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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 180 -
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Schöpf, Vertrank 180 Schöpf, Franz der des durch seine Dorfgeschichten und VottSschriften bekannten Untervintler Cu raten Johann S.ss.d.S. 183^. Nach. dem er das Gymnasium und den eisten Jahrgang der philosophischen Studien in Innsbruck besucht, trat er in den Franziskamcordm ein, wo er seinen bis> heiigen Taufnamen Alo is mit dem Klostemamen B e r t r a n d vertauschte und am 2. August 1840 zum Priester geweiht wurde. Nach beendetem Studium der Theologie wurde er an der Hau« lehranstalt des Ordens in Schwaz als Zector der Religions.Philosophie und Weltgeschichte angestellt und betrieb mit Eifer das Studium der Philosophie. Später als Gymnasial» Professor nach Hall versetzt, verlegte er sich mit Nor< liebe auf die schon früher gepflegten kunsthistorischen Studien und veroffent. lichte neben verschiedenen Recensionen über neuere Kunsterzeugnisse auch als Korrespondent der k. k. Central-Commif» sion zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmal« in den „Mittheilungen" derselben mehrere Aufsätze über kirchliche Kunstgegenstände. Von diesen sind mir bekannt: „Golhische Monstranz zu Hall in Tirol" (Ad. I I I , 1888): — .Me Casula daselbst« (ebd.); — „Ueber die Wandmalereien im Kreuzgange zu Schwaz und die Urheber derselben" (Bd. VII I , 1863) und „Die gothische Pfarrkirche zu Schwaz in Tirol" (ebd.). Seine auf die< sem Gebiete «wordenen Kenntnisse auch praktisch zu verwerthen, wird ihm auch vielfach Gelegenheit geboten, da er nicht nur bei Restaurationen von Kirchen häu> sig zu Rathe gezogen wird, sondern auch Zeichnungen für Kirchenparammte und Pläne für Ultäre, Kanzeln und andere kirchliche Gegenstände m uneigennützigster Weise entwirft. Zur Zeit befindet er sich im Kloster in Botzen. Schöpf, Franz (Componist, geb. zu G i r l an in Südtirol am 19. Juni 1836). Tr ist ein Sohn des Alo is S. ss. d. S. 176^ und ein Bruder des I o> hann Baptist sS. 186^j. Erhielt von seinem Vater eine gute Erziehung und Ausbildung in der Musik, die er zu sei» nim Berufe erwählte. Gegenwärtig be> kleidet er die Stelle eines PfaroOrga» nisten in Botzm. Er hat sich vornehm- lich auf das Studium der Kirchenmusik verlegt und sich in dieser Richtung in der Komposition versucht. Allmälig hat er sich durch seine kirchlichen Compositionen so bekannt gemacht, daß feine Name bereits außerhalb seines Vaterlandes mit Anerkennung genannt wird. Franz Witt, Präsident des allgemeinen deutschen Cäci- lien.Nercins, Redacteur der „Fliegenden Blätter fur katholische Kirchenmusik« und i«a s^ora" macht aufS ch öpf's Composttionen, als Arbeiten musikalischer und religiöser Weihe, aufmerksam. S. hat bei/eils mehrere seiner Compositionen durch den Druck veröffentlicht, als da sind: „T'e llLun» in L tm H SinzZtinuüln, Mlllinen n. «. w."> Op. 2 (Innsbruck, Groß) I — „Drei Muriüiülder: „Nie Ullnigiü der Gnssül", „Un GelirznHc Er die h. Aburnt« atier Miiiln- zeit nnb ankere Maiennndlllhtcn, kür V Sing» stimmcn nnd Orgel". Oi?. 3 (ebd. 1862, Groß) : — „Grste leicht ansknlirlilirl ml> Kirchlich zelillltem MlLZe in 0 znm Sonn- nn^ Fciertllgzgelirllnche inr kleine Stadt- ynb Nliii- chiirc mit Ä Fingztimmen. K Violinen, 3 Olml» netten, K Hörner, Nillllln ouer Orgel Flute, Nillln, H Grampltln nnd Pnnken abligat, mit einer nmges. OrgelHtimme", (! (ebd. 1864. Groß): — „Am! i'Fo in <ü nnil ll tiir Ä SlnZztiminlil (ebd. 1864, Groß): — Fmi M'erwrien (H,ve mnri» «teül, und H Fllprnn, Klt, Gennr nnd NulS,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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