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Schramek 2ä6 Schramek
u°n v.. Franz Lad. Nieger (Prag 1839.
Kober. Lex, »«.) Bd. IX, S, <28 MMbt ihn
Zrimekund nennt ihn im« Nudolph).
Schramek (Zrämek), Johann (sechi'
scher Schriftsteller, geb. zu Kris»
tice bei Vodüan in Böhmen 21. Mai
1820). Widmete sich nach beendeten phi-
losophischen Studien der Theologie und
empfing im Jahre 1844 die Priester-
weihe. Nun trat er in die Seelsoige und
war als Caplan zü Krumau, Netolic,
Prachatic, Husinea und Neuhaus thälig.
Im Jahre 1880 mußte er, da er zur
evangelischen Kirche übergetreten war,
sein Vaterland verfassen und wurde Pfar-
rer bei den böhmischen Brüdern in Prell-
ßisch.Schlesien. Er'war als solcher in uer.
schiedenen Gemeinden thätig und überall
bemüht, den sechischen Nationalgeist zu
wecken, wobei er mit nicht geringen Hin<
dernissen zu kämpfen hatte.' Im Jahre
1866 verließ er endlich Schlesien und
begab sich nach Rußland, wo er am
Gymnasium zu St. Petersburg das Lehr»
amt der classischen Philologie erhielt und
zur orthodoxen Kirche übertrat. S. ist
auf diesem Posten noch zur Stunde thä»
tig. Er hat auch schriftstellerisch, theils
unter eigenem Namen, theils unter den
Pseudonymen Ia'romir Brezanousky
und Iaromir Mi lenovsky gewirkt.
Die Titel der vön ihm herausgegebenen
Schriften sind.' „N'«iHzf V«so2sün?/ ciH'e-
Fls ^ o N<?^«, d. i. Kurze allgemeine
Erdbeschreibung für Schulen (Neuhaus
1849); — ^^ov/Hl/ oias '^a^oml>^«",
d. i. Erzählungen des Vater Iaromir
(Prag 1832), welche dag dritte Heft des
Sammelwerkes: „AakiÄäg. VnäsoL^a«
bilden; — '„VnIltSmürchen nnZ Rühmen"
(Breslau 1833); — „Nei arme Nnuit» WZ
(Leobschütz 1887); — „0/lu-
d. i. Gänseblümchen. Tr-
znhlungen (Prag 1861,8«.); — , d. !. Der
Rastelbinder. Erzählung für die Jugend
(Troppau 1863, 8".); — „Moöa /7-wl-
sou^Mc» ^'«3^«"^ d. i. Schule der
französischen Sprache (Prag 1863); —
Grammatik der böhmischen Sprache (Pe>
tersburg 1869), in russischer Sprache;
ferner bearbeitete er neu I . N. Sr>>
kora's deutsche Sprachlehre, welche öe>
chisch (Prag 1881) erschien. Außerdem
redigirte er 1848 in NeuhauS die Zeil»
schrift: «OLvona", d. i. das Echo, und
war ein fleißiger Mitarbeiter des »O^av-
Lic^ Ns8Lä.nü:", d. i. des Troppauei
Gesellschafters. Seit seiner Anstellung in
Rußland schreibt S. in russischer Sprache
meist Grammatiken und Chrestomathien
der griechischen und lateinischen Sprache.
Zlovuik nauün/. Noäkkwr Dr. ViaM.
I<»ä. Niog'ei', d, i. Lonversationö 2m>
kon> Redigirt von vr. Franz Lad, Rieger
' (Prag 18A9, Kober, Ler«".) Bd. IX, S. t2«.
LoüIcaÄllvoNlikü, d. i, Geschichte
der LechoslllUischen Literatur, VZK novö^i,
d. i. Neuere Zeit (Wien 1««8, gr. 8°) S, 233.
Noch stnd gnzuführln.- i. Union Nikodemus
Schrämet (Mnler. OeburtS. und Sterbe,
utt und Jahr unbekannt, lebte im <8. Jahr,
Hunderte). Ucber seinen Leben6< uud Bil>
dungsgann fehlen alle Itachrichtcn; in den
verschiedenen Werken, welche über östcnei'
6)ische Künstler oder über Künstler überhaupt
berichten, fehlt auch sein Name. Sein Anden«
ken hat sich nur durch einige Altarbilder erhal»
t?ü, welche sich in verschiedenen Kirchen des
Iglauer Kreises in Mähren befinden, alö da
sind: das Hochaltarblatt und ein anderes,
den h. Florian darstellend, in Wollein, weh'
rere Altarblätter in der Pfarrkirche zu Wiese
und das Hochaltarblatt zu Hoch'Studnitz,
lOest ° rreichische Nlätter für Literatur'
und Kunst. Herausg. von Dr. Ad. Schmidt-
(Wien, 4») i . Jahrg. (l«44), iv. Quartal,
Nr. ?S, S. 62l, im Artikel: „Kunstschätze
aus dem Gebiete der Malerei in Mährm"s.
uon?. Beda Dudil. — Wolny, Klrch<^
liche Topographie von Mähren
gr, 8».) Vrünner Diöcese, I I I . Theil, S.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Schnabel-Schrötter, Band 31
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Schnabel-Schrötter
- Band
- 31
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1876
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon