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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 240 -
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Schoriemmer 240 Schosser Tage des Entsatzes selbst. Mit einem Bataillon seines nnd einem Bataillon des Infanterie-Regiments Botta hatte ?r in der Expedition vom 21. auf den 22. Juli die Verschanzungen des Feindes angegriffen. Bereits hatte er den Gegner aus fünf verschiedenen Positionen verjagt, war über die Bresche,Batterie durchge drungm und hatte 300 Gefangene ge> macht. Der Kampf war, da der Gegner den hartnäckigsten Widerstand leistete, ein mörderischer gewesen und Schorlem mer's Bataillon allein hatte 9 Ofsiciere und 200 Mann Todte, er selbst aber hatte einen lebensgefährlichen Bajonnet» stich durch den Leib erhalten. Noch im nämlichen Jahre hatte sich S. am 26. September bei Torgau ausgezeichnet und war neuerdings verwundet worden. Für seine bei den erwähnten Anlässen an den Tag gelegte Tapferkeit wurde er zum Obersten und Regimentscomman« bunten befördert und in der 6. Promotion, welche am 22. December 176t im Haupt- quartiere zu Dresden stattfand, mit dem Ritterkreuze deS Maria Theresien-Ordens ausgezeichnet. Schorlemmer starb in jungm Jahren, erst 38 Jahre alt, als Oberst zu Brüssel. Die Familie, obwohl nur in Preußen und Sachsen ansässig, ist doch durch Heirathen an Oesterreich geknüpft, wo einer ihrer Sftroßen sich durch seine Tapferkeit ein bleibendes Andenken gesichert. Zwei Töchter des (am 10. October 1,882 zu Mainz ver> storbemn) Freiherrn Friedrich von' Schorlemmer sind nämlich in Oester» reich verheirathet/und zwar Baronesse Clementine (geb. 31. März 1828) seit 2. December 1843 mit Emanuel Frecherm F l e ck h a m m e r von Ayste t> ten, k. k. Generalmajor a. D. und Ritter des Ordens der eisernen Krone 3. Classe mit der Kriegsdecoration, und die zweite, Baronesse Augusta (geb. 8. April 1831), seit 31. December 1888 mit Wi lhelm von Poppenheim, im Jahre 1869 noch k. k. Oberst im Gene- ral°Q,uartiermeisterstabe. Hirtenfeld ( I . ) , Der Militär'Mcu'ia There, sieN'Orden und seine Mitglieder (Wien 18ü7 Staatsdruckerei, kl, H°.) S. l37 u, l?29. Schüssel, Andreas (Bi ldhauer, Geburtsort und Jahr unbekannt). Zeit» genoß. Die einzige Quelle, die über die» ftn Künstler Nachricht gibt, ist der Kata- log der Iahres-Äusstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste zu St. Anna in Wien im Jahre 1889, wo er ein Künstler aus Munkncs in Ungarn genannt wird. In der genannten Aus> stellung war von seiner Hand eine Gruppe aus Gyps: „Hniüss Gab beim letzten ZN6. M l gigin ük Gmken in Zzigeth; Inrnnic« Ztcht dem Helden hütrrich ,nr seite" (300 fi.) darstellend, zu sehen. Vielleicht auch ein im Aufkeimen begriffenes Talent, das wegen Mangel an künstlerischer Beschäf» tigung mit gewöhnlicher Steinmetzarbeit feinen reichen Geist in Steinsplitter zer» schlagen hat. Katalog der Iahreö'AusMlunl! m der l. k. Akademie der bildenden Ktmste l,ci St. Anna in Wien (8<i.) i8«9, S. l!i. Nr. »». Schosser, Anton (österreichischer D ia> lektdichter, geb. zu Stiedelübach bei Losenstein in Qberösterreich 7. Juni 1801, gest. m Stadt Steyr 26. Juli 1849). Gin Sohn des NagelschmidgL' selll,-n Netnhard Sch. Anton war ein schwächliches Kind, dem die Aerzte kein, hohes Alter prophezeiten. Eine Erbschaft, die der Vater gemacht, es war ihm näm^ lich das sogenannte „Haus im Holz ober der Kirche" zu Losenstein, eine Nagel- schmiede mit nicht unbeträchtlicher Oet> nomie, zugefallen, machts eö möglich, deNK Sühn, der zum Handwerke des Vaters)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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