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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 185 -
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Schöpf) Ioh. Adam 186 Schöpf) Ioh. Adam „H. Zlbendmnh!«", in der Pfarrkirche des h. TiburtiuS zu Straubing, und einer „Flucht in GMtm", in der Franziskaner» kirche ebenda, nichts bekannt. Dem Uc> theile von Dlabacz entgegen nennt ihn Füßl i einen „künstlichen (»io) und er» fahrenen Historienmaler, mit dem wenige feiner Zeit zu vergleichen warm". Io> hann Adam hat auch einige Blatter selbst radirt, und zwar: „Mr nuckte Ninder, line« derselben ant einem Minen reitend", be> zeichnet: ^äain Lo^oL^ lsüii 1768 (gr. 8«.); die folgenden tragen keine Jahreszahl, auf einigen steht sein Name, auf einem mit dem Wortchen äs, wie er sich denn auch in seinen letzten Lebens- jähren „von Schoepf" schrieb,' andere Blätter wieder sind ohne seinen Namen: „Hennle«, im Nachdenken nn linen Nnnm ge> lehnt, line Knmnde Figur lMt ein Giitelchen, nnch Zech« andere Fignren umstehen den H«o«", bezeichnet: ^.. üe Zo^oe^i so. N. (Quer» Fol.), sehr selten; — „Gine ant dem Nnöen Zitzende Fian mit einem nuckkn Rinde zur Brite" (12«.); -^ „Kwei Nnlltcn» deren einer Fische in den Ollpk M " (120.); — „»»«« schlügt W»sser nus dem Felsen" (8<>.). die letzten drei mit seinem Namen bezeichnet; — „Gine Frun mit ihrem Uinde M den Annen", Halbsigur (12".), ohne Namen. Johann Adam's Todesjahr ist unbe> kannt, 1766 hat er noch gelebt, da er sich damals bei Dachau ankaufte. — Sein in Prag um 1738 geborner Sohn Johann Uepomuk erhielt den ersten Un- terricht in der Kunst in seiner Vaterstadt Prag von seinem eigenen Vater. Wenn seine Biographen den berühmten Martin Knol ler seinen Lehrer nennen, so ist daS eine Verwechslung mit dem schon erwähnten Tiroler Maler Joseph Schöpf s^s. d. S. 188^, welcher mehrere Jahre bei Kn ol l er gearbeitet. Als sein Vater Prag verlassen mußte, folgte ihm auch sein Sohn in's Ausland. I n Mün> chen bat er im Jahre 1761 um Unter» stützung zu einer Reise nach Italien. Ob er eine solche erhalten und in Italien gewesen, ist nicht bekannt. Im Jahre 1768 erhielt er den Titel eines chmfürst. lichen Kammerdieners und Hofmalers und schrieb sich von dieser Zeit an Ioh. Nep. von Schoepf. Er malte Altar' und profane Bilder. Von ersteren sind bekannt in der Kirche zu Fürstenfeld» Brück in Oberbayern nebst anderen Altarblättern das Hochaltarblatt: „Him- meltllhrt M»riä", welches seinem Vater zu» geschrieben wurde, durch dm Stich von Iungwi r th aber als des Sohnes I o» hann Nep. Werk bestätigt ist; — zu Regensburg in der St. Iohanneskirche: „Nn heil. Johannes dn Ganser" ', — im chur- fürstlichen Schlosse Fürstenried bei Mün» chen: „Nie sieben griechizchln Kaiser", ein großes Gemälde; — „Marin Magdalen»"; — „sükrüw"; — „Niligenes«; — „Nristll- telez" und die Copie des in der alten Pinakothek zu München unter Nr. 271 befindlichen Bildes von P. P. RubenS: „Meleager überbringt Atalanten den Kopf des calydonischen Ebers". Von Johann Nep. Schoepf's Radirun» gen ist nur jene seines eigenen AltarM des zu Fürstenfeld'Bruck: „Himmelfahrt Maria" bekannt, welche LodilLpi «^«'a) inv. st ioo. bezeichnet und mit dem Grabstichel Übergängen ist. DaS Blatt ist nicht zu verwechseln mit dem ober» wähnten Stiche desselben Bildes in gr. Fol. von Iungwi r th . Wann Io» hann Nep. S. gestorben, ist nicht be> kannt; Lipowsky und nach ihm Andere lassen ihn noch 1810 am Leben sein; daS ist offenbar eine Verwechslung mit dem Tiroler Maler Joseph Schöpf, dessen Bilder auch dem Johann Nep. S. zugeschrieben wurden; weßhalb auch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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