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Schrader 284 Zchrämbl,
berufen, als Studienpräfect im deutschen
und Professor der Einleitung in'S neue
Testament am lömischm Collegium, an
welchem ihm !m Jahre 1833 der Vortrag
der Dogmatik zugewiesen wurde. Im I .
1837 erfolgte seine Berufting als Pro»
fessor desselben FacheS an die Wiener
Hochschule, an welcher er zur Stunde
noch thätig ist. Die Titel der von ihm
bisher herausgegebenen Schriften sind:
ei sllz?s?''laiu?'a^'" (Wien
(Freiburg 1862)'. 8oii68 II. (ebd. 1863);
8eil68 III. (ebd. 1863)'. Seriös IV.
et V. (ebd. !868): seriös VI. (ebd.
1868)'. 8«ri«L VIl. (ebd. 1869). der
Inhalt dieser Theses behandelt die
bekannten jesuitischen Themata, als:
5ÜL VilleäLstinMonv", „äo
actullii", «6s üäs utrum
ea i>c>L8it", ^äe libertats
u. s. w. i — „Ds
« (Freiburg 1862);
(Wien 1866).
Im Verein mit Passaglia ließ S.
cscheinen: „Ds Hcc?szlH 6Vl^'«l!l"^ 2 vol.
Regensburg 1886), gab ferner heraus:
i^ sc>?0Fla«", tom. I
1833),' — «Da emmao^aia-
ns", 3 vol. (Ibiä.
1887), und schickte dem von ihm selbst
angeregten Sammelwerke: „Der Papst
und die modernen Ideen". I.—V. Heft
(Wien 1864—1867) ein Vorwort vor»
aus. Kleinere Arbeiten fmd in theologi.
schen Gammel- und Zeitschriften enthal-
ten. Schrader ist «onLnItor oomnÜZ.
Lionig 8i>6«aU8 xoMgoias, Mitglied
der katholischen Akademie und der Aka-
demie von der unbefleckten Cmpfängniß
m Rom, zu welch letzterer er sich ja doch durch sein dreibändiges Werk über diesen
heiklen Gegenstand vollständig qualisi.
cirt hat. Sch. soll bereits (1874) gestor-
ben sein.
Kleineö biographisches Ler i lon. ent»
haltend Lebeüsskizzen heworragendcr, um die
Klrche verdienter Männer (Znaim 1862, Ltnck,
8») S. 246.
Schrillllbl, Franz Anton (Buch.
Händler und Schriftstel ler, geb.
zu Wien im Jahre 17öl, gest. ebenda
13. December 1803). Erhielt in seiner
Vaterstadt eine gründliche Wissenschaft-
liche Ausbildung, wendete sich nach deren
Vollendung dem Lehrfache zu, in welchem
er zuletzt die Stelle eines Dircctors der
k. k. Normalschulen in Oesterreichisch»
Schlesien zu Troppau bekleidete. I n
einiger Zeit legte er sein Amt nieder,
kehrte nach Wien zurück und eröffnete
daselbst eine Buch» und Kunsthandlung,
deren Firma noch zu Anbeginn der Vier»
ziger-Iahre bestand. Schrämbl selbst
war Schriftsteller unb hat Folgendes
herausgegeben: „Gduiin nnk Gmm». CrlMtt-
«pill in 5 Anh." (Wien 1780), auch im
3. Bande des bei Gräffer in Wien
1778 u. f. herausgegebenen „k, k. Ratio.
nal'Hoftheaters", und „Heinrich lV. Gin
OMcht" (Wien 1783. 8«.), eine Ueber»
setzuug uon Voltaire'S „Henriade".
Eine wirklich verdienstliche Arbeit aber
war und bleibt sein „Allgemeiner deut»
scher AltlaS« in 136 Karten in xi-anä
«,!Fl«-Format, mit dessen Herausgabe er
im Jahre 1786 begann und im Jahre
1800 schloß, wodurch er nicht nur manche
kostbare ausländische Karte gemeinnützi-
ger machte, sondern auch manche neu
entworfene brauchbare Karte lieferte. Die
chalkographische Ausführung der meisten
Karten war für seine Zeit gut, bei einigen
vorzüglich. MS Buchhändler schuf er sich,
obgleich Nachdrucker, durch die Heraus»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon