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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 230 -
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Seite - 230 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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SWH. Bernhard 230 Schöpf fan.,en gehalten, dem er. wie Hercules, schwer- Arbeiten verrichten mußte, er mußte z, B. L°n Augiasstall der schlechten Stücke ausmist«!, er mußte dem Direcwr den „g°l> Lene» Äpfel" einbringen, er mußte die „men> schenfressenden Contiacte" überwinden u. s. w. Scholz zengte mit der Muse Nestroy's drü „Zwirn" — den „Melchior" — den „Kämpe!" — den „Schlossermeister" — den „Ledig" — den „Eulenspiegcl" — den „No> chus" u. s- w, und mit underen Halb- und Local-Musen verschiedene andere Figuren, welche die Menschen ergötzten und belustigten. Wie man einstens die Lupercnlien feierte, so feierte man auf jener Insel jährlis) zwei Feste,- „3c:koi2ii LeuLücla" genannt. Es wurde gewöhnlich an jedem Festabend ein Stück Rind, d, h. ein Stück von einem Rind ge> opfert, das Publicum brachte mit Liebe und Andacht die Opfergaben, l> fl. Sperrsitz und 2N fi. Loge, und es war ein herzlicher Jubel stets und immer u, s. w. Er starb als ein Halbgott seines PubNcums und lebt in seiner <ÄnnnerunZ desselben fort u, s. w." Noch sind bemerklnswerth i i . Nernhard Scholz (geb, zu Wiesbaden ini Jahre ^l!8i, gest. ebenda 11. December 4871). Machte seine Studien an der Hochschule zu Marburg, Bonn und München, kehrte nach deren Been, digung in sein Vaterland zurück und schrieb dort für ei? „Zlciffiin'sche Allgemeine Zeitung". ! Im folgenden Jahre übersiedelte er nach Wien und wurde abwechselnd bei der „Dc>> nau-Zeitting", der „Glocke" und beim „Frein, om-Blatt" beschäftigt. Vei dem letztgenannten Blatte arbeitete er mehrere Jahre mit beson» derem Erfolge. Nach Ausbruch des Krieges im Iahie 1866 kehrte S, in seine Heimat zurück, wo er das politische Blatt- „Rheini- scher Courier" begründete. Neben seinen pn- blicistischen Arbeiten huldigte S, auch der üramatischen Muse und schon im Jahre l8!58 kam auf dem Münchener Residenztheater sein Stück: „Maske für Maske" zur Aufführung und gefiel. Darauf folgten neben einigen kleineren Arbeiten die Dramen: „Hans Walt» mann" und „Eine moderne Million", welche seinen dramatischen Ruf begründeten. Ein früher Tod — im Alter uon erst 40 Jahren — raffte ihn mitten in feinem literarischen Schaffen und Wirken dahin. — 2. Clara Sch olz, siehe: Scho lz, Mllnmilian lS. 2l l , im Terte). — 2. Gdmunda Scholz, siehe ebenda. — 4. Eduard Scholz (geb. zu Ktagenfurt im Jahre 18t2, gest. zu Neisse am 23, September !844), ein Sohn des beruhn,, ten Komikers Wenzel Scholz aus dessen erster Ehe nnt Antonia Nupp, der Toch< ter eines Buchdruckerei-Factors. Eduard brachte seine Jugend in Klagenfurt, Grgtz und Wien zu, ergriff die Laufbahn seines Vaters und wurde Schauspieler. Am 22, Sep> tember i84j betrat er als Komiker in der Posse „Die Ballnacht" das Leopoldstädtei Theater. Zn gleicher Zeit übte er aber auch die Malerkunst ans. Der Tod raffte itm im Alter Uon erst 32 Jahren dahin, ^Theater. Zei tung, herauög, von Adolph Näuerle (gr. 4».> 33. Iahrg, (<84i), Nr. 229, S. l(W«.I — 8. Günther Scholz (geb. zu Altenstadt in Bayern 24. Juli ,IL42, gest. zu Krems« münster i l . September i72»), Trat, l8 Jahre alt, zu Kremsmünster in den Benedictinw orden, in welchem er seinen bisherigen Tauf. namen Jacob mit Günther vertauschte, die Studien beendete und einige Zeit im Lehramte uerwenbet wurde. l<>7tt trat er in die Srclsoige über, diente an mehreren Pfar, ren, bis er UlW die Pfarre in Weihkirchen übernahm. Pachmayr berichtet von ibm, daß er Denkmale seiner Drechselkunst dem Stiftsüüiseum hinlcrlcissen habe (sluutl lL- i'U» ,'oruln »u'liNllilUium luukco nrtiüei« i'io« ^ddntui» «t Nuli3ll>»orum Monaätorii (üi-emilan<!»!,!« »rä. 8. Üonl'ü. (Zt^ri^L 1?7? — l782, H.l,i'<Ui. VVimwni', kl. I'ul.) z», «3U,^ — l>, Jacob Scholz, siehe uorstehenden Artikel, Nr. u, — 7. Leopold Scholz, siehe: Scholz, Wenzel I'S. 2l2, im Terte^. Schöpf, yranz Iosepl) (juridisch« Schriftsteller, geb. zu Brunn am 22. Jänner 1787). Der Sohn eines kais. kön. Beamten, beendete unmittelbcu unter Leitung des Vaters im Alter uon 43 Jahren das Gymnasium, verlor aber zu gleicher Zeit seinen Vater nnd war nun sich selbst überlassen. Um seinen Lebensunterhalt zu erwerben, arbeitete er in der Kanzlei eines Aduocaten in Brunn, zugleich aber setzte er die Studien sort und beendete als Priuatstudirender zu einer Zeit, als noch nicht beschränkende Gesetze in der Laufbahn des Studirenden und in der Studienfreiheit hindernd
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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