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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 205 -
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Scholl 208 KchM aber diesen Posten nur einige Monate und lebt nunmehr als unangestellter Mneral.Major, in Wien. Viel genannt wurde der Name des Generals zur Zeit, als der Neubau der Neustädter Akademie in Anregung gebracht wurde, denn ihm siel die Ausarbeitung des Planes zu die» sem monumentalen Baue zu. Thatsäch» lich wurde derselbe auch in Angriff ge» nommen, das Project aber, nachdem große Summen verbaut worden, wieder fallen gelassen. General Scholl war ferner Präsident der Donau-Regulirungs» Commission und Mitglied jener Eommif» fion, die zur Ueberwachung der militari» fchen Bauten eingesetzt war. Mit dem freisinnigen, politisch gebildeten General Moering IWd. XVIII , S. 418) war S. innig befreundet. Seine Berufung in das Cabinet Hohen wart als Landes» vertheidigungs'Minister überraschte, da er sich bis dahin mit administrativen Ge» fchäften nicht beschäftigt hatte und allen» falls eine Ernennung zum Minister für öffentliche Arbeiten erklärlich gewesen wäre. Der General ist m!t dem Ritter» kreuze deS österreichischen Leopold'OrdenS mit der KriegSdecoration und mit dem Orden der eisernen Krone 2. Claffe auö> gezeichnet. Schon im Jahre 1839 erhielt er, damals Lieutenant, den Freiherm» stand, und zwar weil der Orden seines Vaters — Leopold»Ordm — ihm darauf Anspruch gab. ' Freiherr« stand« > Dipl om üso. Wien 23. December 183U. - , NeueZ Wiener Tagblatt t8?i, Nr.»!': «General Scholl". — Frcmden. Blatt. Von G.Heine (Wien, 4».) l8?l. Nr, 39. — Porträt. Von Kli°, im „Floh" i8?'1, Nr. 7. Scholl, Kar l Hieronymus Nikolaus <Flöten.Vkrt l los und Tonseher/ 8^. zu Zolkiew in Galizien am 8., nach einer biographischen handschriftlichen Notiz im Wiener Conservatorium am 12. Jänner 4778, gest. zu Wien am 12. Februar 4834). Sein Vater stand als Capellmeister in Diensten des Für» sten Radz! wil l und kam mit ihm nach Wien. wo er. während er an der Univer» sität studirte, von ihm seit 4790 zugleich Unterricht in der Musik, und zwar sowohl im Singen, als auch auf der Violine und der Flöte erhielt, Auf letztgenanntem Instrumente bildete er sich allmälig unter Anleitung eines tüchtigen Meisters, Na» mens Kreith IM. XIII, S. 487) zum Virtuosen auS. Am 1. Mai 1797 erhielt er die Anstellung als Flötenspieler im k. k. Hoftheater nächst der Burg und im Jahre 4813 ward er in das k. k. Hof» Operntheater übersetzt. Durch 42 Jahre war S. auf seinem Posten als Flötist thätig und hat auch als Lehrer gewirkt und manchen tüchtigen Schüler, unter diesen sei Joseph Fahrbach l M . IV, S. 433) genannt, herangebildet. Für sein Instrument hat S. fleißig geschrie- ben, und die Zahl der von ihm durch den Stich bekannt gewordenen Compo» sitionen beziffert sich auf 33, welche Gaßner als „brillant" bezeichnet, die „allenthalben eingünglich geworden sind und seinen entschiedenen Autorberuf be» urkundcn". Oesterreichische illustriite Zeitung (Wien, 4«.) IV- Jahrg. (l«24), Nr. N6. — Gaßncr (F. S. vr.), Unwersal'Lcnkon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Ler. 8«.) S. ?äi>. — Neues Uniueisal-Lexikon der Ton» kunst. Angefangen von vr. Iul. Schinde» bach, fortgesetzt u°n Ed. Berns dorf(Dresden 1887, Rob. Schüfer, gr. 8«.) Vd. III , S. 502. — Schilling (G. lli-.), Das musikalische Europa (Speyer1«i2, F. C.Neidhard, gr.««.) S, 3N6 flassen ihn alle drci ani 8. Jänner 1778 zu Quoltiew (!) statt Zolkiew in Gali> zien geboren seini. — Partröt. Holzschnitt uon P. in Nr. 1»L d« obgenannten Qesterr. illustr. Zntung.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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