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siädt t823, Fleckeisen, 8«,) S.30l. — Meyer
(I.). Das groß? Lonuersations'Leiikon für die
gebildeten Stünde (Hildburghausen, Vibliogr.
' Institut, gr. 8°.) Zweite Abtheilg. Bd. VII,
S. l2?3. —^Chezy (Wilhelm). «ZMnerun.
gen aus meinen, Leben (Schaffhausen 1864,
Fr.i Hurter, 8«.) Zweites Buch, 4. Bändchen,
- S. <80u. f.
Schüllppe. Alfred (Maler. geb. zu
Grabovnice im Sanoker Kreise in
Galizien im I . 4812). Die Schulen be>
suchte ei in Przemysl, trat alsdann beim
Civil'Bauamte in den öffentlichen Dienst,
in welchem er 11 Jahre verblieb. Bei sei»
ner Liebe zur Kunst und da sich in seinem
Amte wenig verlockende Aussichten dar»
boten, gab er seine Stelle auf und wan>
derte frohgemuth, höhere Ziele verfol»
gend, nach Italien, wo er in Rom in der
Akademie von St. Luca unter Tommaso
Minard i vier Jahre auf das Emsigste
Kunststudien oblag. Alsdann in seine
Heimat zurückgekehrt, widmete er sich
zunächst der Historienmalerei und seine
ersten größeren Bilder waren: „Nlünilm.
' gnng drr Mche dn h. Katharina durch Gngel"
und „Zl!>3ch!n3ll de« Frildens und snhlnng d«r
Nneg5«chnlk nach dem pirzischin Anege", aber
damals schon malte er einige 3cmdschaf>
ten, wo er ein besonderes Geschick an den
Tag'legte. Nach dreijährigem Aufenthalte
im Vaterlande zog es ihn von Neuem
in's gelobte Land der Kunst, und er
bereiste nun dasselbe durch vier Jahre,
studiite und malle dort die besten Werke
italischer Kunst, zu gleicher Zeit aber viel
nach der Natur. Nun wieder heimgekehrt,
malte er im Anbeginne meist Altarbilder,
von diesen sind bekannt: ein ^Ohriztus mit
öln Heiligen Petruz nnd PnnI", ein «H. Ja-
geph", für eine Kirche in Podolien!' ,Me
uiMIlckte GmMlMizs Nnriä", für die
Kirche zu Konin; der „H. StnMan«", für
eine Kirche in Czenstochau. Allmälig aber
wendete er sich ganz der Landschaftsma' lerei,zu. in welcher er bald zu den besten
Meistern dieses Faches zählte. Von sei»
nen Gemälden sind sonst noch bekannt:
„Grilchischt Hochzeit zn Girglütl«; — „Nlen-
tlnzrn nun Zürrenta"; — „Ansicht der Rain-
«lzn spitze unl, des Rothen Malter« nnm
Nerge Gnlitzlzchll in «m Pienmen", in Krakau
ausgestellt im Jahre 136! i — „MZicht
oass Zchlllö« Oj°«^ll tmk Niedzi«" ; —
„Nll5 schloss ErittUn" ; — „Nninen ke«
Schlll55ü5 Ogribzieiiiel:", die sämmtlich in
den Krakauer Kunstausstellungen der
Sechziger.Iahre zu sehen waren. Der
Künstler hat in der Folge seinen Aufent«
halt in Warschau genommen und die
Schlösser und Burgen Polens, vornehm»
lichen jene im Tatra, sind LieblingSvor»
würfe seines naturwahren Pinsels. Aber
nicht blos als ausübender Künstler ist
S. denkwürdig, auch seine energische
Thätigkeit für Förderung und Hebung
der Kunst unter seinen Landsleutm sind
erwahnensmerth. I n Folge deffen hat
ihn die Gesellschaft zur Förderung der
schönen Künste im Königreiche Polen,
für deren Begründung er selbst ungemein
thätig gewesen, als Mitglied in ihren
engeren Ausschuß gewählt.
Krakauer Zeitung <86l, Nr. iLS; l«S2,
Nr, liä u. 124; !8S5, Nr. l22, im Feuilleton,
Schrilder, Clemens (gelehrter Je.
suit, geb. zu Itzum in Hannover im
Zähre 1820). Widmele sich nach beende»
ten philosophischen Studien, aus welchen
er im Jahre 1843 die Doctorwürde er.
langt, dem geistlichen Stande, wurde im
Jahre 1346 zum Priester geweiht und
erhielt im Jahre 1848, in welchem er,
bereits 28 Jahre alt, in den Orden der
Gesellschaft Jesu eingetreten war, am
römischen Collegium das Doctorat der
Theologie. Dem Lehramte sich zuwen-
dend, wurde er 1880 Professor der Dag.
matik zu Löwen, wurde 1831 nach Rom
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon