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Schöpf, Joseph
Schoner aus Alpach im Unterinnthale,
die aber bereits im December 1807 starb,
daher über seine häuslichen Verhältnisse,
welche von Anderen als nicht glücklich ge>
schildert werden,
sich kaum etwas Bestimm-
teö sagen läßl. Da er durch den Bankerott
eines Freundes, wie schon bemerkt worden,
einen großen Theil seines mühsam erwor«
bemn Vermögens verlor, konnte er sei>
nen Lieblingsgedanken, eine Anstalt für
Künstler in Tirol zu stiften, nicht aussah-
ren. Tr starb nach längerem Leiden und
verschrieb auö Dankbarkeit alle in seinem
Nachlasse befindlichen Gemälde, Skizzen,
Kupferstiche und die große Menge seiner
werthvollen Studien und Zeichnungen
dem Stifte Stams, dem er zunächst seine
Ausbildung verdankte. In jüngster Zeit
wurde die Idee angeregt, dem längstver»
storbemn Künstler in seinem Geburtsorte
TelfS ein Denkmal zu errichten. Die
Enthüllungsfeier desselben fand am
24. October 1878 Statt. I n einer vier-
zehn Fuß hohen Nische, welche an dem,
dem Gasihofe zum „goldenen Löwen"
in Telfs unmittelbar gegenüberliegenden
Eckhause ausgemeißelt wurde, steht
Schopf's Monumentalbüste, welche der
Tiroler und S
ch
o p f 's Landsmann Alois
Gapp gearbeitet hat. Von früher her
befindet sich in der IohnnneSkirche zu
Innsbruck eine Marmortafel mit einer
Inschrift, welche, wie Herr Hunold
schreibt, im „Wesentlichen" lautet: «Dem
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Mie die Bezeichnung Hu.
nolo's: „im Wesentlichen", zu verstehen
ist, ist nicht leicht zu sagen. Ist obige
Inschrift etwa eine Uebersehung? Oder
eine Abkürzung?^
Hunold (Valthasar), Der Tiroler Waler In.
seph Schöpf und seine Werke. Erinnerung
zur Enthüllungsfeier seines Denkmals u, s. w,
(Innsbruck l8?L, Wagn«, kl. 8».). ^
konnte diese Schrift, die zugleich mit der
Correccur meiner Lebensskizze bei mir ein»
traf, nicht mehi.- benutzen.^ — Tiro«
lischeS Äünstler'Lexitl lN oder kurze
Lebensbeschreibung jener Künstler, welche ge>
borne Tiroler waren (Innsbruck l830, Felic.
Rauch, 8°) S, 22« u. f. — National'
Kalender (InnsbmÄ), Jahrg. 1824- „Io<
scph Schöpf", von BenitiuS MayQ —
(Hor m a y r'ö) A rchiu für Geographie, Hi,
storie, Staats» und Kriegskunst (Wien, 4»,)
Jahrg. lS»l, Nr. !! u. «, S. Ll. — Vote
für Tirol und Vorarlberg t823, Nr, L24, 22«,
^32: Nekr°>!.'8! l«78, Nr. 224—22?: „Joseph
Schöpf und seine Werke", uon Nalthasai
Hunold. — Nagler lG. K vr.), Neue«
allgemeines Künstleü'Leiikon (München l838,
E, A, Fleischmann, 8".) Vd. XV, S, 479. —
Oesterreich ische Nat!0nal'Cn<,'!itlll '
pädie von Gräffer und Kziknun (Wien,
8».) Nb. IV, S. 881. — Staff ier (Ioh.
Jacob), Das deutsche Tirol und Vorarlberg,
topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen
(Innsbruck 1«4?, Felic. Rauch, »».) Nd, I,
S, «77. — Meyer (I.). Das große Eon<
uer,sation6°LüNkon für die gebildeten Stände
(Hilobmghnusm, Nibliogr, Institut, gr, 8«,)
Zweite Abtheilun«. Bd. V I I , S. 52»2. __
Die Künstler aller Zeiten und Völker.
Begonnen uon Prof. Fr. Mül ler, fortgesetzt
uon »r, Karl Klunz i nger (Stuttgart i86»,
Ebner u, Seubert, gr. ««.) Nd. I I I , S. 4«2
— Flora (Münchener Blatt, 4",) Jahr«.
t82l, Nr. <3 u, t4. — Porträt. Gin Selbst'
Porträt des Künstlers befand sich ehemals in
der Gallerie des Grafen Firmian zu Leo>
poldskron bei Salzburg, ist gegenwärtig im
Innsbrucker Museum, darnach hat Alois
Gapp die Vüste für das Denkmal in T M
gemeißelt. — Als der sächsische Hofmalet'
Vogel von Vo gelstein im Jahre l«2« iM
Innsbruck
sich aufhielt, uollendete er auch «W
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon