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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 190 -
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Schöpf. Joseph 490 Schöpf, Joseph verschiedensten Orten, hatte aber seinen stehenden Aufenthalt in Innsbruck, wo er zu wiederholten Malen, einmal wegen Abbestellung einer großen Arbeit ai 5re8oc>, das andere Mal wegen Ablebens feiner ihm kurz vorher angetrauten Frau. in Schwermuth verfiel und beides Mal längere Zeit unthätig blieb. Ein dritter längerer Anfall trat ein, nachdem ei durch den Bankerott eines Freundes einen großen Theil seines durch die Kunst er» wordenen Vermögens eingebüßt hatte. Von diesem Schlage erholte er sich nicht mehr, langsam hinsiechend, starb er im hohen Alter von 77 Jahren. Groß ist die Zahl der Arbeiten S.'s; außer den bereits erwähnten sind noch zu nennen von seinen Fresken: 1783 jene in der Bmedictinerkirche Aschbach unweit Regensbmg, mit welchen er seinen Kunst- lerrnf !n Deutschland begründete und unter welchen vor allen „Zle Verklärung OHN5Ü" gerühmt wird,' ferner in der Kirche zu Ahm im Pusterthale 1786, darunter besonders bemerkenswerth: „ M OMe im Jordiin" und „Die Pndigt ill5 h. Ichllnim in t,« Viiste"; in der Pfarrkirche zu Bruneck 1790; in jener zu Kaltein, den „MLrtqrrrtiii! oe« h. Virgüiu«, l>en da« rnglnt,! Grient!»« VuIK in die Flutlien zchlru- wie" darstellend, 1782; in der Nachbar- lichen Kirche zu Vilnöß; in der Kirche bei St. Johann Nepomuk in Innsbruck 1794; im Brixenthale 1796 ; in der St. Antonikirche zu St. Johann im Unteiinnthale 1797; in der Heiligenblut, capelle zu Stams 1801; in der Kirche zu Reith im Unterinnthale 1804 und in der neuen Kirche zu Wattens 1810, welche an Stelle der 1809 abgebrannten erbaut wurde; endlich in der Servitenkirche zu Innsbruck, in welcher S. in zwei Abthei- lungen des Gewölbes, den „Mgchied du h. nun Ulsn Mit" und „Nmeü Gintritt in den Himmel" darstellte, eine Arbeit seiner letzten Jahre vor Beginn seiner Schwer» muth, die ihn arbeitsunfähig gemacht. Neben diesen Fresken führte der Kunst, ler zahlreiche Al tarb i lder aus, u. a. ,,N« Gllb l,e5 h. Nischuls Martin" für die Kirche zu Nhrn, mehrere Altarblätter für die Kirche zu Bruneck, 1813 und 1814 gemalt, für die St. Iacobskirche zu Innsbruck, darunter jenes, in welches das wunderthatige Madonnenbild von LucaS Kranach eingesetzt wurde; das Hochaltaibild für den Dom in Brixen: „Ohri«tn« am Rrenp", Wiederholung sei» neg für Genezzano gemalten Bildes; feiner Altarblätter für die Kirchen zu Klausen, Stanz bei Landeck, Miemin» gen, Hopfgarten, Oberbogen, Volders, Schwaz, Wattens, für die Kirche zu Leopoldödorf im Viertel u. d. Manhaits- berge in Niederösterreich und noch meh» rere andere. Von den von S. gemalten Staffeleibildern. als Historien, Bildnissen u. dgl. m., fmd bemerfenöwerth: „Der lelrndi! Mraz", 1790 gemalt, im Besitze deS Lord Br is to l , für den S. mehrere Vilder gearbeitet; — „Oinlinnatns wirb m!» Mngr weg znr Nirtatnr kernten", für Frei» Herrn Kiessel von Gual tenberg in Wien s^Bd. XI I I , S. 201); eine natur. getreue Ansicht der Martinswand für Freiherrn von Hormayr , der noch mehrere andere Bilder ' deS Künstlers besaß; mehrere „Madonnen" und ,Heilige Familien" für verschiedene Privatpersonen, einige herrliche Copien nach Raphael und eine nach R. Mengs für den Eulle» gialrath Unt. uTschiderei in Votzen, und auch mehrere Bildnisse, denen aber geringe Aehnlichkeit der Personen nach» gesagt wird. I n Innsbruck befinden sich auch noch mehrere Arbeiten deS Kunst, lers. So befitzt Dr. Joseph Ritter von Peer eine mit ungemeiner Zartheit aus»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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