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Schosulan 243 Schott
Doctorwürde. I n Wien übte er auch die
Praxis aus und bekleidete zugleich die
Stelle des Notars der medicinischen Fa-
cultät an der dortigen Hochschule. Er
war auch als Fachschriftsteller thätig und
die Titel seiner Schriften sind.- ,,
1767); - - „Mliandlnng uun den
Mräiten, Mirknng und Gelirnnch dr« Nanners-
d°ller Nllde»" (Wien 1783, Z».); — „Nb-
hnndlnng nbir die Schädlichkeit des EümickrlnZ
(M«chen») der Kinder und die Zchnmlirnste
(»iidn)" (ebd. 1788, 8«,); — „Ornnd-
licher Unterricht Mr das Vanduulk: Me nnd ant
umil tnr Mise Jedermann «einen lrtrnnkenen,
erstickten, irtrnrnin, uun Hitze urrschmachteten
nnd ullm Blitze berührten nngin'cklichen Neüen-
menschen Hnlte leisten, der Netter nbrr tiir «ein
eigene« Delien «ich «icherZteücn sllll" (ebd.
1786, 8".), diese volksthümliche und in
Wirklich uerhängnißvollm Augenblicken
rathende Schrift wurde in Salzburg und
Kempten nachgedruckt. Auch übersetzte
er des Anton Freiherrn von S tö r t :
„Medicinisch'praktischen Unterricht für
Feld- und Landwundärzte" (1776) in's
Lateinische unter dem Titel: „^,ni.
toiui
äuo (Vi2nnn,L 1777; säitio 2<
ibiä. 1791, Fr. 8«.). S. starb im schön
sten Mannesalter von erst 82 Jahren.
Meusel (Ioh. Georg), Lexikon dei uom Iah«
l7!!« bie 18«« verstorbenen teutschen Schrift
stell« (Leipzig, Gech, Fleischerd. Iüng.< 8°.)
Nd, XII, S,^l0. — (D e Lu ca) Das gelehrte
Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1?78, u. Trntb
nein, 8°.) I. Bandes 2. Stück, S. 408." —
Von einem Johann Nepsmuk Schosu
lcin erschien eine .Anleitung, alle Arten von
Scheintodte auf die sicherste Art zu erkennen"
(Wien 1803, 8«,). — Ein Jacob Schosu
lan stand in Staatsdiensten, zuletzt alö k. k.
Hofrath und Präses der Nancal; und Tabab
Gefällen>Diiect!on, Sein Andenken hat sich durch sein sehr schöne«, von N, Kohl in
Wien 1788, nach einem Bilde von G. Kneip
gestochenes Porträt (8°.) erhalten.
Schott, Heinrich Wilhelm (Botani-
ker, geb. zu Brunn in Mähren ain
7. Jänner 1794, gest. zu Schönbrunn
nächst Hiehing bei Wien am 8. März
1868). Er nnd sein Vater Heinrich
sind nicht ;u verwechseln mit dem Wiener
Universitäts'Obeigärtnei Joseph van
der Schot, der in den Jahren 1794
bis 1804 den akademischen botanischen
Garten am Rennweg unter seiner Leitung
hatte, worauf ihm Heinrich Schott,
der Vater unsers Heinrich Wilhelm
Schott, in derselben folgte. Heinrich
Schott (geb. zu Breslau im Jahre
1789, gest. zu Wien im Juli 1819)
brachte in seiner Jugend mehrere Jahre
in Polen und Deutschland zu, biS er, in
Würzburg in eine Bedienstung kam, in
welcher er in der Gärtnerei sich tüchtig
ausbilden und in den Mußestunden auch
das Studium der Botanik treiben konnte.
Dann stand er mehrere Jahre als Gärt»
ner in Diensten des Grafen Mit trow»
sky in Brunn, in welcher Stellung ihm
sich auch Gelegenheit bot, das Land
Mähren nach verschiedenen Richtungen
zu bereisen und ein ansehnliches Herba.
rium zusammenzustellen. So kam er auch
mit Botanikern des In- und Auslandes
in nähere Verbindung, und erhielt im
Jahre 1800 durch Joseph Freiherrn
von I a cquin ! M . X, S.23) den Ruf
als Unweisitätsgärtner nach Wien als
Nachfolger deS vorgenannten van der
Schot und wurde zuletzt Hofgartner
in Schönbrunn. I n diesen Stellungen
machte S. mannigfache und sorgfältige
botanische Studien, Culturversuche und
bildete tüchtige Gärtner, darunter auch
seinen Sohn Heinrich Wi lhe lm,
heran bis er während des Letzteren
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon