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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 184 -
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Schaff, Johann 184 Schöpf) Ioh. Adam (Regensbulg 1887. Manz, 8».); — «su- dl°n. ZchllMMl« lBnM 1888; 2. Aufi. 1863); — „FWben und Mden einl« Vanb- ZeiMichln", 2 Bände (Innsbruck 1889 u. l860, 8«.), dieses Werk wurde von der Marianischen Gesellschaft zur Ver» breitung guter Bücker herausgegeben; — „Oiziihlnngln °N5 bn UllterländtZchen Geschichte" (Wien 1860), diese bilden die vieite Nb> theilung deS Lesebuches für die oberste Classe der Hauptschulen.' — „UebtnMb der hei!. ZienÄnillgd Nuthtimg»" (Brixen 1862); — „Nnknnz, lin hlÄmiSchnNaman" (ebd. 1868, 8°.); — „ M GlllMnZtinheit w «ir»l. Eine NurkglHichte" (ebd. 1868). Von anderen Arbeiten S.'s, deren ge> naue Titel ich aber nicht aufzufinden mochte, sind noch zu nennen: „Dr '— ,,Z!n« dem line« SchnlinMituu"; — „Nie — ein Bändchen Erzählungen über die Sacramente; — ein anderes über die zehn Gebote Gottes. Der Geist in S.'S Schriften ist ein christlicher, die Dar» stellung eine sorgfältige. Er schildert, wo es am Platze, Sitten und Bräuche des VolkeS in anziehender Weise, zeigt, wie im historischen Romane „Rufinus", ganz tüchtige Quellenstudien und volle Kennt» niß in Culturgeschichte und Archäologie. Für blasirte Leser sind seine Bücher frei» lich nicht, aber für das vo« der After» cultur der Neuzeit noch nicht angefressene Landvolk sind es liebe Gaben, welche ihre Wirkung, Steigerung des sittlichen Gefühles nicht verfehlen werden. Uebri» gens ist ei als Dorfgeschichten-Erzähler, worin er weder Au erb ach noch einen Anderen nachahmt, sondern seinen eigenen Weg geht, glücklicher, denn als Dramati» tiker, zu welch letzterem ihm Kraft, Schwung der Sprache und höhere Phan» taste fehlen. T i ru l e r < S t i m m e n (Innsbwcker Volksblatt, 4°.) l««4, Nr, 247, u. i8S3, Nr. 20, in den Correspondenzen aus Innsbruck ääo. 27. Oc> tober 1864 und ääo. 24. Jänner 1863. Schoepf, Johann Adam (Maler, geb. zu St raub ing im Jahre 1702, Todesjahr unbekannt). Ueber seine frü> heren Lebensumstände liegen keine Nach. richten vor. Zwanzigjährig kam er nach Prag. wo er nach vorgelegtem Probestück in die Altstadter Maler-Confraternilör aufgenommen wurde. Nun machte er sich in Prag ansässig und malte daselbst Altarbilder für Kirchen von Prag und die Umgebung und auch mehrere Fresken, welche Arbeiten jedoch Dlabacz für unbedeutend bezeichnet. I n Folge un» gebührlicher Redm gegen die Kaiserin Mar ia Theresia wurde er verhaftet und mußte nach zweimonatlichem Gefäng- niffe 1742 Prag, wo er sich mitterweile uerheirathet, verlassen. Nun kehrte er in sein Vaterland zurück. I n der Folge wurde er Hofmaler des Churfürsten von Cöln und zugleich churcölnischer Truch» seß. Im Jahre 1780 lebte er in Mün- chen und erscheint in den ihn betreffende« Perfonalacten als „exulirter Bürger von Prag". Als Zeitgenoß des berühmten Tiroler Malers Joseph Schöpf ward er nicht selten mit diesem und noch öfter mit seinem eigenen Sohne Johann Adam verwechselt. Im I . 1760 kaufte er Geißel'Pullach im ehemaligen Landge» richte Dachau bei München, wo er alk wohlhabender Mann lebte. Von seinen Arbeiten in Prag erwähnt Dlabacz die Fresken in der St. Karl Borromäus' kkrche; — den Kreuzgang auf dem wei- ßen Berge; — die Decke in der St. Hie° ronymuscapelle ebenda, 1728 gemalt.. Von anderen Arbeiten seines Pinsels ist mit Ausnahme eines kleinen, in der Schleisheimer Gnllerie befindlichen Bil» des, das eine?5etö vorstellt, dann eineS
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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