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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 248 -
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Schott 248 Schott Heibar mit 1449 Species in 6078 Erem» plaren, 773 Species Sämereien, 79 ver» schiedenm Holzmustern und 24 verschie» denen Pflanzen und Früchten in Wein- geist. Außer diesen Sendungen gelangten noch 90 Posten zum Theile von ihm selbst gesammelten. Thielgattungen, ferner 28 verschiedenen Schlange^ 6 Reptilien sorten in 13 Exemplaren, 10 Gefäße mit Fischen und Spinnen, NlleS in Weingeist, und Z Kisten mit Insecten für daS k. k. Hof-Nawralien'Cabinet nach Wien. Im Jahre 1828 wurde S. k. k. Hofgärtner, halte aber das Jahr vorher bereits den Auftrag zur Umgestaltung der Anlagen des holländisch-botanischen Hofgartenö (jetzt Hof-Pflanzengarten) erhalten, welche Veränderungen bis zu Anfang 1843 uollettdet wurden, worauf im August d. I . seine Ernennung zuin k. k. Hof» gärten» und MenagerieDirector erfolgte. Von seinen Schöpfungen !>5 dieser Eigen» schaft sind anzuführen: die im Winter von 1848/49 begonnene Anlage des obersten Theiles des Hof'Pflanzengartens (des sogenannten neuen Gnmdes), welche 1864 beendet und womit die Neugestal» tung dieses Gartentheites abgeschlossen wmde; feiner die im Jahre 1882 zu Stande gebrachte Umgestaltung des gegen das Kaiserhaus gelegenen Theiles des großen Lustgartens zu Schönbrunn in eine englische Anlage; die großen Blu» menparterre; die sogenannte lichte Allee und die Colonadengebäude, welche die Anlagen umgeben. Außer diesen Leistun. gen, die unmittelbar aus seinem dienst- lichen Berufe hervorgingen, ist noch man» nigfacher Schöpfungen und seiner gelehr» ten Arbeiten als Botaniker zu gedenken. sein Augen- merk auf die Alpenflora gerichtet, und einer mehr als zwanzigjährigen Pflege dieses Gebietes der Pflanzenwelt, di« er anfänglich auf eigene Kosten betrieb, wozu ihm aber, als die herrlichen Belege seiner Sorgfalt vorlagen, auch hohen Orts die erforderlichen Geldmittel ange. wiesen wurden, ist eine Sammlung von Alpinen zu verdanken, die ebenso, lehr> reich als einzig in ihrer Art dasteht. Feiner hat er, da er nach des Freiherr« von Iacqu in Ableben im'Jahre 1840 die Oberleitung deö im oberen Belve» dere befindlichen Gartens für die ^lorZ. ÄULtriÄL«, übernommen, auch die zeit» und sachgemäße Nmstaltung desselben durchgeführt. Kleiner, darum aber nicht minder wichtig ist die Zahl der Wissenschaft« lichen selbstständigen Werke Schott's. Schon im Jahre 1832 begann er mit seinem Freunde Stephan Endl icher ^Bd. IV , S. 44^ die Herausgabe der „Hseisism«!:« öaiawa«" (Fol., mit 8 Ta> feln), eines Werkes, wovon nur eine Auflage uon 80, nach Anderen 60 Erem. plaren ueränstallet und das nie in den Handel kam, sondern nur verschenkt wurde; nun folgten die „F>«FMsnt» " (Vinäodonaü 1834) und die m«, 4 Hefte (itM. 1834, 40. inaH.), welch letzteres S. nicht foit< setzte, da zu gleicher Zeit die ?tsriclo- von Karl Borfiwoj PreSl . XXI I I , S. 278) erschien, worin gleichfalls die Farrenkräuter behandelt wurden und das gleichzeitige Erscheinen zweier denselben Gegenstand behandeln» den Werke mit S.'s Denkungsweise nicht zusammenstimmte. S. wählte nun ein an> deres Gewächs zum Gegenstande seiner Forschungen, und zwar die intereffante Ordnung der Aroideen. welche schon während seines Aufenthaltes in Brasilien, seine Aufmerksamkeit gefesselt hatten'. Er trat nun mit großen Garten, Museen, Herbarienbesitzern und Reisenden in Vei> bindung, um sein Materiale zu verroll-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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