräffer und Czikann (Wien 183L, 8°,) Vd. IV, S. »81 ftach dieser gest. <ViLuua8 1838, I.«x. 8».) z>. 3l9 ftach diesem gest. 1813^. — Erneuerte uaterlän» dische B lä t te r für den östeneichischen Kai> serstaat (Wien, 4°) 1818. Intelligenzblatt Nr. ü0; 1819, S. 240, und 1820. Intelli» yenzblatt Nr. 34. — ^ « / ^ ^Seo^l'u«^, Flas literaria« (Lu,Hll« l838, 4<>.) x. 186 ^nach diesem gest. 1818^. Schöpf. A.. siehe S. 196. in den Quellen Nr. 1. Schöpf, Nlbin Franz (amerikanischer Genera l , geb. in Oesterreich im Jahre 1822). Ueber dle Jugendzeit und häuslichen Verhältnisse S.'S ist nicht« NähsreS bekannt. Er diente in der kai- serlichen Armee, und zwar bei der Arlil- lerie, in welcher er zulcht die Stelle eines Lieutenants bekleidet haben soll. Bei Ausbruch der Bewegung im Jahre 1848 trat S. als Gemeiner in die unga» risch? Reuolulionsarmee, in welcher er Bem's Adjutant ward und durch seine Tapferkeit es zum Major brachte. Nach Bewältigung der Revolution floh er, um dem traurigen Geschicke zu entgehen.'das so viele Fahnenflüchtige ereilt hatte, in die Türkei, nahm dort den mohammeda» nischm Glauben an und lebte 1849 als Lehrer in Aleppo. Wie lange er in der Türkei geblieben, ist nicht bekannt. Im Jahre 1881 befand er sich bereits in Amerika, wo er seine Laufbahn als Haus- knecht in einem der größeren amerikani> schen Hotels begann, allmälig aber feine, Kenntnisse zur Geltung zu bringen ver» stand und in der KüsteN'Vecmefflings> Commission zuletzt als Examinator im atäos angestellt wurde. Im Herbste t86l wurde S. durch den Ein. fluß des früheren Kriegsministers Hol t an die Spitze eines Commando's gestellt, welches als Avantgarde gegen Eumber» land Gap ausrückte und eine etwa 3000 Mann starke Brigade Ohio-Tnip- pen bildete. Ueber diese Ernennung eines „österreichischen UnterofsicierS", wie S. allgemein genannt wurde, gab sich in den amerikanischen Kreisen, namentlich aber unter den Deutschen' eine nicht ge> ringe Tntrüstung kund, die aber doch nichts half, da S. trotzdem mit dem ihm übertragenen Commando an den Ort seiner Bestimmung nach Somerset in Kentuky abrückte. Als er im Camp Wild Cat eingetroffen, erschien auch bald ein überlegenes südunionifüsches Corps unter Befehl des Generals Zol l ikofer , der mit leichter Mühe das Lager, d^sSchöp f mit seinen Leuten bezogen hatte, zu stürmen gedachte. Aber in diesem Puncte hatte der feindliche General sich verrech» net. Schöpf und seine Truppen stellten ihm in einem mörderischen Kampfe so entschiedenen Widerstand entgegen, daß Zol l ikofer gänzlich geschlagen sich zu» rückziehen mußte. Schöpf wollte nun den durch den Sieg gewonnenen Vortheil auch ausnützen und den geschlagenen Gegner verfolgen und gänzlich aufreiben, aber ein unbegreiflicher Befehl seineS Vorgesetzten verhinderte ihn daran. Nun aber war S., der früher geschmähte Ge> genstand allgememec Entrüstung, mit einem Male der Held des Tages gewor> den und wurde später zum Brigade» General ernannt. Seine ferneren Schick» sale sind unbekannt. Presse (Wiener volit. Vlaty 18S2, Nr. 4?- „General Schöpf". — Wanderer (Wiener polit. VIatt) l8L2, Nr, 38: „Ein österrnchi, scher Bombardier — amerikanischer General". — Pest'.Qfuer Zeitunl ! i5l>l, Nr. 278.-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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