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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 202 -
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Schotbl 202 Schale Salzburg, wo er im Alter von 70 Iah» im starb. Durch einen Einsiedler, der in der Nähe der Heimat Schoibl'S lebte und seine Lebensbedürfnisse vom Ein sammeln der Kräuter bestritt, die er als- dann an Apotheker verkaufte, wurde S., damals noch ein Knabe, zuerst mit den Namen und Eigenschaften der Pflanzen näher bekannt und in ihm die Liebe zur Beschäftigung mit denselben und ihrem näheren Studium angeregt. Bald gelang es ihm, mitHoppe >M. IX, S. 260). Braune sBd. I I , S. 124^ und anderen Botanikern sich in nähere Verbindung zu setzen, wodurch er sein botanisches Wissen wesentlich bereicherte und vecuoll» kommnete. Eine weitere Quelle seiner Kenntnisse wurde das anhaltende Stu- dium des berühmten Kräuterbuches von ?u,b «rnasmoutHiiULi das ihn nicht nur mit vielen ihm bis dahin fremden Gewächsen, sondern vornehmlich mit ihrer Nutzanwendung bekannt machte. Mit den Fortschritten, die er in der Wis> senschaft machte, wuchs auch die Liebe zu ihr und daS Verlangen, sich die wich» tigsten ihrer Werke zu verschaffen, und von den äußerst kärglichen Mitteln, die ihm. dem vermögenlosen Schneider, der seinen eigenen Lebensunterhalt vom Ver» dienste seiner Nadel bestreiten mußte, zu Gebote standen, wußte er sich so viel zu ersparen, daß er allmälig Zinn6's uoll> ständiges Pflllnzensystem, Sch rank'S bayerische Flora. Sturm'S Flora von Deutschland mit Abbildungen und an» dere botanische Werke sich kaufen konnte. Äls er in der Folge in Besitz von Haus nebst Garten und Geldgründen gelangte, cultivirte er viele ökonomische Pflanzen in seinem Garten, vornehmlich aber eine große Menge von Alpenpflanzen, die er auf seinen botanischen Ausflügen sam> nielte und häusig auch aus Samen zog. Nach seinem Tode hinterließ er ein an» sehnliches Herbar. Die Salzburger Zei< tung versprach, als sie seinen Tod mel- dete, ausführlichere Mittheilungen über seine botanischen Forschungen und Reisen, seine Pftanzensammlungen und Garten» anlagen zu bringen und soll bis heute ihr Versprechen lösen. Wanderer (Wiener polit. Blatt, Fol,) 18«S, Nr. 177, Abendblatt : „Der Schneider und Botaniker Schuibl". — Icihre 2 bericht der l. k, vollständigen Nnterrealschule in Salz« bürg 188« (Salzburg, 4») S, 11, im Auf' fatze: „Beiträge zu einer Geschichte der bota> Nischen Forschungen in Salzburg", uon H. Reitzenbeck. Schote, ... (Blumenmaler, Ge> burtsort und Jahr unbekannt, gest. zu Prag an einem der letzten Decembertage 1866). Neber den Vildungs« und frühe- ren LebenSgang S.'S, der, als man sein Ableben ankündigte, als Blumenmaler bezeichnet ward, fehlen alle näheren Nach» richten. I n den Vierziger'Iahren hatte er sich in Prag, wo er lebte, an den Agi> talionen der öechisch'Nationalen Partei in hervorragender Weise betheiligt und war im Jahre 1848 Mitglied der be> rüchtigten „8warna8t", als welches er eine solche Thätigkeit entfaltet hatte, daß er nach Herstellung der geschlichen Ocd» nung es für gerathen fand, Reißaus zu nehmen und seine Zuflucht in Serbien zu suchen. Daselbst, wo er als Blumen« maler keine Beschäftigung fand. konnte er nur kümmerlich seine Existenz fristen. Um den Anfang der Sechzige»Iahre er< hielt er die Erlaubniß zur straffreien Rück» kehr in seine Heimat, wo sein Name erst wieder öffentlich genannt wurde, als sein Ableben bekannt geworden. Ueber seine Leistungen als Blumenmaler ist Näheres nicht bekannt. Im „slovnik ng,nonF", der sich, so lange er mich nicht überholte, seine Gelehrsamkeit auch auS meinem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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