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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 193 -
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Schöpf, Joseph 193 Schöpf. Ios. Ant. Bildniß Schüpf's, da« in seiner bekannten Porträtsammlung sich befand. — Denkmal. Q brist ( I . G.), Die Enthüllungsfeier des Schöps-Denkmals in Telf« am 2t. October ^«73 (Innsbruck 1873, Wagner, kl. ««.). sJuch diese Schrift langte zugleich mit der Con'ectur meiner Lebensskizze bei mir an, blieb also von mir unbenutzt,^ Schöpf, Joseph, siehe S. 196, in den Quellen Nr. 2. ' . Schöpf, Joseph Anton (gelehrter Theolog und Fachschriftsteller, geb. zu UmHausen im Oetzthale Ti- rols am 3. Februar 1822). Das jüngste Kind schlichter Landleute; seine Mutter hatte erst in reiferen Jahren — sie zählte deren 39 — geheirathet und war 46 Jahre alt, als sie Joseph Anton gebar. Sie hatte auch mit dem das Oetz> thal bereisenden Prinzen, nachmaligen König LudwigI. ein Tänzchen gemacht, ein Ereigniß, das nicht blos in der Fa> milk, fondern auch im weiten Umkreist der Gemeinde in Erinnerung blieb. Sie erreichte daS hohe Alter von 96 Jahren, war in den letzten zehn Jahren erblindet und hatte seit 1880 bei ihrem Sohne Joseph Anton gelebt, der ihr die Gruft Nr. 1 auf dem St. Sebastians- Friedhofe in Salzburg kaufte, welche nun die Aufschrift: „Grabstatte für Schöpf" führt. — Joseph Anton erhielt den ersten Schulunterricht im Cistercimserstifte Stams, kam, 10 Jahre alt. nach Innsbruck, wo er das Gymna» sium besuchte und mit noch drei anderm Genossen, sämmtlich Trager seines Na» mens. nämlich mit Johann Schöpf, dem Autor des „Spiegel-KalenderS" ^S. 183^. mit dessen Bruder Alois, nachmals BertrandW. 179^ und mit Johann Baptist, dem zu früh ver- storbenen Sprachforscher und Fcanziska- nermönch sS. 186^ auf einer Stube wohnte. Am Studium hatte Joseph u. W u rz b llch, biogr. Lelikon. XXXI Anton im Anbeginne nicht die rechte Freude, und als feine Eltern in Freunds« heim bei Anwies im Oberinnthale einen Hof gekauft hatten und dahin übersiedelt waren, fand sich S. daselbst ein. so oft es ohne Gefahr vor Entdeckung von Seite seiner Lehrer nur möglich war. AlS ein» ziger Sohn neben drei Schwestern sollte er die Bauerschaft übernehmen. Aber die Mutter, die aus ihm ,das Ideal ihrer Wünsche", einen „geistlichen Herrn", machen wollte, behielt die Oberhand und ihr Einfluß auf den Sohn siegte. Im Jahre 1840 ging S. nach Gratz zur Fortsetzung feiner Studien, in welche eine längere Krankheit störend eintrat. Im Herbste 1841 begann er zu Salzburg das theologische Studium, trat im fol> genden Jahre in das fürsterzbischöfliche Pliesterhaus daselbst und erlangte nach beendeten Studien am i. August 1843 die Priesterweihe. Zunächst trat er nun in die Seelsorge, und zwar als Hilft» Priester zu Stum im Zillerthale, wo er zeitweilig als Katechet drei Schulen zu versehen und bei der mitunter lange an» dauernden Verhinderung des Lehrers auf dem Gattemberge die ganze Schule zu besorgen hatte. Am 23. Februar 1848 wurde er zum Supplentcn des Lehramtes der Kirchengeschichte, bald darauf auch des KirchenrechteS an der Salzburger theologischen Facultät ernannt, worauf er im Mai 1831 die theologische Doctor» würde erlangte. Auf Befehl seines darna- ligm Ordinarius, des Cardinals Fürsten Schwarz enberg, übernahm S. im Jahre 1848 die Redaction eineS täglich erscheinenden politischen Blattes, bec „ Salzburg« constitutionellen Zeitung", die er bis 7. Juli 1831 fortführte. Es war dieß eine ihm nichts weniger als willkommene Bürde, da seinem offenen, freimüthigen Sinne Vieles als das Rechte 12,Dec. 18?«.) 13
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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