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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 199 -
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Schäsler 199 Schösler und ging 1747 — nicht, wie uns Pa tuzzi belichtet, nach Innsbruck, wo e im Alter von 39 Jahren gestorben wäre fondern — nach Prag, wo er sich hauS lich niederließ und bis an sein Lebensend verblieb. Von seinen Arbeiten daselbst find anzuführen: für die Kreuzkirche Reichenbeig in Böhmen zwei Altarblät» ter: „Nn 3f. Jasepl!" und „Nrr H. Äntunin, Nun Pudna", und in der Fürst Lobko w itz'schen Lorettocapelle auf dem Hrad schin zu Prag ist der ai ü-LLoo gemalt« Kreuzweg sein Werk. Schal let (Iaroöl.). Topographie des Bunz lauer KreiseS, S. 273. — Neue V ib l io ihek der schönen Wisseiifchaften und Künste, Vd, XX, Stück 1, S. l46. — Dlabacz (Gottft. Ish.), Allgemeines historisches Kunst, ler»Lelikon füi Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 18i5, Gottl Haase, H«.) Bd. I I I , Sp. 02. — Patuzz (Alex.), Geschichte Oesterreichs (Wien, Wene. ditt, schm. H°.) Vd. I I , S. 343, in der „Nebersicht der österreichischen Maler". Schüsler, Johann Joseph (Hu ma nist, geb. zu Römerstadt im Olmützer Kreise Mährens im Jahre 176l, gest. zu Troppau 3. Mai 1824). Die über sein Leben berichtenden Quellen über» gehen seinen Lebens» und Bildungsgang und führen den Leser mitten in die Er» gebniffe seiner Thätigkeit, die freilich ganz darnach angethan sind. seinem Namen im Kreise seiner Mitbürger eine dankbare Erinnerung zu sichern. S. bekleidete viele Jahre hindurch die Stelle eines Bürger» Meisters von Troppau. Vor Allem ist es der Park der Stadt Troppau, eine der schönsten Erholungsanlagm, wie deren in solcher Ausdehnung wohl we> nige Städte aufweisen können, mit dem SchöSler's Name untrennbar verbun« den ist, denn er war es, der die Bewoh» ner der Stadt zur Gründung desselben eigentlich angeregt und die dauernde In» standhaltung desselben gesichert hat. Eine einfache, an einem im dunkeln Baum» schatten versteckten Plätzchen aufgestellte. mit dem Namen des Gründers versehene Denksäule erinnert die folgenden Ge> schlechter an dm um daö Gemeindewohl auch sonst noch verdienten Mann. Ferner eine andere, nicht minder verdienstliche Schöpfung ist S.'s Werk. Im Jahre 18<4 forderte S. zur Gründung eines städtischen Museums auf, in welchem die verschiedenen Natur» und Kunstproducte des Landes als in einem Centralpuncte vereinigt werden sollten. Nn edler Wett» eifer entstand alsbald unter den Bewohn nein der Stadt und des Flachlandes. Landgeistliche, Beamte, Jäger sammelten für den angedeuteten Zweck und am 27. Mai 1821 konnte bereits daS Mu» seum eröffnet werden, welches eine an» sehnliche Bibliothek und reiche Samm< lungen von Mineralien, Vögeln, Gchmet» terlingen, Käfern, Alterthümern, Model» len und anderen Sehenswürdigkeiten enthält und eine gemeinnützige Zierde der Stadt bildet. Ferner ließ S. die hart zwischen der Stadt und den Vorstädten ruinenhaft sich erhebenden alten Wälle und wüsten Reste der ehemaligen, in der neuen Zeit überflüssig gewordenen Stadt« mauer und Wachtthürme abbrechen und setzte an ihrer Stelle anmuthige Anlagen in Art eineS englischen Gartens, welche bald ein sehr beliebter Erholungsort für Alt und Jung wurden. Die in den Iah» ren 1812 und 1817 von HungerSnoth 'chwer heimgesuchte ärmere Bevölkerung Troppau's fand an Bürgermeister S. den werfthätigen Beseitiger der drin» gendsten Noth: im Jahre 1829 gründete er nun auch den Aimenfond, ging zu die« fem Zwecke in Person von HauS zu Haut und brachte gleich bei der ersten Samm> lung über siebentausend Gulden C. M.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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