Seite - 195 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
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Schöpf, Ios. Ant. 195 Schöps Peter Paul
über dus Unndmerk" (Salzburg l86l), 8".);
— „Wie ein ZchnckrgeSrlle lllz Nechant uon
Nnchwgllben gestnrliln" (ebd. 186.) ; —
„Sendschreiben in die Ochthnler nnd andere
Nunern dez Silzii Gerichts im tilülibchen Gber-
lande über du» ZuZrucken ß^en die Wülzchen
,nm Mlhbichlrrtillner" (ebd. 1889, kl. 8".).
diese Schrift wurde gleich nach ihrem
Erscheinen uon der Polizei confiscirt;—
„Nothwehr" (Salzburg 1861. 8«.)'. —
„Hie Presse" (ebd. 1861, 8«.); — „Peter
Gnrl GhllrnieZer (zum Besten der hin-
artigen sSalzlinrgeiH Zrctknn des deutschen
Alpenmmn«)" (ebd. 1871. 8«.): — „Nenk>
schritt tnr Mederhnstellnng der Pinuerzität
Zalzlinrg" (ebd. 1871, 8«.). Viel hat S.
für Zeitungen geschrieben, darunter, wie
schon erwähnt, für die Al lgemeine
Zei tung, in welcher außer den schon
erwähnten Aufsätzen bemerkenswerth find
im Jahre 1864, Nr. 380 u. 331: „Dr.
Maychofer, Haspinger'S Adjutant"; und
sämmtliche Aufsätze über die Tiroler Co.
lonie in Peru; — für den T i ro ler
Boten , unter denen sein Aufsatz:„Ueber
die Grenzen des canonischen Gehorsams"
seiner Zeit Aufsehen gemacht; — für
Dr. Schönherr's „Schlchen»Ze!tung",
darunter eine „Biographie Hnspinger's",
nnd über „Die Diöcesan.Umschreibung,
d. h. Neubegrenzung der tiiolischen Diö»
cesen"' für die Salzburger Zeitung
zahlreiche Aufsätze, darunter mehrere
Städtebilder Oberitaliens, als Genua,
Aleffandria, Magenta, Tuiin u. f. w.
Außer der schon erwähnten Professur und
Vorstandschaft des Salzburger Gesellen-
Vereins bekleidet S. gegenwärtig die
Decanswürde, und zwar seit 1888 das
fünfte Mal, der theologischen Facultät,
ist Confistoiialrath des Agramer Consi-
storiums und salzburgisch geistlicher Rath.
Eigene handschriftliche Not izen und
die Ausweise und Berichte der Gesellen»
Vereine von Salzburg und Hallein. Ichoepf, Peter Paul (Bildhauer,
geb. zu Imst in Tirol im Jahre 1737,
gest. zu München im Jahre 1841).
Die NnfangSgründe der Bildhauerkunst
erlernte er bei einem heimischen Bild»
schnitzer, Namens Rehn, der eben ohne
künstlerische Bedeutung, doch in der Tech.
nik seiner Kunst gut bewandert war.
Zwölf Jahre halle S. bei Rehn gear>
beitet, nun begab er sich nach Augsburg,
wo er nicht weniger denn dreißig Jahre
thälig war, worauf er nach München
übersiedelte und dort die Rechte eines
bürgerlichen Bildhauers erwarb. Daselbst
wurde er seiner Geschicklichkcit wegen viel
von Seite des HofeS beschäftigt. Als er
in Folge seines zunehmenden Alters grö>
ßere Aufträge nicht mehr auszuführen im
Stande war. verfertigte er vornehmlich
Crucifixe aus Holz, an denen die ans»
druckvolle Behandlung des sterbenden
Heilands besonders gerühmt wird. I n
Augsburg arbeitete S. viel für Kirchen,
wo seine Leistungen, da sie das Gepräge
eines würdigen, kirchlich ornamentalen
Styles an sich trugen, besonderen Beifall
fanden. Auch an Aufträgen reicher Pri.
vatleute fehlte es ihm nicht. Als er später
in München seine zweite Heimat fand,
führte er 1792 die Arbeiten im Capitel»
saale des Malteserordens, in den Räum»
lichkeiten der damaligen Gallerie und in
den Gemächern der königlichen Residenz
aus, welche er ganz im Geschmacke seiner
Zeit ausschmückte. Der Künstler erreichte
das hohe Alter uon 84 Jahren. Sein
Andenken lebt in seinen Söhnen Lorenz
und Peter fort, deren Ersterer als Lehrer
des Ornamentenzeichnens an der Mün»
chener kön. Kreis»Landwirthschafts» unb
Gewerkschule thätig gewefen, und wenn
er noch lebt, bereits 78 Jahre alt ist,
der zweite aber, Peter (1804 geboren),
ein Schüler Th orwnldsen's, sich in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon