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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 183 -
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Seite - 183 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schöpf, 183 , Johann auch das jüngste Dogma von der Unfehl» barkeit des Papstes nicht wie andere Nmtsbrüder stillschweigend hingmom» men i er machte nicht blog kein Hehl aus seiner Ueberzeugung, sondern trat activ für die Sache deS „NltkatholicismuS" ein und ließ sich 1874 zum altkatholischen Pfarrer zu Sauldorf in Baden ernennen; er verließ seine Heimat, dem an ihn er» gangenenRufe folgend, und lebt nun dort als Seelsorger seiner neuen Gemeinde. Neue freie Presse (Wimer polit, Blatt) 1869, Nr. t71U- „Ein katholischer Priester über die Zustände in Kärnthen". — Deutsche Zeitung (Wiener polit. Parteiblatt, Fol.) 22. April 1872, Nr. 200 : S chö p f's Schreiben, womit er die gegen ihn gerichteten Angaben des Fürstbischofs V i n c e nz, Ocdinariats'Kaliz- lers Kometer und des ve. Simon Aich> ner berichtigt. — Fremden-Blatt . Von Gustav Heine (Wien, 4°.) l87«, Nr, l39: „Geschichte eines Tiroler Geistlichen". — Press« (Wiener polit. Blatt) l86I, Nr. 3t?, im „Eingesendet". Schöpf, Johann (katholischer Prie- ster und Schriftsteller, geb. zu Oberhofen in Tirol 30. April 1811). Der Sohn schlichter Bauersleute, in deren Hause frommer, christlicher Sinn und gute Sitte herrschte, und ist wohl mit dem tüchtigen Schullehcer Alois S. ss. d. S. 176^ und dem Sprachfor- scher Johann Baptist S. >^S. 186^ verwandt und ein Bruder desBertrand S. s^S. 179). Der Junge besuchte die Elementarschulen und als er diese hinter ftch hatte, kehlte er frohgemuth zu den ländlichen Arbeiten seines Standes zurück. Ccst, alS er bereits 14 Jahre alt war, regte sich in ihm ein edlerer Drang und er sprach das Verlangen aus, zu studlren. So kam er denn im Herbste 1823 nach Innsbruck, wo er zuerst die 3. Classe der deutschess Schule besuchte, im folgenden Jahre in'S Gymnasium übertrat, nach den beendeten philosophischen Studien sich den geistlichen Stand zum Berufe wählte und 1834 zu Bcixen die Theolo» gie begann. Sonderbarer Weise gab er das theologische Studium auf und be» gann bei seiner besonderen Vorliebe für die Medicin das Studium derselben, zu welchem Zwecke er sich nach Wien begab, wo eben damals die in diesem Wissens» zweige berühmte Wiener Schule blühte. Das Wiener Klima sagte ihm aber nicht zu, so ward er genöthigt, Wien zu ver> lassen, zugleich gab er aber auch das medicinische Studium auf und kehrte wieder zur Theologie zurück, die er in Briien beendete. Im Jahre 1841 er> langte er die Priesterweihe, nun trat er in die Seelsorge, in welcher er an mehre» ren Orten in Verwendung stand, bis er im 1.1833 als selbstständiger Seelsorger die Localie Ochsengartm im Oberinnthale erhielt und jetzt die Curatie in Unteruintl im Austecthale verwaltet. Bald versuchte sich S. auf dem Gebiete des Schriftstel' lers. und der „Oesterreichische Volks, freund", da« Münchener „Sonntags» olatt", Lang's „Hausbuch" und die von I . Laicus herausgegebenen „Beiträge in Trösteinsamkeit" enthalten Schöpf's Arbeiten erzählenden und verwandten Inhalts. Im Jahre 1886 begann er zu Innsbruck die Herausgabe deS „Spie» gel-Kalmders" mit dem Motto: „Mm- schenhecz, Himmelwärts", den er bis zum 8. Jahrgange (1863) fortsetzte, worauf derselbe zu erscheinen aufhörte. Schöpf schrieb diesen Kalender, ein insbesondere in den ersten Jahrgängen in seiner Weise vortreffliches, durch und durch gediegenes Volksbuch, dessen Auf- hören zu beklagen ist,, ganz allein. Außerdem gab er verschiedene andere Schriften heraus, deren Titel sind: „ M heilige GliMch. Nrumn" (Innsbruck 1836); i iM ' , erste und zweite Reihe
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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