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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 264 -
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Schrattenbach 264 Schrattenbach ist oder war in Wien Hof-Anstreicher» meister. Der Sohn Ludwig, der Ta> lent zur Kunst zeigte, trat im November 1838 im Alter von 18 Jahren in die f. k. Akademie der bildenden Künste, und schon im folgenden Jahre hatte er in der Iahres-Ausstellung bei St. Anna ein Aquarellbild: „Parthie lwn AickllSbm't", ausgestellt. Aber nur wenige Jahre waren dem talentvollen Jünglinge ge> gönnt. Nach kaum zurückgelegtem 24. Le- bensjahre raffte ihn der Tod dahin. Während dieser Zeit warm einige Albei- ten seines Pinsels, theils in Oel, theils Aquarelle, in den Iahres.Ausstellungen zu sehen, und zwar im Jahre 1640: in nnlm Ztulle". Oelbild; — 1842: — 1843: „Ztndinm nach l>« MW"; — „VmdZchllN", alle drei Oel. gemälde; — 1844: „Ner PkarrlM uon Ziluliing nächst Wen", Aquarell; — „Än> licht uan Omunden in OntiVsternich", Aqua» rell; — „Parthie unn MnIdbuchZirnb bei HllllztM"; — „Gegend Iiei HiiMM"', — 1845: „SnMtjiie ans OberMerreich"; — ,W<,ll>!tni>inm im IjllineüN !>ri N«rnönch mit ücr Aussicht nnk i>ie Zunau", die Uiec letzt» genannten sämmtlich Oelgemälde. Mit S. schied ein vielversprechendes Talent aus dem Leben. — Aber schon früher, ehe Ludwig I . Sch. ausstellte, trat em anderer Ktdwig Sch rattenbach in den Jahren 1820 und 1832 in den Jahres- Ausstellungen bei St. Anna, beides Mal mit in Oel gemalten Thierstücken, auf, und zwar im Jahre 1820 mit einer Natur» studie: „Wildente in einer VllndzchnN", und im Jahre 1832 mit einem Bilde, das einen „unk dem Mgl! rnhlnden Hirsch" dar» stellt. Als Maler dieses letzteren ist im Ausstellungskataloge ein Ludwig Sch r a t» tenberg bezeichnet, was aber ein Druck» fehler ist und Schrattenbach heißen soll. — Der Katalog der von den Kunst», Händlern Miethke und Wawra in Wien in den ersten Märztagen 1870 ver» anstalteten XXI. Kunstauction enthält von einem Schrattenbach, der durch keinen Taufnamen näher bezeichnet, aber durch ein beigefügtes -j- als bereits todt angegeben ist, vier Thierstudien: „OMe AeMtz" und „Gatter Anerliniin", letzterer in drei verschiedenen Bildern, alle auf Leinwand in Oel gemalt. Wahrscheinlich sind es auch Bilder deg oberwähnten Ludwig S. — Einige Jahre später nach Ludwig I . Sch.'S Tode debulirte ein Max Schrattenbach mit einem Oelbilde: „Parthie unn HnüsM" in der Iahres'Ausstellung 1848, uon dem wei> ter nichts bekannt ist. Nagler (G, K. Dr,). Neues allgemeines Kunst' ler'Lwkon (München l839, Fleischmann, 8°.) Bd, XVl , S. 7. — Kataloge der Jahre«. Ausstellungen in der t. k. Akademie der bil» denden Künste bei St, Anna m Wien (»".) 183». S. «. Nr, >l!4; I8U», S. 12. Nr, l«ü; 1842. S, 24, Nr, 278; l«<3. S, <<», Nr. 39; S, 28, Nr. «8«; l8<><, S, U, Nr. ?<; S. 8, Nr. i2»; S. i« , Nr. l8U; I8^ö, S, l», Nr. <33; S, i4, Nr. l73. Schrattenbach, Sigismund Christoph Graf von (Fürsterzbischof von Salz» bürg. geb. 28.. n. A. 23. Februar 1698, gest. 16.. n. A. 26. December 1771). Gin Sohn deS Grafen Otto Heinrich aus dessen Nhe mit Mar ia Theresia geb. Gräfin'Wildenstein, verwitweten Freiin von Gallenstein. Aus Liebe zum geistlichen Stande trat er das Recht seiner Erstgeburt seinem jüngeren Bruder Franz Anton ab und beschloß, ganz der Religion und Kirche sich zu widmen. Im Jahre 1711 begann er zu Salzburg die akademische Laufbahn, begab sich als» dann nach Nom, wo er die theologischen Studien beendete. Schon in seiner ersten Jugend ward er Domherr an den Hock» stiften Eichstädt und Augsburg, aber erst
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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