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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 186 -
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Schöpf) 2oh. Bapt. 186 Schöpf, Iuh. Bapt. Joseph Schöpf, um solcherVerwechS lungen ferner vorzubeugen, seine Bildc mit ttiu,8Lpi,e! Lüliö^k ?iloIoZ6 bezeich nete. Die Künstler aller Zeiten und Völker. Ve> gönnen non Prof. Fr. Müller, fortges. von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860, Ebner u. Seubert, gr. 8°.) Bd. I I I , S. 482. — Meyer (I.), DaS große Conoersations-Lexi ton für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Zweite Abtheilg Vd. VII, S. ^32. Schöpf, Johann Baptist (Sprach, forscher, geb. zu Seefeld in Tirol 29. Jänner 1824, gest. zu Botzen 20. Februar 1863). Der Sohn des als Schullehrer und Humanisten denkwür digen AloiS Schöpf ss. d. S. 176) erhielt er eine für seine Verhältnisse sehr sorgfältige Erziehung, kam dann nach Hall, wo er das Gymnasium besuchte, zugleich aber mit großem Eifer Musik betrieb. Nach an den Gymnasien zu Innsbruck, Hall und Roveredo beendeten Studien trat er 1842 in den Orden der Franziskaner, in welchem er am 21. No< vember 1848 die Gelübde ablegte. Am 13. Mai 1847 erhielt er die Priestür, weihe, und dem Lehramte sich zuwen» dend, begann er sofort seine Lehrthätig' keit am Gymnasium zu Botzm. Zugleich mit seinem Lehramte lag er, durch Grimm's und Schmeller's Werke angeregt, linguistischen Forschungen ob, die er, ungeachtet einer ziemlich schwäch» lichen Gesundheit, mit einer Zähigkeit ohne Gleichen energisch betrieb. NlS er in Folge übergroßer Anstrengung zu kränkeln begann, hielt er wühl mit seinen Arbeiten inne, aber immer nur so lange, bis er sich wieder stärker fühlte, um zu seinen Forschungen zurückkehren zu kön- nen; endlich aber rächte sich die Natur an dem schwächlichen, zu sehr in Anspruch genommenen Körper und in seiner Klo» sterzelle entschlief der erst neununddreißig Jahre alt gewordene Sprachforscher, der seiner Kanzelberedsamkeit und Lehrthätig, keit wegen hoch verehrt, seiner wifsm» schaftlichen Leistungen wegen auch weit über Tirol hinauS bekannt und geschätzt war. Hatten ihn schon in seiner Jugend die Bräuche und Sitten seines Volkes angezogen und seine Aufmerksamkeit nach dieser Seite rege gemacht, mir um so größerem Gifer verlegte er sich auf das Studium seiner Muttersprache, da er durch die Werke großer Sprachforscher auf die Resultate aufmerksam geworden, welche sich aus dem sorgfältigen Stu» dium der Sprache ergeben. Leichtbegreif» lich zogen ihn zunächst die heimatlichen Dialekte an und nun widmete er alle Muße seines lehramtlichen Berufes der Erforschung und dem sorgfältigsten Stu> dium der Volksmundarten Tirols. Die erste Frucht seiner Studien: „Ueber die deutsche Volksmundart in Tirol mit Rück» ficht auf das Mittelhochdeutsche und die gegenwärtige Schriftsprache", veröffent. lichte er im Programm des Botzener Gymnasiums für 1883. Die Art und Weise der Behandlung, welche sich ebenso durch Klarheit der Anordnung dos Stof» es, wie tüchtige Kmntniß der einschlä» gigen Fachschriften auszeichnete, fand in Fachkreisen allgemeine Anerkennung. Die nächste größere Arbeit, welche der bereits erwähnten folgte, waren seine „Nachträge aus Tycol zu Schneller's bayerischem Wörcerbuche", welche er in Fro mman's „Zeitschrift für deutsche Volksmundarten" Jahrg. 1838) veröffentlichte, worin er chon früher mit einem „Ueberblick der prachlichen Elemente Tirols" und eini> gen kleineren Beiträgen aufgetreten war. Durch die verdiente Anerkennung, welche iese Arbeicm in Fachkreisen gefunden, auf das Angenehmste ermuntert, begann
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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